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Stefanovics, Elina A.;Potenza, Marc N.;Pietrzak, Robert H. (2017). Glücksspiel in einer nationalen US-Veteranenpopulation: Prävalenz, Soziodemografie und psychiatrische Komorbiditäten. Journal of Gambling Studies, 33, 1099–1120. https://doi.org/10.1007/s10899-017-9678-2
- Kategorien: Ursachen - Krankheitsverläufe | Ursachen - Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren | Therapie - Ambulante Therapie |
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht
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Die Zusammenfassung in Deutsch finden Sie hier
Diese Studie zielte darauf ab, die Zusammenhänge zwischen dem Grad der Glücksspielsucht und klinisch relevanten Parametern, darunter psychische Störungen und Suizidalität, in einer landesweit repräsentativen Stichprobe von US-Veteranen zu untersuchen. Daten von 3.157 US-Veteranen aus der National Health and Resilience in Veterans Study wurden analysiert. Chi-Quadrat-Tests und Varianzanalysen wurden verwendet, um die Zusammenhänge zwischen dem Grad der Glücksspielsucht und demografischen, militärischen und Persönlichkeitsmerkmalen zu untersuchen. Multinomiale logistische Regressionen unter Verwendung schrittweiser Selektion wurden verwendet, um unabhängige Korrelate von Freizeitglücksspiel und riskantem/problematischem Glücksspiel (ARPG) zu identifizieren. Ein erheblicher Anteil der US-Veteranen nimmt an Glücksspielen teil: 35,1 % spielen zu ihrem Vergnügen und 2,2 % wurden positiv auf ARPG getestet. ARPG war mit einer höheren Prävalenz von Substanzgebrauch, Angstzuständen und depressiven Störungen verbunden, sowie mit körperlichen oder sexuellen Traumata in der Vorgeschichte, der Inanspruchnahme psychiatrischer Behandlung (insbesondere durch die Veteranenverwaltung) und der Zugehörigkeit zu einer Minderheit. Ein ähnliches Muster wurde im Zusammenhang mit Freizeitglücksspiel festgestellt, obwohl die Ausmaße der Assoziation im Vergleich zu ARPG geringer waren. Jüngeres Alter, Selbstidentifizierung als schwarz, Ruhestand und Traumabelastung waren mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für ARPG verbunden, während höheres Alter, Singlesein, nicht-weißer Hispanic, Ruhestand oder Arbeitslosigkeit, positive Tests auf Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Traumabelastung mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Freizeitglücksspiel verbunden waren. Mehr als ein Drittel der US-Veteranen spielt zum Vergnügen, wobei eine bedeutende Minderheit (2,2 %) positiv auf ARPG getestet wurde. Sowohl Freizeitglücksspiel als auch ARPG waren mit einer erhöhten Traumabelastung und psychiatrischen Komorbiditäten verbunden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung routinemäßiger Screenings und Überwachung des Schweregrads des Glücksspiels sowie von Interventionen gegen ARPG in dieser Bevölkerungsgruppe.
