Heute ist Safer Internet Day

Heute findet der Safer Internet Day (SID), den es bereits seit 2004 gibt, statt. Der von der Europäischen Union und dem europäischen Netzwerk der EU, INSAFE (lnternet Safety for Europe), ins Leben gerufene, weltweite Aktionstag steht für folgende Ziele:

•    die Sensibilität für das Thema „sicheres Internet“ zu fördern
•    Menschen aller Altersgruppen dazu zu bewegen, der Sicherheit im Internet mehr Aufmerksamkeit zu schenken
•    die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf das Thema „sicheres Internet“ zu lenken
•    ein aktives Wirken von Institutionen, Organisationen, Verbänden, Unternehmen, Initiativen, Schulen, Privatpersonen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene als Teil einer weltweiten Kampagne zu initiieren
•    über die internationale Kooperation im Rahmen des „Safer Internet Programme“ der Europäischen Kommission zu informieren und dafür zu werben
 

Auch die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) unterstützt den SID, indem sie auf die Gefahren hinweist, die von Online-Glücksspielen ausgehen. Da Online-Glücksspiel weitgehend unreguliert und unkontrolliert im Internet stattfindet, stellt es eine große Versuchung vor allem für junge Menschen dar, die heutzutage praktisch ständig mit dem Internet verbunden sind. Sei es über Computer und Laptops zu Hause oder unterwegs über Tablets und Smartphones. Vor allem Sportwetten sind für männliche Jugendliche von großem Interesse, da diese Zielgruppe glaubt, durch Wissen über Fußball und andere Sportarten bessere Chancen auf einen Gewinn zu haben. 

Die meisten Online-Glücksspiele wie Poker, Casinospiele oder Glücksspielautomaten sind in Deutschland (mit Ausnahme von Schleswig-Holstein) illegales Glücksspiel. Online-Sportwetten sind lediglich von den Regulierungsbehörden geduldet. Dagegen sind die Online-Glücksspielangebote der staatlichen Lotteriegesellschaften legal. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn es gibt etliche illegale „Zweitlotterien“ im Netz. Das Angebot sieht den legalen Lotterieangeboten verblüffend ähnlich, es handelt sich in Wirklichkeit aber um illegale Wetten auf die Ziehungen des Deutschen Lotto- und Totoblocks.

Einen wirksamen Schutz gegen illegales Online-Glücksspiel gibt es bislang kaum, denn die Anbieter haben ihren Sitz im Ausland. Und: Mit ihren zumeist seriös wirkenden und in deutscher Sprache gestalteten Websites erwecken die Anbieter den Eindruck von Legalität. Dies ist jedoch nur Schein. Wer auf solchen Seiten spielt, muss sich vorab informieren, ob es sich um legales Glücksspiel handelt. Andernfalls nimmt man an illegalen Glücksspielen teil. Dies bedeutet auch, dass man eventuell erzielte Gewinne im Streitfall nicht vor einem deutschen Gericht einklagen kann.

Unabhängig davon, ob legal oder illegal, haben Online-Glücksspiele ein hohes Suchtpotenzial. Um Menschen, die Probleme mit übermäßigem Glücksspielen entwickeln, zu helfen, hält die LSG zahlreiche Angebote in petto. Mit insgesamt vier Websites, die sich an jeweils unterschiedliche Zielgruppen richten, bietet die LSG ein umfassendes Informationsangebot im Internet:

Dort finden Betroffene und Angehörige unzählige Informationen zu den Themen Glücksspiel und Glücksspielsucht sowie Anlaufstellen für Hilfesuchende in Bayern und Deutschland. Auf der Website „Verspiel nicht dein Leben“ können sich Betroffene und Angehörige mittlerweile in 14 Sprachen über Glücksspielsucht informieren. Und auch in den sozialen Medien macht sich die LSG gegen Glücksspiel stark. Mit dem Facebook-Auftritt hat die LSG mit mittlerweile über 5.100 Likes einen der wichtigsten Auftritte in diesem Bereich geschaffen, der beinahe täglich mit neuen Hilfe-Angeboten, Infos rund ums Thema und interessanten Artikeln aus den Bereichen Forschung, Wissen und Praxis aufwartet. 

Des Weiteren bietet die LSG eine Online-Beratung in Deutsch und Türkisch sowie eine Telefonberatung in türkischer Sprache an.