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Glücksspielsucht: Daten & Fakten

Für die Mehrheit der Menschen stellt das Spielen um Geld eine unproblematische Form der Freizeitgestaltung dar. Bei einem Teil der Spielenden können sich jedoch im Laufe der Zeit Schwierigkeiten entwickeln, die bis zu einer manifesten Glücksspielsucht reichen. Solche Entwicklungen können erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen – darunter hohe Verschuldung, seelische und körperliche Belastungen sowie der Rückzug aus sozialen Beziehungen. Forschungsergebnisse zeigen, dass besonders schnelle Spielformen wie etwa Spielautomaten (slot machines) das höchste Risiko für die Entstehung eines problematischen Spielverhaltens mit sich bringen (Allami et al., 2021). Zu den biografischen Risikofaktoren zählt an erster Stelle das Vorliegen eines Glücksspielproblems innerhalb der Familie.

Der regulierte Glücksspielmarkt in Deutschland erzielte im Jahr 2024 Bruttospielerträge von 14,4 Milliarden Euro (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, 2025). Zusätzlich wird angenommen, dass illegale Onlineangebote im selben Jahr weitere 500 bis 600 Millionen Euro an Bruttospielerträgen erwirtschafteten. Der Bruttospielertrag ist die Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den an die Glücksspielenden ausbezahlten Gewinnen. Dies ist gleichbedeutend mit dem Kasseninhalt und stellt somit den Verlust der Glücksspielenden dar. 

Damit zeigt sich, dass das gewerbliche Spielen um Geld ein wirtschaftlich äußerst bedeutender Sektor ist. Zugleich weisen Studien der Glücksspielforschung darauf hin, dass – abhängig von der jeweiligen Spielform – ein erheblicher Anteil dieser Einnahmen aus den Verlusten von Personen mit problematischem Spielverhalten stammt (Fiedler et al., 2019).

Im Glücksspiel-Survey 2025 ist zu lesen: Die Ergebnisse des ISD Hamburg und der Universität Bremen zeigen, dass sich die Zahl der Menschen mit einer Störung durch Glücksspielen auf einem hohen Niveau (rund 2,2 % der 18- bis 70-Jährigen) verstetigt hat. Das bedeutet: Über 1,3 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Glücksspielstörung.

Es bedarf demnach weiterhin großer Anstrengungen, um den Spieler:innenschutz und die Hilfemöglichkeiten für Menschen mit Glücksspielproblemen und deren Angehörige zu verbessern.