Hintergrund

In Deutschland ist der gesamte Glücksspielmarkt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Umsätze auf dem legalen deutschen Glücksspielmarkt sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9% auf 40,3 Milliarden Euro gestiegen.Einen Anstieg des Umsatzes und Bruttospielertrags um 2,7% auf 25,3 Milliarden Euro bzw. 5,8 Milliarden Euro verzeichneten die 267.000 aufgestellten gewerblichen Geldspielautomaten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben. Die Anzahl der aufgestellten Automaten in gastronomischen Betrieben und Spielhallen hat sich 2015 um 2.000 Geräte auf 267.000 leicht verringert. Rund 70% der Geräte befinden sich in den etwa 15.000 Spielhallen an mehr als 9.000 Standorten (Zahlen aus 2014).
(Meyer et al., Jahrbuch Sucht 2017)

Nach der aktuellen, 2015 durchgeführten Prävalenzstudie der BZgA ist unter Berücksichtigung der Gesamtstichprobe (Festnetz- und Mobilfunkanschluss) bei 0,42% der bundesdeutschen Bevölkerung (241.000 Personen) ein problematisches und bei 0,37% (215.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar. 

Situation in Bayern:

Aktuell liegen für Deutschland Informationen aus neun Bevölkerungsumfragen zum Glücksspielverhalten und pathologischen Glücksspielen in der Allgemeinbevölkerung vor (Stand August 2016). Die neueste Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist eine Prävalenz bei pathologischem Glücksspielen von 0,4 Prozent (KI: 0,3 Prozent - 0,7 Prozent) aus. Das IFT Institut für Therapieforschung hat anhand dieser und vorheriger Bevölkerungsstudien einen Kurzbericht zur Schätzung der Anzahl problematischer und pathologischer Glücksspielerinnen und Glücksspieler in Bayern erstellt. Basierend auf den aktuellsten fünf Bevölkerungsumfragen, ergibt sich für Bayern eine geschätzte Anzahl von 34.000 Personen mit pathologischem Glücksspielverhalten sowie von geschätzten 33.000 Personen, bei denen ein problematisches Spielverhalten vorliegt.

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