Literaturreferate der BAS

2021

Das Literaturreferat fasst die Ergebnisse einer systematischen Literaturanalyse zum Gefährdungspotenzial von Online-Glücksspiel zusammen.

Quelle:

Hayer, T., Girndt, L., & Kalke, J. (2019). Das Gefährdungspotenzial von OnlineGlücksspielen: Eine systematische Literaturanalyse. Bremen: Universität Bremen.

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Das Literaturreferat fasst die Ergebnisse einer Studie zum Zusammenhang zwischen Gaming und Gambling bei Jugendlichen zusammen.

Quelle:

Kristiansen, S., Severin, M. C. (2020). Loot box engagement and problem gambling among adolescent gamers: Findings from a national survey. Addictive Behaviors, 103(2020), 106254.

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Das Literaturreferat fasst die Ergebnisse eines narrativen Reviews zum Gefährdungspotenzial insbesondere durch Live-Sportwetten zusammen.

Quelle:

Hayer, T., & Kalke, J. (2021). Sportwetten: Spielanreize und Risikopotenziale. Suchttherapie, 22 (01), 11-18. doi: 10.1055/a-1303-7278 .

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Das Literaturreferat gibt einen Überblick über die Einschätzung der Chancen und Risiken des neuen Glücksspielstaatsvertrags aus der Perspektive der Forschung.

Quelle:

Hayer, T., (2020). Neuer Glücksspielstaatsvertrag – Chancen und Risiken. SuchtAktuell, 27 (2), 55-59.

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2020

Dieses Literaturreferat fasst die Ergebnisse einer experimentellen Studie zur Darstellung von spielrelevanten Informationen und deren Einfluss auf die Entscheidungsfindung zusammen.

Quelle:
Walker, A. C., Stange, M., Dixon, M. J., Koehler, D. J., & Fugelsang, J. A. (2019). Graphical depiction of statistical information improves gambling-related judgments. Journal of Gambling Studies, 35 (3), 945–968.

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Dieses Literaturreferat fasst die Ergebnisse einer Studie zum Thema, welche Faktoren dazu beitragen, dass Spielerinnen und Spieler ohne Behandlung genesen, zusammen.

Quelle: 

Bischof, A., Bischof, G., Meyer, C., John, U., Hodgins, D. C., & Rumpf, H.‑J. (2020). Untreated pathological gamblers: who recovers and who does not? International Gambling Studies, 20(2), 200–213.

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Das erste Literaturreferat fasst die Ergebnisse einer Studie zur Frage, wie Partner die Spielgewohnheiten ihres spielenden Partners beeinflussen können, zusammen.

Quelle:

Côté, M., Tremblay, J., Jiménez-Murcia, S., Fernàndez-Aranda, F., & Brunelle, N. (2020). How Can Partners Influence the Gambling Habits of Their Gambler Spouse? Journal of Gambling Studies, 36(3), 783–808.

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2019

Das Literaturreferat stellt zwei Studien vor, die sich mit dem Thema Glücksspiel bei Jugendlichen befassen. Die erste vorgestellte Studie analysiert problematisches Glücksspielverhalten von Jugendlichen in Deutschland. Die zweite Untersuchung bietet Erkenntnisse zum Zusammenhang der regelmäßigen Nutzung von Glücksspielsimulationen und dem späteren Glücksspielverhalten mit Geldeinsatz.

Quellen:
Giralt, S, Müller K, Beutel M, Dreier M, Duven E, Wölfling K (2018): Prevalence, Risk Factors, and Psychosocial Adjustment of Problematic Gambling in Adolescents: Results from Two Representative German Samples. Journal of Behavioral Addictions 7, Nr. 2 (Juni 2018): 339–347. doi: 10.1556/2006.7.2018.37.

Hayer, T, Jens Kalke J, Gerhard Meyer G, Brosowski T (2018): Do Simulated Gambling Activities Predict Gambling with Real Money During Adolescence? Empirical Findings from a Longitudinal Study. Journal of Gambling Studies 34, Nr. 3 (1. September 2018): 929–947. doi: 10.1007/s10899-018-9755-1.

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Bei diesem Literaturreferat handelt es sich um eine Zusammenfassung von Befunden zur Assoziation von pathologischem Glücksspiel mit Suizidgedanken und -versuchen unter Berücksichtigung von psychiatrischer Komorbidität.

Quelle:

Bischof A., Bischof G., Meyer C., Orlowski S., Brandt D., Trachte A., Wurst F. M., John J., Rumpf H.-J. (2019): Suizidalität bei Menschen mit pathologischem Glücksspiel. Suchttherapie 2019. doi: 10.1055/a-0899-730.

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Das Ziel dieser Studie bestand darin, Unterschiede in der Spielmotivation bei Männern und Frauen unter der Berücksichtigung des Gefährdungsstatus zu untersuchen. Auch wurde unter Berücksichtigung des Gefährdungsstatus verglichen, ob sich die Spielmotivation für verschiedene Glücksspielarten unterscheidet.

Quelle:

Flack M., Stevens M. (2018): Gambling motivation: comparisons across gender and preferred activity. International Gambling Studies. doi: 10.1080/14459795.2018.1505936.

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In dieser Metaanalyse wurde die Wirksamkeit von selbst durchführbaren Behandlungstypen und die der persönlichen Behandlung durch einen Therapeuten verglichen.

Quelle:

Goslar M, Leibetseder M, Muench H M et al. (2017): Efficacy of face-to-face versus self-guided treatments for disordered gambling: A meta-analysis. Journal of Behavioral Addicitons. doi:10.1556/2006.6.2017.034.

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2017

Das Literaturreferat stellt eine spanische Studie vor, die sich mit den kognitiven Verzerrungen sowie Aspekten der Impulsivität bei Glücksspielerinnen und Glücksspielern mit einer Präferenz für unterschiedliche Glücksspiele befasst.

Quelle:

Navas, J., Billieux, J., Perandrés-Gómez, A., López-Torrecillas, F., Cándido, A., & Perales, J. (2017). Impulsivity traits and gambling cognitions associated with gambling preferences and clinical status, International Gambling Studies, DOI: 10.1080/14459795.2016.1275739

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2016

Das Literaturreferat befasst sich dieses Mal mit dem Zusammenspiel von Merkmalen der Person und des Kontextes, die zu einer Entwicklung von problematischem Glücksspielverhalten führen können. Die Verteilung der Merkmale Anteil der jungen Erwachsenen (15-29 Jahre), Anteil der Männer, Schulabschluss (Abitur), Familienstand (verheiratet), Migrationshintergrund und Arbeitslosigkeit sowie die Anzahl der Spielautomaten und der Konzessionen wurde regional in 244 Gemeinden Baden-Württembergs geprüft. Die Ergebnisse dieser erstmals in Deutschland durchgeführten Untersuchung liefern Hinweise darauf, dass es sinnvoll ist, die Spielautomatendichte in Regionen, in denen eine erhöhte Arbeitslosenquote vorliegt, zu verringern und weitere Präventionsmaßnahmen zu treffen, um diese Personengruppe zu schützen.

Quelle:

Xouridas S, Jasny J, Becker T (2016). An Ecological Approach to Electronic Gambling Machines and Socioeconomic Deprivation in Germany. Journal of Gambling Issues 33: 82-102.

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Das Literaturreferat beschäftigt sich mit der Evaluation des deutschen Kurzfragebogens für suchtbelastete Familienmitglieder SQFM-AA (Version Glücksspiel). Mit dem Kurzfragebogen werden der Einfluss der Problematik, verschiedene Bewältigungsstile, psychische und physische Symptome sowie soziale Unterstützung mitbetroffener Familienangehöriger erfasst. Damit lassen sich relevante Bereiche für Therapie und Beratung identifizieren und die Behandlungsplanung verbessern.

Quelle:

Buchner UB, Koytek A, Fischer UC, Wodarz N, Wolstein J (2016) Psychometrische Evaluation des deutschen Kurzfragebogens für suchtbelastete Familienmitglieder SQFM-AA (Version Glücksspiel) Psychometric Evaluation of the German Version of the Short Questionnaire for Family Members – Affected by Addiction SQFM-AA (Gambling). Psychother Psych Med 66: 155-162.

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2015

Das Literaturreferat stellt aktuelle Zahlen zur Prävalenz der „Störung von Spielen durch Internetspielen“ (Internet Gaming Disorder) nach DSM-5 bei Jugendlichen vor. Auch in dieser Untersuchung zeigen sich negative Auswirkungen auf schulische Leistungen sowie eine höhere Prävalenz bei Jungen als bei Mädchen. Allerdings zeigt sich eine im Vergleich mit früheren Untersuchungen niedrigere Prävalenz.

Quelle:

Rehbein F, Kliem S, Baier D, Mößle T, Petry NM (2015). Prevalence of internet gaming disorder in German adolescents: diagnostic contribution of the nine DSM-5 criteria in a state-wide representative sample. Addiction 110: 842-851.

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Das Literaturreferat befasst mit Inanspruchnahme von stationärer Versorgung sowie den Strukturmerkmalen der Einrichtungen in Deutschland. Dabei zeigt sich ein fortlaufender Anstieg der Behandlungszahlen. Das Versorgungssystem an sich wird von ExpertInnen sehr heterogen eingestuft, auch unterscheiden sich die Einrichtungen bezüglich verschiedener Strukturmerkmale.

Quelle:

Buchner UG, Erbas B, Stürmer M, Arnold M, Wodarz N, Wolstein J (2015). Inpatient treatment for pathological gamblers in Germany – setting, utilization and structure. Journal of Gambling Studies 31(1): 257- 279.

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2014

Das Literaturreferat befasst sich diesmal mit einem Review, der doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studien der vergangenen zehn Jahren zu pharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten für Personen mit pathologischem Glücksspielen (PG) untersucht. Dabei handelt es sich um Antidepressiva, Opioid-Antagonisten, Stimmungsstabilisierer, atypische Antipsychotika oder andere Wirkstoffe. Aus den inzwischen 18 Studien geht hervor, dass bestimmte Medikationen bei der Behandlung von PG hilfreich sein können.

Quelle:

Grant JE, Odlaug BL, Schreiber LRN (2013). Pharmacological treatments in pathological gambling. British Journal of Clinical Pharmacology, 77(2): 375-381.

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Das Spielen von Computerspielen wird mit einem problematischen oder "süchtigen" Verhalten in Verbindung gebracht. Bisherige Studien wurden aus verschiedenen Gründen kritisiert, beispielsweise bezüglich der verwendeten Instrumente oder aufgrund der genutzten Stichprobe. Daher wird in der vorliegenden repräsentativen Studie (N = 4.382) mit dem Game Addiction Scale (GAS) ein etabliertes Instrument zur Erfassung der problematischen Computerspielnutzung verwendet. Es fanden sich sehr geringe Raten an problematischer Computerspielnutzung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland, wobei ein hoher Score auf der GAS mit einer intensiven Nutzung und verschiedenen problematischen Aspekten wie niedrigerer Selbstwirksamkeitserwartung, niedrigerer allgemeiner Lebenszufriedenheit und niedrigerer wahrgenommener sozialer Unterstützung assoziiert ist.

Quelle:

Festl R, Scharkow M, Quandt T (2012). Problematic computer use among adolescents, younger and older adults. Addiction 108: 592-599.

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2013

Angehörige problematischer und pathologischer Glücksspieler leiden unter den sozialen, psychischen und ökonomischen Auswirkungen der Erkrankung. In vielen Bereichen ähneln ihre Probleme denen Angehöriger substanzabhängiger Drogen. Das Entlastungstraining für Angehörige problematischer und pathologischer Glücksspieler – psychoedukativ (ETAPPE) wurde daher als Angebot für diese Zielgruppe entwickelt und evaluiert. Nach der Teilnahme am Programm nimmt die Belastetheit signifikant ab. ETAPPE greift die Themen auf, die von den Angehörigen problematischer und pathologischer Glücksspieler als besonders belastend erlebt werden. Die hohe Haltequote und die persönlichen Rückmeldungen der Teilnehmer sind ein weiterer Beleg dafür, dass es sich lohnt, diesen Ansatz in der Arbeit mit Angehörigen zu nutzen.

Quelle: Buchner UG, Arnold M, Koytek A, Gollrad T, Wodarz N (2012). Nicht nur Spieler brauchen Hilfe – Ergebnisse einer Pilotstudie zum Angehörigenprojekt ETAPPE. PPmP 62: 383-389.

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Epidemiologische Studien zeigen, dass Tabakabhängigkeit häufig mit problematischem Glücksspielverhalten auftritt. Außerdem haben Zigarettenraucher im Vergleich zu Nichtrauchern eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit, problematische Glücksspieler zu werden. Daher wird überprüft, ob Rauchen mit einer größeren Spielbeteiligung, einem höheren PGSI-Wert (Problem Gambling Severity Index), einer Beteiligung an risikoreicheren Formen des Glücksspiels und einer Erhöhung positiver oder einer Verringerung negativer Affekte einhergeht. 

Quelle:

McGrath DS, Barrett SP, Stewart SH, McGrath PR (2012). A Comparison of Gambling Behavior, Problem Gambling Indices, and Reasons for Gambling Among Smokers and Nonsmokers Who Gamble: Evidence from a Provincial Gambling Prevalence Study. Nicotine & Tobacco Research 14 (7): 833-839.

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2012

Das Literaturreferat stellt eine französische Untersuchung zur Verbreitung von Glücksspielproblemen unter Personen, die wegen Alkoholproblemen in Behandlung sind.

Quelle:

Nalpas B, Yguel J, Fleury B, Martin S, Jarraus D, Craplet M (2011). Pathological gambling in treatment-seeking alcoholics: a national survey in France. Alcohol and Alcoholism 46 (2): 156-160.

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Obwohl etwa ein Drittel der pathologischen Glücksspieler weiblich ist, findet sich im therapeutischen Setting nur ein geringer Anteil Frauen. Vermutlich leiden weibliche pathologische Glücksspielerinnen noch weitaus mehr als Männer unter Schuld- und Schamgefühlen sowie den damit verbundenen Normverstößen. Pathologische Glücksspielerinnen beginnen – verglichen mit den männlichen – später zu spielen und sind dementsprechend während der Therapie im Schnitt älter. Die Entwicklung vom sozialen Spielen hin zum pathologischen Glücksspielen vollzieht sich bei Frauen allerdings signifikant schneller. Zudem findet sich bei pathologischen Glücksspielerinnen – sowohl verglichen mit der Normalbevölkerung als auch mit pathologischen Glücksspielern – deutlich mehr körperlicher und sexueller Missbrauch.

Quelle:

Vogelgesang M (2010). Traumata, traumatogene Faktoren und pathologisches Glücksspielen. Genderspezifische Analyse. Psychotherapeut 55: 12-20.

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Es gibt Belege, dass Erwachsene mit ADHS unter einem 2-4-mal so hohen Risiko leiden, eine Substanzstörung zu entwickeln. Auch bei pathologischen Glücksspielern findet sich häufig ADHS. Daher wird in der hier vorliegenden Studie die Häufigkeit von ADHS bei behandlungssuchenden Glücksspielern in spezialisierten Einrichtungen erfasst. Geklärt werden soll, ob sich bei diesen Patienten Unterschiede aufgrund einer Vorgeschichte ADHS in Bezug auf den Ausprägungsgrad verschiedener Variablen (soziodemographische Variablen, Schweregrad PG, allgemeiner Schweregrad der Psychopathologie, Ausprägung und Typ der Impulsivität) finden.

Quelle:

Grall-Bronnec M, Wainstein L, Augy J, Bouju G, Feuillet F, Vénisse J-L, Sébille-Rivain V (2011). Attention Deficit Hyperactivity Disorder among patholgical and at-risk gamblers seeking treatment: A hidden disorder. European Addiction Research 17: 231-240.

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2011

Die Studie präsentiert aktuelle Ergebnisse zu Prävalenz und Häufigkeit der Glücksspielteilnahme, glücksspielbezogene Störungen und Risikofaktoren bei Erwachsenen in Deutschland. 

Quelle:

Sassen, M., Kraus, L., Bühringer, G., Pabst, A., Piontek, D., & Taqi, Z. (2011). Gambling among adults in Germany: Prevalence, disorder and risk factors. Sucht, 57(4), 249-257.

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Häufig dient das Glücksspielen entweder der Belohnung oder wird als Entlastung von negativen emotionalen Zuständen empfunden. Als Motive für das Spielen nennen Betroffene häufig Geldgewinn, Aufregung, intrinsisches Vergnügen, soziale Verstärker, Flucht vor Stress oder die Bewältigung von unangenehmen Ereignissen. Problematische oder pathologische Spieler sind aufgrund ihrer Mehrfachbelastung mit anderen psychischen Störungen wie einer Depression oder einer bipolaren Störung besonders häufig mit starken negativen Emotionen belastet, von denen das Spielen ablenken soll. In einer Studie an Online-Glücksspielern wurde untersucht, ob die zentralen affektiven Erfahrungen einer bipolaren Störung – Manie und Depression – unterschiedliche Auswirkungen auf die Motivationslage bezogen auf das Glücksspielen haben. 

Quelle:

Lloyd J, Doll H, Hawton K, Dutton WH, Geddes JR, Goodwin GM, Rogers RD (2010). How psychological symptoms relate to different motivations for gambling: an online study of internet gamblers. Biological Psychiatry. 68: 733-740.

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In dem Artikel, der online im englischen Original im Journal of Gambling Studies erschien, untersuchen die Autoren die Effektivität der Spielerselbstsperre. Dazu wurden 152 Spielbanken-Spieler (die sich jeweils selbst zur Sperre entschlossen hatten) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einer schriftlichen Erhebung untersucht. Eine Teilstichprobe davon (31 Personen) wurde über eine Zeit von einem Jahr im Längsschnitt (nach einem, 6 bzw. 12 Monaten) wiederholt befragt.

Die Befragung zeigt, dass die Betroffenen unter großer Anspannung stehen und eine relativ große Veränderungsbereitschaft zeigen. Die Entscheidung, sich selbst sperren zu lassen, fällt meist mit dem Zeitpunkt zusammen, an dem diese Schwierigkeiten am größten sind. Über längere Sicht wurden einige Hinweise auf eine deutliche Verbesserung in der psychosozialen Situation der Betroffenen gefunden.

Quelle

Hayer, T., & Meyer, G. (2011). Self-exclusion as a harm minimization strategy: Evidence for the casino sector from selected European countries. Journal of Gambling Studies, 27 (4), 685-700.

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2010

Unter Gambling Involvement versteht man das Involviertsein, die Verstrickung in das Glücksspielen. Beim British Gambling Prevalence Survey 2007 wurde dies durch die Anzahl der Spielarten ausgedrückt, die ein Betroffener im Laufe eines Jahres spielte. Für diesen Survey wurden über 9000 Erwachsene aus der Normalbevölkerung zu ihrem Spielverhalten und zu etwaigen Symptomen pathologischen Glücksspielens befragt. LaPlante et al. untersuchten, welche der Befragten drei oder mehr Symptome zeigten. Dabei fanden sie Hinweise darauf, dass nicht die Art des Spiels (z. B. Lotto vs. Online-Wetten), sondern die Anzahl der gespielten Spielarten (also das Involviertsein) eines Betroffenen vorhersagte, ob dieser ein problematisches Spielverhalten zeigt oder nicht.

Quelle:

LaPlante, D. A., Nelson, S. E., LaBrie, R. A., & Shaffer, H. J. (2009). The relationships between disordered gambling, type of gambling, and gambling involvement in the British Gambling Prevalence Survey 2007. European Journal of Public Health, epub ahead of print

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Pathologisches Glücksspielen ist ein heterogenes Krankheitsbild mit unterschiedlicher Ausprägung im Phänotyp. Wann die Erkrankung beginnt, hängt vermutlich von komplexen neurobiologischen, psychosozialen und genetischen Einflüssen ab. In einer Studie wird der Frage nachgegangen, ob je nach unterschiedlichem Alter bei Beginn auch das klinische Erscheinungsbild der Erkrankung variiert.

Quelle

Grant JE, Kim SW, Odlaug BL, Buchanan SN & Potenza MN. Late-onset pathological gambling. Clinical correlates and gender differences (2009). Journal of Psychiatric Research 43: 380-387.

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2009

Eine Reihe von Studien konnte belegen, dass die Prävalenzen für Glücksspiel bei Jugendlichen höher sind als bei Erwachsenen. Doch wie verändert sich das Glücksspielverhalten über die Zeit? Ist das Glücksspielen bei Jugendlichen ein Prädiktor für eine spätere Glücksspielproblematik? 

Quelle:

Delfabbro H, Winefield A, Anderson S (2009). Once a gambler – always a gambler? A longitudinal analysis of gambling patterns in young people making the transition from adolescence to adulthood. International Gambling Studies 9 (2): 151-163.

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Das Thema pathologische Internetnutzung ist derzeit in aller Munde. Die Problematik ist Schwerpunktthema der in Kürze stattfindenden Kooperationsveranstaltung. Doch was ist pathologische Internetnutzung eigentlich? Und wie ist der Stand der Forschung? 

Quelle:

Shaw M, Black D W (2008). Internet Addiction. Definition, Assessment, Epidemiology and Clinical Management. CHS Drugs 22 (5): 353-365.

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Es gibt derzeit noch keine klare Datenlage über das tatsächliche Ausmaß an pathologischem und problematischem Glücksspiel in Deutschland. Trotzdem kann man von einem großen Missverhältnis zwischen der Häufigkeit des Auftretens und der Inanspruchnahme ambulanter oder stationärer Hilfe ausgehen. Der vorliegende Artikel befasst sich mit möglichen Gründen für dieses Missverhältnis. 

Quelle: 

Laging M (2009). Die Inanspruchnahme formeller Hilfen durch Menschen mit problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten. Suchttherapie 10: 68-74.

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Vor dem Hintergrund der niedrigen Inanspruchnahme von Therapien befasst sich der zweite Artikel mit dem Behandlungsziel „kontrolliertes Spielen“ als mögliche Alternative zur Abstinenz. Dahinter steht die Vermutung, dass mit diesem Behandlungsziel auch Personen erreicht werden können, die vor der Entscheidung zur Abstinenz zurückschrecken.

Quelle: 

Ladouceur R, Lachance S, Furnier P-M (2009). Is control a viable goal in the treatment of pathological gambling? Behaviour Research and Therapy 47: 189-197.

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Durch den technischen Fortschritt werden Glücksspiele in Deutschland immer attraktiver und zugleich für immer mehr Personen zugänglich. Für den Anbieter solcher Spiele ist es ein lukratives Geschäft. Doch wie wirken sich die spezifischen Charakteristika dieser Spielform auf die Spieler aus?  

Quelle:

Hayer T, Bachmann M, Meyer G (2005). Pathologisches Spielverhalten bei Glücksspielen im Internet. Wiener Zeitschrift für Suchtforschung 28 (1/2): 29-41.

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Pathologisches Glücksspielen tritt häufig zusammen mit anderen psychischen Störungen auf. In der hier referierten Studie wird die zeitliche Abfolge der Störungen anhand von pathologischen Glücksspielern in stationärer Behandlung ermittelt, um Schlussfolgerungen auf potenziell ursächliche Faktoren ziehen zu können.  

Quelle:

Premper V, Schulz W (2008). Komorbidität bei Pathologischem Glücksspiel. Sucht 54 (3): 131-140.

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2008

Wie viele Menschen sind in Deutschland von riskantem oder süchtigem Glücksspiel betroffen? Gibt es dabei Unterschiede zwischen den verschiedenen Glücksspielformen?

Quellen:

Bühringer G, Kraus L, Sonntag D, Pfeiffer-Gerschel T, Steiner S (2007). Pathologisches Glücksspiel in Deutschland: Spiel- und Bevölkerungsrisiken. Sucht 53 (5): 296-308. Buth S, Stöver H (2008).

Glücksspielteilnahme und Glücksspielprobleme in Deutschland: Ergebnisse einer bundesweiten Repräsentativbefragung. Suchttherapie 9: 3-11. Orth B, Töppich J & Lang P (2008).

Glücksspielverhalten und problematisches Glücksspielen in Deutschland 2007. Ergebnisse einer Repräsentativbefragung. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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Mit der Frage, ob Lotto süchtig macht und ob es in Deutschland süchtige Lotto-Spieler gibt, beschäftigt sich die Studie von J. Kalke und Kollegen, die diesem Literaturreferat zu Grunde liegt. 

Quelle:

Kalke J, Verthein W, Neumann E., Haasen C (2008). Gibt es riskante oder süchtige Lotto-Spieler? Ergebnisse einer Befragung der Leiter von Annahmestellen. Suchtmedizin in Forschung und Praxis 9 (4): 223-227.

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In diesem Literaturreferat werden grundlegende Informationen über den Glücksspielstaatsvertrag gegeben und deren rechtliche und wirtschaftliche Auswirkungen auf den Glücksspielmarkt erläutert.  

Quelle:

Schütze C, Hiller P, Kalke J (2008). Glücksspielpolitik. Suchttherapie 9:119-129.

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