Betreiberverein der LSG

Die Wohlfahrtsverbände und ihre angeschlossenen Organisationen unterhalten in Bayern rund 14.500 Facheinrichtungen und Projekte im sozialen Bereich. Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern zeichnet sich über Jahrzehnte hinweg als verlässlicher Partner im sozialen Bereich aus. Die Einrichtungen und Dienste in den verschiedensten Bereichen sind geprägt von Klientennähe, Praxisbezug, Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, fachübergreifender Vernetzung, Koordination von Unterstützung und Kooperation in regionalen Verbundstrukturen. Die verschiedenen Einrichtungen und Dienste der freien Wohlfahrtspflege bieten Hilfen aus einer Hand mit entsprechenden Synergieeffekten. Auf Grund der Erfahrungen in den Beratungsstellen wird der veränderte Bedarf zeitnah erkannt und innovativ darauf reagiert. Die Einrichtungen und Dienste der freien Wohlfahrtspflege in Bayern halten differenzierte Hilfeangebote vor, die sich am Abhängigen selbst und an seinem familiären und sozialen Umfeld orientieren. Grundsätze der Arbeit sind Freiwilligkeit, Vertraulichkeit (Schweigepflicht), Ganzheitlichkeit, Achtung der Individualität und Kooperation mit anderen Institutionen des Hilfesystems. 

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sind durch ihr Selbstverständnis dem Gemeinwohl verpflichtet. Sie sind deshalb an den Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit und Solidarität und am Gemeinsinn orientiert. In Deutschland haben die Verbände gegenüber den öffentlichen Trägern aufgrund des Subsidiaritätsprinzips einen gesetzlich verankerten Vorrang bei der Übernahme sozialer Dienste. Sie sehen, unabhängig von ihrer religiösen, weltanschaulichen oder politischen Tendenz, ihre Aufgaben in zweifacher Weise: als Anbieter sozialer Dienstleistungen und als Lobby für sozial Schwache.

 

Kontaktdaten der Mitarbeiterin finden Sie hier

 

Weitere Informationen: www.freie-wohlfahrtspflege-bayern.de

Aufgaben des Betreibervereins

Die Geschäftsstelle der LSG wird rechtlich von einem Betreiberverein der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege getragen, an der Fachstellen und ein Kompetenznetwerk angebunden sind.  Ziel der Landesstelle Glücksspielsucht ist der Ausbau und die Optimierung der Versorgungsstruktur für behandlungsbedürftige Spieler mittels Erweiterung des fachlichen Beratungsangebotes sowie Aufbau und Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung in der Fläche; Integration der Fachstellen in die bestehenden Suchthilfestrukturen bei gleichzeitiger Bedienung der Schnittstellen zum übrigen Hilfesystem. 

 

Aufbau und Betreuung der Fachstellen der Landesstelle Glücksspielsucht

im Zuge der Neugründung der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern wurden bayernweit 24 halbe Stellen für die Beratung und Behandlung von Personen mit Glücksspielproblemen geschaffen. Der Frei­staat hat dazu 22 Suchtberatungsstellen zu speziellen Spielsucht-Anlaufstellen ausgebaut. Die Mitarbeiter werden entsprechend qualifiziert und fortgebildet. Aufgabenbereiche der Praxis­stellen sind Informationsangebote, Prävention, Beratung, Vermittlung, Kooperation und Ver­netzung. Die Stellen sind an die Psychosozialen Suchtberatungsstellen angebunden. Sie befinden sich in allen bayerischen Regierungsbezirken und zwar in Mittelfranken Niederbayern, Oberbayern, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben und Unterfranken.

 

Kompetenznetzwerk Glücksspielsucht

Um die Qualität des Beratungsangebotes in Bayern zu optimieren und langfristig auf hohem Niveau sicherzustellen, hat die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern 42 weiteren Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe die Möglichkeit zur Qualifizierung und engen Kooperation geboten. Zusammen mit den Fachstellen sind aktuell 64 Suchthilfeeinrichtungen im Kompetenznetzwerk Glücksspielsucht zusammengeschlossen, die sich gemeinsam einer flächendeckenden Versorgung widmen. Von der „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ werden deren Mitarbeiter geschult, erhalten Materialien, Supervision und fachliche Begleitung. Betroffene und deren Angehörige erhalten hier dadurch ein besonders qualifiziertes Beratungsangebot.

 

Initiierung und Begleitung der Umsetzung von ambulanter Rehabilitation

Initiierung und fachliche Begleitung der Anerkennung der Suchtberatungsstellen bei den Sozialversicherungsträgern im Rahmen der ambulanten Rehabilitation für Glücksspielsüchtige

  • Vernetzung mit weiteren Angeboten im psychosozialen und medizinischen Bereich

Aufbau von Netzwerken zur Versorgungsoptimierung unter Berücksichtigung der Belastungen in den familiären Beziehungen und der finanziellen Probleme pathologischer Glücksspieler; ganzheitliche Beratung und Behandlung der Betroffenen

  • Aufbau und Koordination von Selbsthilfe

Quantitative Erweiterung und Vernetzung der Selbsthilfeangebote im Bereich Glücksspielsucht (unter Berücksichtigung der speziellen Zielgruppe zur langfristigen Sicherung der Behandlungserfolge)

  • Prävention (an der Schnittstelle Primär- und Sekundärforschung)

Bereitstellung von glücksspielspezifischen Präventionsangeboten und Angeboten zur Förderung der sozialen Kompetenz (insbesondere für Risikogruppen)

Hilde Rainer-Münch

Referat Sucht, Psychiatrie, Wohnungslosenhilfe, Straffälligenhilfe, Aids, Präventionsprojekt mindzone

Deutscher Caritasverband, Landesverband Bayern e.V

Vorständin im Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V.