LSG Newsletter 7/2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Newsletter-AbonnentInnen,

im dritten Newsletter der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern 03 / Juli 2009 möchten wir Ihnen das Programm unseres anstehenden Symposiums vorstellen und Sie zu diesem herzlich einladen. Zudem informieren wir Sie über aktuelle Projekte der Landesstelle Glücksspielsucht und geben Ihnen die neuesten Termine unserer Fortbildungsveranstaltungen bekannt.

Des Weiteren stellen wir Ihnen unsere neue Rubrik „Kurz gemeldet“ vor, in der wir über aktuell relevante Gerichtsurteile und die neuesten Entwicklungen im Glücksspielbereich berichten. Unsere Literaturreferate beinhalten in diesem Newsletter zwei Artikel zu den Themen „Inanspruchnahme formeller Hilfen“ und „Kontrolliertes Spielen als Behandlungsziel“.


Inhalt

  1. Symposium – Ein Jahr Landessstelle Glücksspielsucht in Bayern
  2. Aktion Jugendschutz ist neuer Unterauftragnehmer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
  3. Supervisionsangebote für die Beratungsstellen des Kompetenznetzwerkes
  4. Erstes Treffen des „Betroffenenbeirates Pathologisches Glücksspielen“
  5. Neue Gruppenangebote der Fachstellen Glücksspielsucht
  6. Fortbildungsveranstaltungen 2009 der Landesstelle Glückspielsucht in Bayern

    • Basis- und Aufbauschulungen
    • Vortragsreihe
      „Von Börsenhelden, Pokerstars und Lottoträumern – Glücksspiele im gesellschaftlichen Kontext"

  7. Kurz gemeldet
  8. Literaturreferate

    • „Die Inanspruchnahme formeller Hilfen durch Menschen mit problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten“
    • „Kann kontrolliertes Spielen ein mögliches Ziel in der Behandlung pathologischer Glücksspieler sein?“


1. Symposium – Ein Jahr Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern

Zum einjährigen Bestehen der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern findet am 28.07.2009 das Symposium „Ein Jahr Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ in München statt.

Neben einem Rückblick zu den Aktivitäten der Landesstelle werden ausgewählte ExpertInnen einen Einblick in die Versorgungssituation in Bayern geben und eine Zwischenbilanz nach 18 Monaten Glücksspielstaatsvertrag ziehen. Im Anschluss daran finden drei parallele Workshops zu den Themen Beratungspraxis, Schuldenmanagement und Spielautomaten statt. Im Vorfeld der Veranstaltung wird der Autor Alexander Schuller eine Lesung aus seinem autobiographischen Buch „Jackpot – Aus dem Leben eines Spielers“ halten. Die Lesung wird gegen 12:00 Uhr im Anschluss an die Pressekonferenz beginnen. Nach der Lesung besteht die Möglichkeit, mit dem Autor über sein Buch und seine Erfahrungen zu sprechen.

Detaillierte Informationen und das Programm finden Sie hier.

2. Aktion Jugendschutz ist neuer Unterauftragnehmer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern

Seit Mai 2009 hat die Aktion Jugendschutz als Unterauftragnehmer der Landesstelle Glücksspielsucht den Aufgabenbereich der Prävention bei Jugendlichen übernommen. Schwerpunkt wird sein, praxisorientierte Materialien zu entwickeln und zu vertreiben, die sich für den Einsatz in Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule eignen und diese in bewährte Programme der Suchtprävention zu implementieren.

3. Supervisionsangebote für die Beratungsstellen des Kompetenznetzwerkes

In einer 12-wöchigen Pilotphase ab dem 01. April 2009 bietet die BAS e.V. im Rahmen der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern kostenfreie Supervisionsmöglichkeiten für Mitglieder des Kompetenznetzwerks Glücksspielsucht in unterschiedlichen Intensitätsmodulen an.

Als Supervisorin konnte dafür Dipl.-Psych. Eva Korell (Psychologische Psychotherapeutin) gewonnen werden, die über mehrjährige Erfahrung im Bereich der Spielerbehandlung verfügt.

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4. Erstes Treffen des Betroffenenbeirates "Pathologisches Glücksspielen“

Anfang Mai traf sich der von der Landesstelle Glücksspielsucht ins Leben gerufene „Betroffenenbeirat Pathologisches Glücksspielen“ zur ersten Sitzung dieses Jahres, um Betroffene zu Wort kommen zu lassen.

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5. Neue Gruppenangebote der Fachstellen Glücksspielsucht

Seit Anfang dieses Jahres wächst die Anzahl der neu gegründeten Gruppen bei den Fachstellen der Landesstelle Glücksspielsucht. Aufgrund des gestiegenen Bedarfs bieten bereits jetzt neun der zwanzig Fachstellen betreute Gruppen für pathologische Glücksspieler an. Darunter fallen die Fachstellen Bayreuth, Landshut, Memmingen, München, Neu Ulm, Pfaffenhofen, Rosenheim, Schweinfurt und Würzburg. In Rosenheim konnte aufgrund der vermehrten Anfragen von Angehörigen Anfang Mai auch eine Gruppe für Angehörige angeboten werden.

Alle Informationen zu den Gruppenangeboten in Bayern finden Sie hier.

6. Fortbildungsveranstaltungen 2009 der Landesstelle Glückspielsucht in Bayern

Im ersten Halbjahr 2009 wurden mit dem Fortbildungsangebot der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern, durchgeführt von der BAS e.V., bereits über 120 MitarbeiterInnen von Fach- und Beratungsstellen, ÄrztInnen und TherapeutInnen sowie Mitglieder von Selbsthilfegruppen erreicht. Neben der klassischen Basisschulung fanden Aufbauschulungen statt. Das Angebot wurde durch die Vortragsreihe erweitert, die neben dem Fachpublikum auch die Allgemeinbevölkerung anspricht und über spezielle Themen im Bereich des Glücksspielens aufklärt.

Im zweiten Halbjahr wird dieses Angebot weitergeführt und durch das Symposium „Ein Jahr Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ ergänzt.

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7. Kurz gemeldet

7.1. Die Misere der Spielbanken – Rien ne va plus, nichts geht mehr.

Die goldenen Zeiten der Spielkasinos sind Vergangenheit.

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7.2. Verbot von Internet-Glücksspiel durch Verwaltungsgericht bestätigt

Das Verbot der Veranstaltung und Vermittlung öffentlicher Glücksspiele im Internet (GlüStV, § 4 Abs. 4) sowie Werbung für solches Glücksspiel wurde durch das Düsseldorfer Verwaltungsgericht bestätigt.

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7.3. Werbung mit Jackpot verboten

Das Oberlandesgericht Koblenz entschied, dass die rheinland-pfälzische Lottogesellschaft nicht mehr mit einem möglichen Höchstgewinn ("Jackpot") für das Lotto "6 aus 49" werben darf.

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7.4. Hausverlosung leicht gemacht: Wie verlose ich ein Haus

Statt Verkauf ist derzeit die Verlosung von Wohneigentum durch private Anbieter weit verbreitet.

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7.5. Kritik an TV-Gewinnspielen

Der Deutsche Kinderschutzbund kritisiert die neue Gewinnspielsatzung der Landesmedienanstalten.

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8. Literaturreferate

8.1. „Die Inanspruchnahme formeller Hilfen durch Menschen mit problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten“

Es gibt derzeit noch keine klare Datenlage über das tatsächliche Ausmaß an pathologischem und problematischem Glücksspiel in Deutschland. Trotzdem kann man von einem großen Missverhältnis zwischen der Häufigkeit des Auftretens und der Inanspruchnahme ambulanter oder stationärer Hilfe ausgehen. Der vorliegende Artikel befasst sich mit möglichen Gründen für dieses Missverhältnis.

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8.2. „Kann kontrolliertes Spielen ein mögliches Ziel in der Behandlung pathologischer Glücksspieler sein?“

Vor dem Hintergrund der niedrigen Inanspruchnahme von Therapien befasst sich der zweite Artikel mit dem Behandlungsziel „kontrolliertes Spielen“ als mögliche Alternative zur Abstinenz. Dahinter steht die Vermutung, dass mit diesem Behandlungsziel auch Personen erreicht werden können, die vor der Entscheidung zur Abstinenz zurückschrecken.

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Weitere Informationen zur Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern finden Sie auf unserer Homepage unter www.lsgbayern.de

Für Rückfragen können Sie uns jederzeit per E-Mail oder telefonisch erreichen.

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Mit freundlichen Grüßen aus München

Andreas Czerny

Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern