Kernaufgaben der LAGFW-BV im Rahmen der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern:

  • Geschäftsstelle der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern

Die Geschäftsstelle der LSG, wird rechtlich von einem Betreiberverein der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege getragen, an der Fachstellen und ein Kompetenznetwerk angebunden sind.  Ziel der Landesstelle Glücksspielsucht ist der Ausbau und die Optimierung der Versorgungsstruktur für behandlungsbedürftige Spieler mittels Erweiterung des fachlichen Beratungsangebotes sowie Aufbau und Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung in der Fläche; Integration der Fachstellen in die bestehenden Suchthilfestrukturen bei gleichzeitiger Bedienung der Schnittstellen zum übrigen Hilfesystem. 

 

 - Aufbau und Betreuung der Fachstellen der Landesstelle Glücksspielsucht

im Zuge der Neugründung der „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ wurden bayernweit 24 halbe Stellen für die Beratung und Behandlung von Personen mit Glücksspielproblemen geschaffen. Der Frei­staat hat dazu 22 Suchtberatungsstellen zu speziellen Spielsucht-Anlaufstellen ausgebaut. Die Mitarbeiter werden entsprechend qualifiziert und fortgebildet. Aufgabenbereiche der Praxis­stellen sind Informationsangebote, Prävention, Beratung, Vermittlung, Kooperation und Ver­netzung. Die Stellen sind an die Psychosozialen Suchtberatungsstellen angebunden. Sie befinden sich in allen bayerischen Regierungsbezirken und zwar in Mittelfranken Niederbayern, Oberbayern, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben und Unterfranken.

- "Kompetenznetzwerk Glücksspielsucht"

Um die Qualität des Beratungsangebotes in Bayern zu optimieren und langfristig auf hohem Niveau sicherzustellen, hat die „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ 42 weiteren Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe die Möglichkeit zur Qualifizierung und engen Kooperation geboten. Zusammen mit den Fachstellen sind aktuell 64 Suchthilfeeinrichtungen im „Kompetenznetzwerk Glücksspielsucht“ zusammengeschlossen, die sich gemeinsam einer flächendeckenden Versorgung widmen. Von der „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ werden deren Mitarbeiter geschult, erhalten Materialien, Supervision und fachliche Begleitung. Betroffene und deren Angehörige erhalten hier dadurch ein besonders qualifiziertes Beratungsangebot.

 

  • Initiierung und Begleitung der Umsetzung von ambulanter Rehabilitation

Initiierung und fachliche Begleitung der Anerkennung der Suchtberatungsstellen bei den Sozialversicherungsträgern im Rahmen der ambulanten Rehabilitation für Glücksspielsüchtige

 

  • Vernetzung mit weiteren Angeboten im psychosozialen und medizinischen Bereich

Aufbau von Netzwerken zur Versorgungsoptimierung unter Berücksichtigung der Belastungen in den familiären Beziehungen und der finanziellen Probleme pathologischer Glücksspieler; ganzheitliche Beratung und Behandlung der Betroffenen

 

  • Aufbau und Koordination von Selbsthilfe

Quantitative Erweiterung und Vernetzung der Selbsthilfeangebote im Bereich Glücksspielsucht (unter Berücksichtigung der speziellen Zielgruppe zur langfristigen Sicherung der Behandlungserfolge)

 

  • Prävention (an der Schnittstelle Primär- und Sekundärforschung)

Bereitstellung von glücksspielspezifischen Präventionsangeboten und Angeboten zur Förderung der sozialen Kompetenz (insbesondere für Risikogruppen)