Hintergrund

In Deutschland ist der gesamte Glücksspielmarkt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Auf dem legalen deutschen Glücksspielmarkt (ohne Soziallotterien) wurde 2016 ein Umsatz (=Spieleinsätze) von 45,2 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert einem Anstieg um 6,3 Prozent. Insgesamt erreichten die Bruttospielerträge des regulierten deutschen Glücksspielmarktes ein Volumen von 12,064 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 615 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. 

Die Anzahl der aufgestellten Automaten in der Gastronomie und in Spielhallen hat sich 2016 um 3.000 Geräte auf insgesamt 264.000 nur leicht verringert. Rund 70 Prozent der Geräte befinden sich in den 14.877 Spielhallen (Konzessionen) an 9.102 Standorten (diese Angaben beziehen sich auf Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern).

Quellen: Jahrbuch Sucht, DHS, 2018 und Trümßer&Heimann, 2016

Nach der aktuellen, 2015 durchgeführten Prävalenzstudie der BZgA ist unter Berücksichtigung der Gesamtstichprobe (Festnetz- und Mobilfunkanschluss) bei 0,42% der bundesdeutschen Bevölkerung (241.000 Personen) ein problematisches und bei 0,37% (215.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar. 

Situation in Bayern:

Für Bayern ergibt sich unter Berücksichtigung der sechs aktuellsten Bevölkerungsumfragen (Sassen et al. 2011a, Meyer et al. 2011, BZgA 2012, 2014, Haß & Lang 2016, Banz & Lang 2017) eine geschätzte Zahl von 33.000 Personen mit pathologischem Glücksspielverhalten (Minimalschätzung 21.000, Maximalschätzung 65.000) sowie von 35.000 Personen (Minimalschätzung 16.000, Maximalschätzung 54.000), bei denen problematisches Glücksspielverhalten vorliegt

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