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Meyer, C;Rumpf, H.-J.;Kreuzer, A.;de Brito, S.;Glorius, S.;Jeske, C.;Kastirke, N.;Porz, S.;Schön, D.;Westram, A.;Klinger, D.;Goeze, C.;Bischof, G;John, U. (2011). Pathologisches Glücksspielen und Epidemiologie (PAGE): Entstehung, Komorbidität, Remission und Behandlung [Bericht]. , , . https://doi.org/
Ursachen
Krankheitsverläufe
Therapie
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
- Der Volltext ist RefMgr field[19]: 565
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht
Meyer, C.;Bischof, A.;Westram, A.;Jeske, C.;de Brito, S.;Glorius, S.;Schon, D.;Porz, S.;Gurtler, D.;Kastirke, N.;Hayer, T.;Jacobi, F.;Lucht, M.;Premper, V.;Gilberg, R.;Hess, D.;Bischof, G.;John, U.;Rumpf, H. J. (2015). Die Studie "Pathologisches Glücksspiel und Epidemiologie" (PAGE): Design und Feldforschung. International Journal of Methods in Psychiatric Research, 24, 11–31. https://doi.org/10.1002/mpr.1458
Ursachen
Krankheitsverläufe
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Schutzfaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Fragebögen/Screeninginstrumente
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
- Der Volltext ist Frei verfügbar (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Die deutschen Bundesländer haben das Programm „Pathologisches Glücksspiel und Epidemiologie“ (PAGE) initiiert, um die gesundheitspolitische Relevanz von pathologischem Glücksspiel zu evaluieren. Ziel von PAGE war es, die Prävalenz von pathologischem Glücksspiel zu ermitteln und das heterogene Krankheitsbild in der Bevölkerung hinsichtlich komorbiden Substanzkonsums und psychischer Störungen, Risiko- und Schutzfaktoren, Verlaufsaspekten, Behandlungsinanspruchnahme, auslösender und aufrechterhaltender Faktoren der Remission sowie biologischer Marker zu erfassen. Dieser Artikel beschreibt die methodischen Details der Studie und stellt grundlegende Prävalenzdaten vor. Aus zwei Stichproben (Festnetz- und Mobilfunknummern) wurde eine Zufallsstichprobe aus der Allgemeinbevölkerung generiert, die aus 15.023 Personen (im Alter von 14 bis 64 Jahren) bestand, die ein Telefoninterview beantworteten. Zusätzlich wurden Hochrisikogruppen an Glücksspielorten, über Medien, ambulante Suchthilfeeinrichtungen, Schuldnerberatungen, Bewährungshelfer, Selbsthilfegruppen und spezialisierte stationäre Behandlungseinrichtungen angesprochen. Die Erhebung umfasste zwei Schritte: (1) ein diagnostisches Interview, das den Glücksspielteil des Composite International Diagnostic Interview (CIDI) zur Fallfindung umfasste; (2) Ein ausführliches klinisches Interview mit Teilnehmern, die über Spielprobleme berichteten. Das ausführliche klinische Interview wurde von 594 Teilnehmern aus der Allgemeinbevölkerung oder der Hochrisikobevölkerung durchgeführt. Das Programm bietet eine umfangreiche epidemiologische Datenbank, die als wissenschaftliche Datei zur Verfügung steht.
Meyer, G;Hayer, T. (2010). Die Effektivität der Spielsperre als Maßnahme des Spielerschutzes - Eine empirische Untersuchung von gesperrten Spielern [Bericht]. , , . https://doi.org/
Vorbeugung/Prävention
Hilfe, wenn bereits Probleme bestehen (Tertiärprävention)
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Spielerschutz
Spielsperrungen
- Der Volltext ist
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht
Meyer, G.;Bachmann, M. (2017). Spielsucht: Ursachen, Therapie und Prävention von glücksspielbezogenem Suchtverhalten [Bericht]. , , . https://doi.org/
Ursachen
Sonstiges
Therapie
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Meyer, G.;Girndt, L.;Brosowski, T.;Hayer, T. (2018). Früherkennung von Problemspieler*innen an Geldspielautomaten: Praxistest zur Validierung eines Screening-Instruments: Abschlussbericht an das Bundesministerium für Gesundheit [Bericht]. , , . https://doi.org/
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Vorbeugung/Prävention
Frühes Erkennen und Gegensteuern (Sekundärprävention)
- Der Volltext ist
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht
Meyer, G.;Hayer, T. (2010). Problematisches und pathologisches Spielverhalten bei Glücksspielen. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 53, 295–305. https://doi.org/10.1007/s00103-010-1039-6
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
Glücksspielmarkt
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Regulierung von Glücksspiel
Glücksspielstaatsvertrag (Deutschland)
Spielerschutz
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht
Mit der Expansion des deutschen Glücksspielmarkts stellt sich die Frage nach dem Ausmaß glücksspielbezogener Probleme in der Bevölkerung sowie nach effektiven Maßnahmen des Spielerschutzes. Aktuelle Prävalenzraten problematischen und pathologischen Spielverhaltens liegen bei 0,29% bis 0,64% beziehungsweise 0,19% bis 0,56%. Im internationalen Vergleich, der durch Unterschiede in der Methodik der Primärstudien erschwert wird, befinden sich diese Werte im unteren Bereich des Spektrums. Grundsätzlich ist mit steigender Verfügbarkeit des Glücksspiels ein wachsender Konsum in der Bevölkerung und – zumindest kurzfristig – eine Zunahme der Anzahl süchtiger Spieler verknüpft. Ob sich dieser Anstieg auf einem bestimmten Niveau stabilisiert oder nach einer graduellen sozialen Anpassung sogar mit einem Rückgang des Problemausmaßes zu rechnen ist, bedarf der empirischen Überprüfung. Aus gesundheitswissenschaftlicher Perspektive sollte ein kleiner, konsequent regulierter Glücksspielmarkt angestrebt werden, wobei ein staatliches Monopol am ehesten geeignet erscheint, eine zielgerichtete Stimulation der Nachfrage zu verhindern und wirkungsvolle Maßnahmen des Spielerschutzes zu implementieren. Eine erste Einschätzung des Wirkungspotenzials einzelner Maßnahmen zur Prävention der Glücksspielsucht kann nur auf wenige evidenzbasierte Befunde zurückgreifen und muss sich daher auch an den Erkenntnissen über gesundheitsschädliche Produkte wie Alkohol und Tabak orientieren. Für den Bereich der Geldspielautomaten werden Eingriffe in die Spielstruktur und Verfügbarkeit empfohlen.
Meyer, G.;von Meduna, M.;Brosowski, T. (2015). Spieler- und Jugendschutz in Spielhallen: Ein Praxistest. Sucht, 61, 9–18. https://doi.org/10.1024/0939-5911.a000344
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
Vorbeugung/Prävention
Frühes Erkennen und Gegensteuern (Sekundärprävention)
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Regulierung von Glücksspiel
Glücksspielstaatsvertrag (Deutschland)
Spielerschutz
Spielsperrungen
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht
Der Gesetzgeber hat das Gefhrdungspotenzial von Geldspielautomaten in Spielhallen erkannt und im GlStV sowie in Spielhallengesetzen differenzierte Maßnahmen zum Jugend- und Spielerschutz festgelegt. Zielsetzung: In der vorliegenden Untersuchung wird die Compliance der Mitarbeiter in Bremer Spielhallen berprft. Methode: Testspieler und Beobachter haben 29 von 111 Spielhallen in Bremen (26 %) aufgesucht, Alterskontrollen erfasst, Merkmale problematischen Spielverhaltens simuliert, Spielsperren eingerichtet, Abgleiche mit der Sperrliste kontrolliert und die Reaktion des Personals in Protokollbçgen festgehalten. Ergebnisse: Die Umsetzung der gesetzlich geforderten Maßnahmen fand nur in geringem Ausmaß statt. Ausweiskontrollen der 20 bis 25-jhrigen Testspieler erfolgten in 26 % der Besuche. Auf erkennbare Merkmale problematischen Spielverhaltens zeigte das Personal lediglich in 6 von 112 Fllen (5%) angemessene Reaktionen. Letztendlich konnte in 18 Fllen (62 %) eine Sperre, ein Hausverbot oder eine sperrhnliche Absprache eingerichtet bzw. getroffen werden, wobei teilweise große Hrden, wie das Einreichen zustzlicher Passfotos, mehrmaliges Erscheinen oder Aufsuchen anderer Standorte, zu berwinden waren. Bei den nachfolgenden 15 Kontrollbesuchen konnten 13 gesperrte Testspieler (87 %) problemlos ihre Einstze beim Automatenspiel ttigen. Diskussion: Der Staat ist gefordert, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben strker zu berwachen, um die Compliance zu erhçhen. Eine Verbesserung des Spielerschutzes ließe sich außerdem durch eine landesweite zentrale Sperrdatei fr Bremer Spielhallen – nach dem Vorbild in Hessen – erreichen oder – als empfehlenswerte Alternative – durch eine Vernetzung der Spielsperren mit der Deutschen Sperrdatenbank.
Meyer, Gerhard (2020). Prävention der Glücksspielsucht: Warum Maßnahmen des Spielerschutzes von Glücksspielanbietern kaum Wirkung erzielen. Sucht, 66, 45–56. https://doi.org/10.1024/0939-5911/a000638
Therapie
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Glücksspielmarkt
Glücksspiel vor Ort
Umsätze
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Regulierung von Glücksspiel
Glücksspielstaatsvertrag (Deutschland)
Internationale Regulierungen von Glücksspiel
Spielerschutz
Spielsperrungen
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Hintergrund: Mit der Novellierung des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) deutet sich eine weitere Expansion des Glücksspielmarktes in Deutschland an. Der Gesetzgeber verlangt von den Anbietern zur Erreichung des Gemeinwohlziels der Suchtbekämpfung in diesem Kontext eine Reihe präventiver Maßnahmen. Zielsetzung: Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit Spielhallen- und Spielbankbetreiber den gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen und zeigt potenzielle Bedingungsfaktoren effektiver Suchtprävention auf. Methode: Die Bewertung der Compliance basiert auf der theoretischen Analyse von Sozialkonzepten, den Reaktionen des Personals auf ein problematisches Spielverhalten, dem Vergleich von Selbst- und Fremdsperren, den Vermittlungszahlen in die Suchthilfe, der Verteilung erzielter Umsätze und der Einhaltung von Vorgaben der Spielverordnung. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die empirischen Befunde und Analysen dokumentieren insgesamt eine gering ausgeprägte Compliance. Als Erklärung bieten sich vor allem die aufgezeigten Interessenkonflikte an. Mit der Strategie des Lobbyismus und der Fokussierung auf die Vulnerabilität einer „kleinen“ Gruppe von Problemspielern sowie deren Verantwortlichkeit für gesunde Entscheidungen versuchen die Anbieter, effektive Regulationen zu verhindern. Der fehlenden Akzeptanz von Ertragsrückgängen muss im neuen GlüStV mit der Integration evidenzbasierter Komponenten der Verhältnisprävention, wie Reduktion der Verfügbarkeit von Glücksspielen und Eingriffe in die Angebotsform, begegnet werden.
Miedl, S.F.;Fehr, T.;Meyer, G.;Herrmann, M. (2010). Neurobiologische Korrelate von problematischem Glücksspiel in einem quasi-realistischen Blackjack-Szenario, wie es durch fMRT gezeigt wird.. Psychiatry Research: Neuroimaging, 181, 165–173. https://doi.org/10.1016/j.pscychresns.2009.11.008
Ursachen
Biologische Risikofaktoren
Glücksspielarten
Sonstiges
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
In der vorliegenden Studie erhoben wir Daten der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) von Gelegenheitsspielern (OG) und Problemspielern (PG) während eines quasi-realistischen Blackjack-Spiels. Wir konzentrierten uns auf neuronale Korrelate der Risikobewertung und Belohnungsverarbeitung. Die Teilnehmer mussten entscheiden, ob sie in einer risikoreichen oder risikoarmen Blackjack-Situation eine Karte ziehen oder nicht. Wir gingen davon aus, dass PG im Vergleich zu OG während der Risikobewertung und aufgrund von Gewinnen oder Verlusten Unterschiede in präfrontalen und ventralen striatalen Hirnregionen aufweisen würden. Obwohl sich die beiden Gruppen in ihren Verhaltensdaten nicht unterschieden, unterschieden sich die blutsauerstoffabhängigen (BOLD) Signale bei PG und OG signifikant in thalamischen, inferioren frontalen und superioren temporalen Regionen. Während PG in risikoreichen Situationen einen konsistenten Signalanstieg und in risikoarmen Situationen einen Signalabfall aufwies, zeigte OG das umgekehrte Muster. Während der Belohnungsverarbeitung, die sich aus kontrastierenden Gewinn- und Verlustsituationen ergab, zeigten sowohl die PG- als auch die OG-Gruppen eine erhöhte ventrale striatale und posteriore cinguläre Aktivität. Darüber hinaus zeigte PG ein ausgeprägtes frontoparietales Aktivierungsmuster, von dem angenommen wird, dass es ein durch Reize induziertes Suchtgedächtnisnetzwerk widerspiegelt, das durch glücksspielbezogene Reize ausgelöst wurde.
Miller, H. (2014). Diskussionspapier: Hilfe bei Glücksspielproblemen suchen [Bericht]. , , . https://doi.org/
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
- Der Volltext ist
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Miller, P. (2008). Die staatliche Politik im Bereich der Sucht hat das Potenzial, Millionen von Menschenleben zu kosten oder zu retten. Einführung in eine Serie. Addiction, 103, 711. https://doi.org/10.1111/j.1360-0443.2008.02168.x
Regulierung von Glücksspiel
Internationale Regulierungen von Glücksspiel
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
-
Milosevic, A.;Ledgerwood, D. M. (2010). Die Subtypisierung des pathologischen Glücksspiels: ein umfassender Überblick. Clinical Psychology Review, 30, 988–98. https://doi.org/10.1016/j.cpr.2010.06.013
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Pathologische Spieler (PGs) weisen verschiedene Formen von Psychopathologie, maladaptive Persönlichkeitsmerkmale und Spielmotivationen auf. Einige meinen, diese Variabilität unterstütze die Klassifizierung von PGs in verschiedene Subtypen. Man geht davon aus, dass Subtypisierungsmodelle Auswirkungen auf das Verständnis der Ätiologie und der Behandlungsergebnisse von pathologischem Glücksspiel (PG) haben. Dieser Bericht wertet die vorhandene Literatur zur Subtypisierung von PGs auf Grundlage von Psychopathologie, Persönlichkeit und/oder Spielmotivation aus. Wir kommen zu dem Schluss, dass sich aus der empirischen Literatur durchweg drei PG-Subtypen ergeben, die im Mittelpunkt zukünftiger Studien stehen sollten. Diese Subtypen weisen große Ähnlichkeiten mit den drei Spielertypen auf, die im konzeptionellen Pfade-Modell von Blaszczynski und Nower (2002) vorgestellt werden. Wir schlagen vor, dass zukünftige Untersuchungen zu PG-Subtypen auf dem theoretischen Rahmen des Pfade-Modells aufbauen, aber auch die Grenzen früherer Studien berücksichtigen.
Missel, P.;Bick, S. (2013). Ko- und Multimorbidität bei pathologischen Glücksspielern. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 91, 43–49. https://doi.org/-
Therapie
Ambulante Therapie
Psychotherapie
Stationäre Therapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
- Der Volltext ist -
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht
Stationär behandelte pathologische Glücksspieler unterscheiden sich in verschiedenen Merkmalen deutlich von Abhängigkeits- oder psychosomatisch erkrankten Patienten. Sie werden prognostisch schlechter eingeschätzt und sie schneiden bei der Spielabstinenz bei Nachbefragungen ein Jahr nach Behandlungsende schlechter ab als Alkoholabhängige bzgl. der Alkoholabstinenz. Bei der Betrachtung der Ko- und Multimorbidität zeigt sich, dass die Belastung durch weitere Störungen, ob suchtmittelbedingt oder psychisch, bei pathologischen Glücksspielern spezielle Berücksichtigung in der Behandlung finden sollte.
Mitchell, K. J.;Wells, M. (2007). Problematische Interneterfahrungen: Primär oder sekundär mit Problemen bei Personen, die psychiatrische Versorgung suchen?. Social Science and Medicine, 65, 1136–41. https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2007.05.015
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Diese Studie nutzt Daten aus klinischen Berichten von 1.441 Jugendlichen und Erwachsenen in den USA, um die Arten von problematischen Interneterfahrungen zu untersuchen, die von Psychologen als primäre oder sekundäre Probleme der Klienten gemeldet werden. Insgesamt haben Klienten, die mit einem Internetproblem in Behandlung kommen, häufiger Probleme im Zusammenhang mit übermäßiger Internetnutzung, Konsum von Erwachsenenpornografie, Kinderpornografie, sexueller Ausbeutung sowie Gaming, Glücksspiel oder Rollenspielen. Andere internetbezogene Probleme wie isolierend-vermeidende Nutzung, sexuelle Ausbeutung, Belästigung und Online-Untreue traten in der Behandlung gleichermaßen wahrscheinlich als primäres Problem oder als sekundäres Problem aufgrund anderer psychischer Probleme auf. Es wurden auch einige Unterschiede zwischen jugendlichen und erwachsenen Klienten identifiziert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es wichtig ist, Internetnutzung, -erfahrungen und -verhalten in eine erste klinische Beurteilung einzubeziehen.
Moghaddam, J. F.;Campos, M. D.;Myo, C.;Reid, R. C.;Fong, T. W. (2015). Eine Längsschnittuntersuchung der Depression bei stationären Glücksspielpatienten. Journal of Gambling Studies, 31, 1245–55. https://doi.org/10.1007/s10899-014-9518-6
Therapie
Stationäre Therapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Folgen
Individuelle Folgen
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Problem- und pathologische Spieler zeigen ein hohes Maß an Depression, das mit Bewältigungsstilen, reaktiven Gefühlszuständen und/oder genetischen Faktoren zusammenhängen kann (Potenza et al., Arch Gen Psychiat 62(9):1015-1021, 2005; Getty et al., J Gambl Stud 16(4):377-391, 2000). Obwohl Depressionen die Behandlungsergebnisse beeinflussen (Morefield et al., Int J Men Healt Addict 12(3):367-379, 2013), ist die Forschung zu Depressionen bei Spielern in stationärer Behandlung besonders begrenzt. Diese Studie versucht, dieses Defizit zu beheben, indem sie den Verlauf depressiver Symptome bei Patienten eines stationären Glücksspielprogramms im Westen der USA untersucht. 44 Erwachsene wurden acht Wochen lang wöchentlich einem Depressionstest (Beck Depression Inventory-II, BDI-II) unterzogen. Die Schwere der Depression wurde anhand der Standardbewertungskriterien des BDI-II in drei Gruppen eingeteilt: keine/minimale, leichte/mittelschwere und schwere Depression. Ergebnisse einer gemischten Modellanalyse zeigten einen Haupteffekt für Gruppe und Zeit sowie eine Wechselwirkung zwischen Gruppe und Zeit. Die Untersuchung der Steigungen der Veränderungsrate für die drei Depressionsgruppen ergab keine Veränderung in der nicht depressiven Gruppe und einen Rückgang der Depressionswerte im Zeitverlauf sowohl in der Gruppe mit leichter/mittelschwerer als auch in der Gruppe mit schwerer Depression. Die Steigungen für die beiden Gruppen mit symptomatischer Depression unterschieden sich nicht signifikant, was auf eine ähnliche Veränderungsrate hindeutet. Wir spekulieren, dass die Verringerung der Depressionssymptome mit einem Gefühl der Selbstwirksamkeit, Eindämmung/Stabilisierung des Umfelds und den therapeutischen Effekten der Behandlung zusammenhängen könnte. Diese Ergebnisse helfen dabei, die Rolle wichtiger Prozesse bei der stationären Behandlung zu beleuchten, darunter anfängliche Stabilisierung, Einsicht, Selbstwirksamkeit und Beendigung.
Molinaro, S.;Canale, N.;Vieno, A.;Lenzi, M.;Siciliano, V.;Gori, M.;Santinello, M. (2014). Determinanten des wahrscheinlichen problematischen Glücksspiels im Jugendalter auf Länder- und individueller Ebene: ein länderübergreifender Vergleich auf mehreren Ebenen. Addiction, 109, 2089–2097. https://doi.org/10.1111/add.12719
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Schutzfaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
ZIELE: Schätzung der Rolle familiärer und sozioökonomischer Indikatoren des Wohlfahrtsstaates bei der Erklärung wahrscheinlichen problematischen Glücksspiels im Jugendalter anhand einer repräsentativen Stichprobe von Schülern in neun europäischen Ländern. DESIGN: Für die Querschnittsanalysen zum wahrscheinlichen problematischen Glücksspiel bei Jugendlichen wurden Daten des European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) aus dem Jahr 2011 verwendet. RAHMEN: Repräsentative Umfragen in neun europäischen Ländern. TEILNEHMER: Insgesamt 31.236 16-jährige Schüler. MESSUNGEN: Das wahrscheinliche problematische Glücksspiel, die soziodemografischen Merkmale und die Erziehung (Regulierung, Überwachung und Fürsorge) der Befragten wurden individuell gemessen. Indikatoren für Wohlstand (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, BIP), Ausgaben für öffentliche Gesundheit (% des BIP) und Sachleistungen für Familien/Kinder (% des BIP) wurden aus nationalen öffentlichen Datenbanken bezogen. ERGEBNISSE: Schüler, die eine stärkere elterliche Fürsorge [Odds Ratio (OR) = 0,92, 95%-Konfidenzintervall (CI) = 0,85–0,98] und Überwachung (OR = 0,57, 95%-CI = 0,53–0,62) wahrnahmen, berichteten weniger von wahrscheinlichem problematischem Glücksspiel. Darüber hinaus waren Schüler, die eine stärkere elterliche Kontrolle wahrnahmen (OR = 1,16, 95%-CI = 1,09–1,23), eher potenziell problematische Glücksspieler. Auf Länderebene zeigten die Ausgaben für das öffentliche Gesundheitswesen einen negativen Zusammenhang mit wahrscheinlichem problematischem Glücksspiel (OR = 0,87, 95% CI = 0,78–0,97), während das BIP pro Kopf (OR = 1, 95% CI = 1,00–1,00) und die Sachleistungen für Familien/Kinder (OR = 1,16, 95% CI = 0,89–1,51) keinen Zusammenhang mit wahrscheinlichem problematischem Glücksspiel zeigten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Familienmerkmale und Ausgaben für das öffentliche Gesundheitswesen könnten eine Schlüsselrolle bei der Erklärung wahrscheinlichen problematischen Glücksspiels bei Jugendlichen in Europa spielen.
Monacis, L.;Sinatra, M.;Tanucci, G.;Taurino, A.;De Palo, V. (2014). Auf dem Weg zum Verständnis von Vorhersage- und Schutzfaktoren beim Glücksspiel. Procedia - Social and Behavioral Sciences, 114, 622–627. https://doi.org/10.1016/j.sbspro.2013.12.757
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Schutzfaktoren
- Der Volltext ist Frei verfügbar (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Unsere Forschung untersuchte Motive, die die negativen Auswirkungen des Glücksspiels vorhersagen oder vor ihnen schützen können. Dabei wurden motivationale Konstrukte (Risikofaktoren) und die fünf Dimensionen der Resilienz (Schutzfaktoren) berücksichtigt. 879 Teilnehmer füllten den folgenden Fragebogen aus: Sozioanagrafische Daten, South Oaks Gambling Screen, Resilience Scale for Adults, Gambling Motivation Scale. Die kausale Analyse untersuchte die Zusammenhänge zwischen den Variablen. Die Varianzanalyse (ANOVA) zeigte, dass sich die Glücksspielgruppen hinsichtlich sozialer Kompetenz und familiärem Zusammenhalt (Resilienz) sowie hinsichtlich der intrinsischen, extrinsischen und amotivierten Spielmotivation unterschieden. Logistische Regressionsmodelle zeigten, dass Schutzfaktoren einen indirekten Einfluss auf die Spielergebnisse hatten. Komplexere Analysemodelle sind erforderlich.
Monaghan, S.;Wood, R. T. (2010). Internetbasierte Interventionen für Jugendliche, die mit Glücksspielproblemen zu kämpfen haben. International Journal of Adolescent Medicine and Health, 22, 113–28. https://doi.org/10.1515/IJAMH.2010.22.1.I
Therapie
Digitale Therapie
Therapiewirksamkeit
Beratung und Betreuung
Online-Beratung
Vorbeugung/Prävention
Frühes Erkennen und Gegensteuern (Sekundärprävention)
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Minderheiten im Glücksspiel
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Ein erheblicher Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener spielt Glücksspiel, und die Häufigkeit problematischer Glücksspiele ist bei Jugendlichen deutlich höher als bei Erwachsenen. Trotzdem suchen nur wenige Jugendliche eine Behandlung, was darauf hindeutet, dass traditionelle Angebote dieser gefährdeten Bevölkerungsgruppe nicht helfen. Jugendliche sind zunehmend online aktiv und nutzen das Internet für soziale Netzwerke, zur Freizeitgestaltung und zunehmend auch, um Hilfe bei gesundheitlichen und psychischen Problemen zu suchen, bei denen sie sich mit herkömmlichen Formen professioneller Hilfe nicht wohlfühlen würden. Vor diesem Hintergrund wurden internetbasierte Therapien und angeleitete Interventionen speziell für Jugendliche und junge Erwachsene eingeführt, um risikoreiches Verhalten zu reduzieren und die Programmnutzung zu erhöhen. Studien zeigen, dass Online-Therapie von Jugendlichen als akzeptabel und nützlich empfunden wird. Darüber hinaus haben sich Online-Interventionen bei der Reduzierung von Rauchen und starkem Alkoholkonsum in dieser typischerweise schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppe als erfolgreich erwiesen. Angesichts des Erfolgs ähnlicher Programme ist zu erwarten, dass Online-Angebote für problematisches Glücksspiel Jugendliche effektiv für ihr potenziell problematisches Spielverhalten sensibilisieren und ihnen helfen, die Kontrolle zu behalten und spielbezogene Probleme zu minimieren und zu reduzieren.
Monnat, S. M.;Bernhard, B.;Abarbanel, B. L.;St John, S.;Kalina, A. (2014). Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Behandlungszufriedenheit, wahrgenommenen Verbesserungen der Funktionsfähigkeit und des Wohlbefindens und der Verringerung von Glücksspielschäden bei Klienten von Behandlungsprogrammen für pathologisches Glücksspiel. Community Mental Health Journal, 50, 688–96. https://doi.org/10.1007/s10597-013-9635-1
Therapie
Therapiewirksamkeit
Folgen
Individuelle Folgen
Soziale Folgen
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen der Qualität der Behandlungsleistungen, der wahrgenommenen Verbesserung des sozialen, funktionalen und materiellen Wohlbefindens und der Verringerung des Spielverhaltens bei Klienten staatlich finanzierter Behandlungsprogramme für Spielsucht in Nevada zu untersuchen. Anhand von Umfragedaten von 361 Klienten aus den Jahren 2009 bis 2010 ergaben Analysen, dass die Zufriedenheit der Klienten mit den Behandlungsleistungen positiv mit wahrgenommenen Verbesserungen des sozialen, funktionalen und materiellen Wohlbefindens, Spielabstinenz, der Verringerung von Spielgedanken und der Verringerung spielbezogener Probleme korreliert, selbst nach Berücksichtigung verschiedener Teilnehmermerkmale. Diese Ergebnisse können für das Personal von Behandlungsprogrammen bei der Steuerung der Programmentwicklung und der Ressourcenzuweisung hilfreich sein.
Monterosso, J.;Ehrman, R.;Napier, K.L.;O'Brien, C.P.;Childress, A.R. (2002). Drei Entscheidungsaufgaben bei kokainabhängigen Patienten: Messen sie das gleiche Konstrukt?. Addiction, 96, 1825–1837. https://doi.org/10.1046/j.1360-0443.2001.9612182512.x
- Der Volltext ist Kostenpflichtig erhältlich (Verlag)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht
ZIELE: Substanzabhängige Bevölkerungsgruppen schneiden bei Entscheidungsaufgaben, die mit Verzögerung und Risiko zu tun haben, schlecht ab. Diese Aufgaben umfassen: (1) das Delay Discounting Procedure (DDP), bei dem zwischen kleineren, früher oder später eintretenden größeren Belohnungen gewählt wird, (2) den Gambling Task (GT), bei dem zwischen Alternativen mit unterschiedlichem Gewinn und unterschiedlicher Strafe gewählt wird, und (3) den Rogers Decision-Making Task (RDMT), bei dem die Probanden zwischen Glücksspielen mit höherer oder niedrigerer Wahrscheinlichkeit wählen. Wir untersuchen die Wechselwirkung zwischen diesen Aufgaben. DESIGN: Es wurde eine Testbatterie erstellt, die das DDP, GT und RDMT sowie Messungen von Impulsivität, intellektuellen Fähigkeiten und Substanzkonsum umfasste. RAHMEN: Die Probanden absolvierten die Testbatterie in einem ambulanten Zentrum vor Beginn ihrer 12-wöchigen Behandlung. TEILNEHMER: 32 behandlungssuchende kokainabhängige Personen (vorwiegend afroamerikanische Männer) nahmen teil. ERGEBNISSE: Die Leistung im GT korrelierte signifikant mit der Leistung im DDP (r = 0,37; p = 0,04). Die Reaktionszeiten im RDMT korrelierten mit der Leistung im GT (r = 0,36, p = 0,04) und DDP (r = 0,33, p = 0,07), die tatsächlichen Entscheidungen im RDMT hingegen nicht (p > 0,9 für beide). Während keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Aufgabenleistung und Impulsivität beobachtet wurden, korrelierte die IQ-Schätzung positiv sowohl mit dem GT (r = 0,44, p = 0,01) als auch mit dem RDMT (r = 0,41, p = 0,021). Die Split-Half-Reliabilitätsdaten zeigten eine höhere Reliabilität, wenn nur Daten aus der zweiten Hälfte des GT verwendet wurden (r = 0,92 vs. r = 0,80). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Daten liefern erste Hinweise auf Überschneidungen in den Entscheidungsfunktionen, die durch diese Aufgaben angesprochen werden. Mögliche Auswirkungen auf das Drogenkonsumverhalten werden diskutiert.
