Hintergrund

In Deutschland ist der gesamte Glücksspielmarkt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Auf dem legalen deutschen Glücksspielmarkt (ohne Soziallotterien) wurde 2017 ein Umsatz (=Spieleinsätze) von 46,3 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert einem Anstieg um 2,5 Prozent. Insgesamt erreichten die Bruttospielerträge des regulierten deutschen Glücksspielmarktes ein Volumen von 12,239 Milliarden Euro.  

Die Anzahl der aufgestellten Automaten in der Gastronomie und in Spielhallen beläuft sich auf insgesamt 255.000. 

Quellen: Jahrbuch Sucht, DHS, 2019 und Trümßer&Heimann, 2016

Nach der 2017 durchgeführten Prävalenzstudie der BZgA ist unter Berücksichtigung der Gesamtstichprobe (Festnetz- und Mobilfunkanschluss) bei 0,56% der bundesdeutschen Bevölkerung (326.000 Personen) ein problematisches und bei 0,31% (180.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar. 

Situation in Bayern:

Für Bayern ergibt sich unter Berücksichtigung der sechs aktuellsten Bevölkerungsumfragen (Sassen et al. 2011a, Meyer et al. 2011, BZgA 2012, 2014, Haß & Lang 2016, Banz & Lang 2017) eine geschätzte Zahl von 33.000 Personen mit pathologischem Glücksspielverhalten (Minimalschätzung 21.000, Maximalschätzung 65.000) sowie von 35.000 Personen (Minimalschätzung 16.000, Maximalschätzung 54.000), bei denen problematisches Glücksspielverhalten vorliegt

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