6. LSG Newsletter 7/2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Newsletter-AbonnentInnen,

 

in der Juli-Ausgabe 2010 des Newsletters der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern möchten wir Sie einleitend über den aktuellen Stand unserer Kampagne „Verspiel nicht dein Leben“ informieren und Ihnen unsere bayernweiten Aktionstage vorstellen.

 

Des Weiteren präsentieren wir Ihnen die erste Erweiterung des Praxishandbuchs Glücksspiel, mit der Möglichkeit, sich die Dokumente herunterzuladen und in Ihr persönliches Exemplar des Praxishandbuchs einzufügen.

Durch einen Rückblick möchten wir Sie anschließend über den erfolgreichen Verlauf unserer Großveranstaltung, dem Bayerischen Fachkongress mit Fachmesse „ambulant trifft stationär“ und über das dritte Treffen des „Betroffenenbeirats Pathologisches Glücksspielen“ informieren.

 

In unserer Rubrik „Kurz gemeldet“ berichten wir, wie das Pokerspiel in den Niederlanden gerichtlich eingestuft wurde und warum der neue E-Brief der Deutschen Post, das Lotto Online-Spielen in Hessen in Zukunft wieder legal ermöglichen könnte.

(Ir-Ga)

 


1. Kampagne „Verspiel nicht dein Leben“ der Landessstelle Glücksspielsucht in Bayern

Seit Februar 2010 informiert die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern mit Großflächenplakaten, Fernseh- und Radiospots, Flyern, Give aways und einer Kampagnenwebsite die breite Öffentlichkeit über die Gefahren von Glücksspiel und macht auf Beratungs- und Hilfsangebote aufmerksam. 

 

Da die Kampagne auf sehr viel Resonanz in der Öffentlichkeit gestoßen ist und dadurch viele Betroffene sowie Angehörige erreicht hat, wird die Landestelle Glücksspielsucht im September erneut die Kampagne unter dem Motto „Verspiel nicht dein Leben!“ in den Medien schalten. Ein neues Plakat-und Anzeigenmotiv soll dabei noch gezielter die Betroffenen ansprechen.
(Ir-Ga)

1.1. Aktionstage der Kampagne „Verspiel nicht dein Leben“ der Landessstelle Glücksspielsucht in Bayern

Zu der im Februar 2010 gestarteten Aufklärungskampagne „Verspiel nicht dein Leben“ kamen seit Frühjahr lokale Aktionstage hinzu, um die Öffentlichkeit auch regional nachhaltig für das Thema Glücksspielsucht zu sensibilisieren und die eingerichteten Fachstellen als Anlaufstellen vor Ort stärker zu bewerben. Die bayernweit organisierten Aktionstage werden durch unterschiedliche Maßnahmen durchgeführt.

 

Die Fachstellen können individuell auswählen, mit welchen der zur Verfügung stehenden Bausteinen sie ihren Aktionstag öffentlichkeitswirksam durchführen möchten. Neben einem Messestand, einem Roll-Up, Glückskeksen und Rubellosen können die Aktionstage auch mit einer Lesung des Buchautors Alexander Schuller und präparierten Spielautomaten gefüllt werden.

 

Die Aktionstage wurden bereits in Neu-Ulm, Regensburg, Landshut, Hof, Garmisch-Partenkirchen, München, Neumarkt, Dachau, Ingolstadt  und Würzburg durchgeführt. Bei der Auswahl sowie der gesamten Umsetzung werden die Fachstellen von der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern unterstützt.
(Ir-Ga)

1.2. Landesstelle Glücksspielsucht bietet Onlineberatung im Rahmen der Kampagnenwebsite „Verspiel nicht dein Leben“

Über die neue Kampagnenwebsite  www.verspiel-nicht-dein-Leben.de können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte rund um das Thema Glücksspielsucht informieren und online beraten lassen. Die Onlineberatung wird durch eine erfahrene Dipl. Sozialpädagogin übernommen und ist ein niedrigschwelliges Angebot der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern, mit dem Ziel via Internet anonym zu helfen und bei Bedarf an die richtigen Stellen zu vermitteln.
(Ir-Ga)

2. Praxishandbuch Glücksspiel

Wie bereits im Newsletter 5 (2/2010) angekündigt, soll es sich bei dem Praxishandbuch Glücksspiel um ein lebendiges Dokument handeln, das regelmäßig aktualisiert und ergänzt wird. Die erste Erweiterung des Praxishandbuchs Glücksspiel liegt bereits jetzt vor und umfasst die Bereiche „Basiswissen“, „Öffentlichkeitsarbeit“ „ Aktuelle Forschung und Entwicklungen“ und „Kontakte, Adressen, nützliche Links“.

 

Die Unterlagen zu „rechtlichen Grundlagen“ (Kapitel II 2), „Kompetenznetzwerk Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ (Kapitel VII 1), „Ansprechpartner der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ (Kapitel VII 2), „Selbsthilfegruppen in Bayern“ (Kapitel VII 3) „Landeskoordinatoren Glücksspielsucht in Deutschland“ (Kapitel VII 5) sowie „Inhaltsverzeichnis“ und „Impressum“ wurden aktualisiert. Zudem gibt es noch eine zusätzliche Erweiterung mit einem neuen Literaturreferat (Kapitel IV 1).

 

Als neuer Baustein des Handbuches wurde die von der Aktion Jugendschutz (aj) durch Herrn Ensslen erstellten „Methoden zur Prävention von problematischen und pathologischen Glücksspielen“ aufgenommen.

 

Mit der Entwicklung und kontinuierlichen Aktualisierung des Handbuches leistet die LSG einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätssicherung und -verbesserung in der Behandlung pathologischer Spieler in Bayern. Um das Fachwissen allen Einrichtungen in Bayern zur Verfügung zu stellen, kann das Handbuch bayernweit kostenlos bei der LSG unter Materialbestellung oder direkt unter  info@lsgbayern.de bestellt werden.

 

Alle neuen Bausteine sind auf der Homepage unter Praxishandbuch Glücksspiel veröffentlicht und zum Herunterladen bereitgestellt.
(Sa)

3. Das Kompetenznetzwerk vergrößert sich um drei weitere finanzierte Fachstellen und eine psychosomatische Klinik

Die Landesstelle Glücksspielsucht finanziert seit Anfang 2010 drei weitere Psychosoziale Suchtberatungsstellen in Hof, Donauwörth und Ingolstadt, die als Fachstellen an die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern angebunden sind. Zudem hat sich die psychosomatische Klinik Ananke, Zentrum für Psychosomatik und Essstörungen, Freyung, an das Kompetenznetzwerk angeschlossen und bietet als erste bayerische Klinik eine Akutversorgung bei pathologischem Glücksspielen an. Alle MitarbeiterInnen der 52 Einrichtungen des Kompetenznetzwerkes werden im besonderen Maße durch die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern unterstützt.
(Ir-Ga)

 

Die Kontaktdaten der Einrichtungen des Kompetenznetzwerks finden sie hier.

4. Drittes Treffen des „Betroffenenbeirates Pathologisches Glücksspielen“

Anfang Mai tagte der durch die Landesstelle Glücksspielsucht initiierte „Betroffenenbeirat Pathologisches Glücksspielen“ zum dritten Mal seit der Gründung im Mai 2009. Der Betroffenenbeirat trifft sich zwei Mal jährlich, um die Belange der Betroffenen zu berücksichtigen und in die Arbeit der Landesstelle mit einfließen zu lassen. Bisher konnten die TeilnehmerInnen des Betroffenenbeirats bereits auf einige Projekte, darunter auch auf unsere Kampagne „Verspiel nicht dein Leben!“, als Korrektiv erfolgreich Einfluss nehmen. Eine Beteiligung wird auch bei zukünftigen Projekten und Maßnahmen angestrebt.

 

Betroffene, die sich über den „Betroffenenbeirat Pathologisches Glücksspielen“ informieren möchten oder an einer Mitarbeit im Betroffenenbeirat interessiert sind, können sich gerne jederzeit unter  vanessa.irles-garcia@lsgbayern.de melden.
(Ir-Ga)

5. Bayerischer Fachkongress mit Fachmesse „ambulant trifft stationär“ zur Beratung und Behandlung pathologischer Glücksspieler am 24. & 25.06.2010

Bei der Veranstaltung trafen sich dem Motto „ambulant trifft stationär“ gemäß 163 Teilnehmer aus ganz Deutschland, um einerseits das wissenschaftliche Programm mit Vorträgen und Workshops zu besuchen und um sich andererseits in der Ausstellung über die Angebote der 16 ausstellenden Kliniken und Trägerorganisationen zu informieren.

 

Als Fazit der Veranstaltung und als Ergebnis der Rückmeldung der Teilnehmer ist zu konstatieren, dass es einen großen Bedarf an praxisbezogener Information und Weiterbildung zum Themenblock der Beratung und Behandlung pathologischer Glücksspieler gibt. Des Weiteren wurde von den Teilnehmern die Möglichkeit, Kontakte zwischen „ambulant“ und „stationär“ zu knüpfen und zu vertiefen, als äußerst wichtig erachtet und dementsprechend gut angenommen. Die Mehrzahl der Besucher, die sich an der Evaluation der Veranstaltung beteiligt hatten, gab an, dass die Möglichkeit, die Fachmesse zu besuchen, der oder zumindest ein wichtiger Grund war, zum Fachkongress zu kommen.
(Wi)

 

Lesen Sie dazu mehr hier...

6. Kurz gemeldet

6.1. Niederlande: Poker ist kein Glücksspiel

Poker gilt in den Niederlanden ab sofort nicht mehr als Glücksspiel. Da es beim Texas Holdem weniger auf Glück als auf die Fähigkeiten des Spielers ankomme, stufte der Gerichtshof in Den Haag es als Geschicklichkeitsspiel ein und sprach zwei Pokerturnier-Veranstalter vom Vorwurf der "Durchführung von illegalem Glücksspiel" frei.
(Sa)

 

Lesen Sie dazu mehr...

  

 

6.2. Hessen: Lotto Online-Spielen erlaubt?!

Lotto Hessen führt ein neues Online-Tippverfahren ein. Durch den neuen E-Brief der Deutschen Post können hessische Lottospieler ihre Tipps künftig auch über das Internet abgeben. Diese Spielmöglichkeit wurde schon im Vorfeld stark kritisiert. So reichte der Fachbeirat Glücksspielsucht gegen das hessische Innenministerium bereits Klage ein.
(Sa)

 

Lesen Sie dazu mehr...

 

 

Weitere Informationen zur Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern finden Sie auf unserer Homepage unter  www.lsgbayern.de

 

Für Rückfragen können Sie uns jederzeit per E-Mail oder telefonisch erreichen.

Wenn Sie unseren Newsletter weiter empfehlen möchten, klicken Sie bitte hier.

 

Redaktion: Vanessa Irles-Garcia (Ir-Ga), Monika Sassen (Sa), Susanne Winter (Wi).

 

Mit freundlichen Grüßen aus München

Andreas Czerny

Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern


Impressum

Weitere Informationen zur Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern finden Sie auf unserer Homepage unter www.lsgbayern.de. Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns weiterempfehlen. Wenn Sie Anregungen, Lob oder Kritik haben, wenden Sie sich doch bitte an  vanessa.irles-garcia@lsgbayern.de.

 

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Geschäftsstelle
Geschäftsführung: Franz Dobler
Edelsbergstraße 10
80686 München

Telefon: 089/ 55 27 359 0
Fax: 089/ 55 27 359 22
 info@lsgbayern.de

www.lsgbayern.de



Träger der Landesstelle:

 

Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

 

IFT Institut für Therapieforschung


Betreiberverein der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V.

Sitz: München
Registergericht: München
Register: VR 201570

 

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 10 Absatz 3 MDStV:

Franz Dobler

 

Alle Angaben ohne Gewähr. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

 

Sollten Sie keine Informationen mehr wünschen, können Sie hier Ihr Abonnement beenden.