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Larsen, Christina Viskum Lytken;Curtis, Tine;Bjerregaard, Peter (2013). Schädlicher Alkoholkonsum und häufiger Konsum von Marihuana bei lebenslangen Problemspielern und die Prävalenz von wechselseitigem Suchtverhalten bei grönländischen Inuit: Evidenz aus der Querschnittsumfrage "Inuit Health in Transition" Grönland 2006-2010. International Journal of Circumpolar Health, 72, 19551–19551. https://doi.org/10.3402/ijch.v72i0.19551
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Folgen
Individuelle Folgen
Soziale Folgen
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Hintergrund und Ziele: Die Gesundheitsforschung hat Alkohol- und Drogenmissbrauch als größte Herausforderung für die öffentliche Gesundheit in Grönland mit seinen negativen Auswirkungen auf Familien und Gemeinschaften identifiziert. Allerdings haben nur wenige Studien die Rolle von problematischem Glücksspiel als Suchtverhalten unter Inuit untersucht. Die Ziele der vorliegenden Studie waren, (a) den Zusammenhang zwischen lebenslangem problematischem Glücksspiel und schädlichem Alkoholkonsum sowie häufigem Marihuanakonsum und (b) die Prävalenz von Kreuzsuchtverhalten unter den Inuit in Grönland zu untersuchen.; Design: Eine repräsentative Querschnittsstudie unter Inuit in Grönland (n=2.189). Die Daten wurden zwischen 2006 und 2010 unter Erwachsenen (18+) in 8 Städten und 13 Dörfern in Grönland erhoben. Lebenslanges problematisches Glücksspiel, schädlicher Alkoholkonsum und häufiger Marihuanakonsum wurden mithilfe eines selbst auszufüllenden Fragebogens gemessen.; Ergebnisse: Die Odds Ratio für schädlichen Alkoholkonsum und häufigen Marihuanakonsum war unter lebenslangen problematischen Spielern signifikant höher als unter nicht problematischen Spielern/Nichtspielern. Mehr als die Hälfte der Männer (53 %) und ein Drittel der Frauen (37 %) wiesen eine oder mehrere Suchtverhaltensweisen auf, und bei 12,2 % der Männer und 3,7 % der Frauen traten im Laufe ihres Lebens gleichzeitig problematisches Glücksspiel und entweder schädlicher Alkoholkonsum, häufiges Marihuanakonsum oder beides auf. In Haushalten mit Kindern wiesen 44 % der Befragten eine oder mehrere Suchtverhaltensweisen auf.; Schlussfolgerungen: Bei Menschen mit lebenslanger Spielsucht gingen die Spielprobleme meistens mit schädlichem Alkoholkonsum, häufigem Marihuanakonsum oder beidem einher – insbesondere bei Männern. Die hohe Prävalenz von Suchtverhalten in Haushalten mit Kindern weist darauf hin, dass viele Familien derzeit negativ von Alkohol, Glücksspiel und Marihuana beeinflusst werden. Dies legt nahe, dass pathologisches Glücksspiel in Grönland künftig systematisch in Strategien, Behandlungsprogramme und Interventionen des öffentlichen Gesundheitswesens einbezogen werden sollte.; Abstract. Background and Objectives: Public health research has pointed to alcohol and substance abuse as the most significant public health challenges in Greenland with the negative impact on families and communities that entail, but few studies have investigated the role of problem gambling as addictive behaviour among Inuit. The objectives of the present study were to investigate (a) the association between lifetime problem gambling and harmful alcohol use as well as frequent use of marijuana and (b) the prevalence of cross-addictive behaviour among Greenland Inuit.; Design: A representative cross-sectional study among Greenland Inuit (n=2,189). Data was collected among adults (18+) in 8 towns and 13 villages in Greenland from 2006-2010. Lifetime problem gambling, harmful alcohol use and frequent use of marijuana were measured through a self-administered questionnaire.; Results: The odds ratio for harmful alcohol use and frequent use of marijuana was significantly higher among lifetime problem gamblers compared to non-problem gamblers/non-gamblers. One or more addictive behaviours were present among more than half of the men (53%) and one third of the women (37%), and the co-occurrence of lifetime problem gambling with either harmful alcohol use, frequent use of marijuana or both was found among 12.2% of men and 3.7% of women. The prevalence of one or more addictive behaviours was 44% in households with children.; Conclusions: For lifetime problem gamblers, the gambling problems were more often than not combined with harmful alcohol use, frequent use of marijuana or both--especially among men. The high prevalence of addictive behaviours in households with children indicates that many families are presently affected negatively by alcohol, gambling and marijuana. This suggests that pathological gambling should be included systematically in future public health strategies, treatment programs and interventions in Greenland.
Liu, Liang;Luo, Tao;Hao, Wei (2013). Glücksspielprobleme bei Jugendlichen: Erfahrungen aus dem asiatischen Raum. Current Opinion in Psychiatry, 26, 310–317. https://doi.org/10.1097/YCO.0b013e328361ebbf
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Vorbeugung/Prävention
Frühes Erkennen und Gegensteuern (Sekundärprävention)
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Zweck der Überprüfung: Vorstellung der bestehenden Forschung zu Glücksspielproblemen bei jungen Menschen in Asien. Aktuelle Erkenntnisse: Die Prävalenzraten glücksspielbezogener Probleme bei jungen Menschen in Asien lagen bei 32 bis 60 % bei Teilnahme, bei 1,5 bis 5,0 % bei problematischem Glücksspiel und bei 0,07 bis 2,66 % bei pathologischem Glücksspiel. Gesellschaftsglücksspiele und Lotterie waren die beliebtesten Glücksspielarten. Psychische Komorbidität ist bei pathologischen Spielern häufig, aber die kausalen Mechanismen sind unklar. Die psychologischen Theorien zum Glücksspiel bei Jugendlichen in Asien umfassten Diathese, Motivation, Stress, Bewältigung sowie kognitive und positive Entwicklung von Jugendlichen. Es wurde das Positive Adolescent Training durch Holistic Social Programmers entwickelt. Ziel ist es, bei jungen Menschen mit Glücksspielproblemen in Hongkong einzugreifen und ihnen zu helfen. Zusammenfassung: Veröffentlichte Glücksspielstudien an jungen Menschen in Asien sind begrenzt und verwenden unterschiedliche Definitionen, Forschungsinstrumente und Diagnosekriterien. Daher variieren die Ergebnisse und sind nicht vergleichbar. In naher Zukunft muss noch mehr an den Komorbiditätsmechanismen, den neuropsychologischen und neurobiologischen Mechanismen der Glücksspielsucht bei Jugendlichen gearbeitet werden. Besonders wichtig ist eine Ausweitung der Frühinterventionsprogramme.; Abstract. Purpose of review: To introduce the existing research conducted into gambling problems among young people in the Asian region. Recent findings: The prevalence rates of gambling-related problems of young people ranged from 32 to 60% for participation, from 1.5 to 5.0% for problem gambling and from 0.07 to 2.66% for pathological gambling in Asia; social gambling and lottery were the most popular gambling types. Psychiatric comorbidity is common among pathological gamblers, but the causal mechanisms are unclear. The psychological theories on youth gambling in Asia included diathesis, motivation, stress, coping, cognitive and positive youth development. The Positive Adolescent Training through Holistic Social Programmers has been developed; this aims to intervene and help those young people experiencing gambling problems in Hong Kong. Summary: Published gambling studies on young people in Asia are limited and have different definitions, research tools and diagnostic criteria. Therefore, the results vary and are incomparable. More work needs to be done in the near future, on comorbidity mechanisms, the neuropsychological and neurobiological mechanisms of youth gambling and, importantly, an increase in early intervention programmes. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Meltzer, Howard;Bebbington, Paul;Brugha, Traolach;Farrell, Michael;Jenkins, Rachel (2013). Der Zusammenhang zwischen persönlichen Schulden und spezifischen häufigen psychischen Störungen. European Journal of Public Health, 23, 108–113. https://doi.org/10.1093/eurpub/cks021
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Hintergrund: Persönliche Schulden gelten heute als einer der vielen Faktoren, die mit häufigen psychischen Störungen (KM) in Verbindung gebracht werden. Wir möchten die Prävalenz „spezifischer“ psychischer Störungen anhand der diagnostischen Forschungskriterien ICD-10 nach Schuldenart schätzen und den zusätzlichen Einfluss von Suchtverhalten quantifizieren. Methode: Für die dritte nationale Erhebung zur psychiatrischen Morbidität von Erwachsenen in England im Jahr 2007 wurde eine zufällige Wahrscheinlichkeitsstichprobe von 7461 Personen befragt. Die Prävalenz von KM wurde auf Grundlage der CIS-R-Daten geschätzt. Die Befragten wurden nach der Herkunft ihrer Schulden und ihren Kreditgewohnheiten gefragt. Ergebnisse: Im Jahr 2007 waren 8,5 % der Erwachsenen mit ihren Zahlungen im Rückstand. Verschuldete Erwachsene hatten ein dreimal höheres Risiko für KM als nicht verschuldete Erwachsene. Die erhöhte Wahrscheinlichkeit für KM bei Zahlungsrückständen galt für alle KM und bestand unabhängig von der Herkunft der Schulden – Wohnung, Versorgungsleistungen und Kreditkäufe. Die Situation verschärfte sich bei Personen mit Suchtverhalten (Alkohol- oder Drogenabhängigkeit oder Spielsucht). Personen mit mehreren Schuldenquellen, die Geld von Pfandleihern und Geldverleihern beschaffen mussten, wiesen mit ca. 50 % die höchste CMD-Rate auf. Schlussfolgerungen: Schulden sind einer der Hauptrisikofaktoren für CMD. Dies hat praktische Auswirkungen sowohl auf das Gesundheitswesen als auch auf die Finanzdienstleister. Beide müssen sich des Zusammenhangs bewusst sein und ihre jeweiligen Dienste entsprechend anpassen und schulen, damit verschuldete Menschen Hilfe bei psychischen Störungen und Menschen mit psychischen Störungen Hilfe bei Schulden erhalten können.; Abstract. Background: Personal debt is now recognized as one of the many factors associated with common mental disorders (CMD). We aim to estimate the prevalence of GÇÿspecificGÇÖ mental disorders based on ICD-10 research diagnostic criteria by type of debt and quantify the additional influence of addictive behaviours. Method: A random probability sample comprising 7461 respondents were interviewed for the third national survey of psychiatric morbidity of adults in England carried out in 2007. The prevalence of CMD was estimated from the administration of the CIS-R. Respondents were asked about sources of debt and their borrowing choices. Results: In 2007, 8.5% of adults were in arrears. Adults in debt were three times more likely than those not in debt to have CMD. The increased likelihood of CMD among those in arrears was found for all CMD and was irrespective of source of debtGÇöhousing, utilities and purchases on credit. The situation was exacerbated among those with addictive behavioursGÇöalcohol or drug dependence or problem gambling. Those with multiple sources of debt and who had to obtain money from pawnbrokers and moneylenders had the highest rate of CMD, ~50%. Conclusions: Debt is one of t he major risk factors for CMD. This has practical implications for both health services and financial services, which both need to be alert to the association and adapt and train their respective services accordingly so that people in debt can access help for mental disorders and people with mental disorders can access help for debt. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Missel, P.; Bick, S. (2013). Ko- und Multimorbidität bei pathologischen Glücksspielern. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 91, 43–49. https://doi.org/-
Therapie
Ambulante Therapie
Psychotherapie
Stationäre Therapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
- Der Volltext ist -
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht.
Stationär behandelte pathologische Glücksspieler unterscheiden sich in verschiedenen Merkmalen deutlich von Abhängigkeits- oder psychosomatisch erkrankten Patienten. Sie werden prognostisch schlechter eingeschätzt und sie schneiden bei der Spielabstinenz bei Nachbefragungen ein Jahr nach Behandlungsende schlechter ab als Alkoholabhängige bzgl. der Alkoholabstinenz. Bei der Betrachtung der Ko- und Multimorbidität zeigt sich, dass die Belastung durch weitere Störungen, ob suchtmittelbedingt oder psychisch, bei pathologischen Glücksspielern spezielle Berücksichtigung in der Behandlung finden sollte.; Abstract. -
Nirenberg, M. J. (2013). Dopaminagonisten-Entzugssyndrom: Auswirkungen auf die Patientenversorgung. Drugs and Aging, 30, 587–92. https://doi.org/10.1007/s40266-013-0090-z
Therapie
Medikamentöse Therapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Sonstige Begleiterkrankungen
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Dopaminagonisten sind wirksame Behandlungen für eine Vielzahl von Indikationen, darunter Morbus Parkinson und das Restless-Legs-Syndrom, können jedoch schwerwiegende Nebenwirkungen wie orthostatische Hypotonie, Halluzinationen und Impulskontrollstörungen (einschließlich pathologischer Spielsucht, Esssucht, Kaufsucht und Hypersexualität) haben. Der wirksamste Weg, diese Nebenwirkungen zu lindern, ist das Ausschleichen oder Absetzen der Dopaminagonistentherapie. Bei einigen Patienten, die einen Dopaminagonisten ausschleichen, tritt jedoch ein Dopaminagonisten-Entzugssyndrom (DAWS) auf, das als schwere, stereotype Ansammlung physischer und psychischer Symptome definiert ist, die dosisabhängig mit dem Dopaminagonistenentzug korrelieren, klinisch signifikanten Leidensdruck oder soziale/berufliche Funktionsstörungen verursachen, auf Levodopa und andere dopaminerge Medikamente nicht ansprechen und nicht durch andere klinische Faktoren erklärt werden können. Zu den Symptomen von DAWS gehören Angstzustände, Panikattacken, Dysphorie, Depression, Unruhe, Reizbarkeit, Suizidgedanken, Müdigkeit, orthostatische Hypotonie, Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, allgemeine Schmerzen und Drogenverlangen. Der Schweregrad und die Prognose von DAWS sind sehr unterschiedlich. Während einige Patienten vorübergehende Symptome aufweisen und sich vollständig erholen, leiden andere unter einem langwierigen Entzugssyndrom, das Monate bis Jahre anhält und daher möglicherweise nicht bereit oder in der Lage ist, die DA-Therapie abzubrechen. Impulskontrollstörungen scheinen ein Hauptrisikofaktor für DAWS zu sein und treten bei praktisch allen betroffenen Patienten auf. Daher können Patienten, die die Dopaminagonistentherapie nicht absetzen können, chronische Impulskontrollstörungen entwickeln. Derzeit sind keine wirksamen Behandlungen für DAWS bekannt. Daher wird Ärzten dringend empfohlen, Dopaminagonisten umsichtig einzusetzen, Patienten vor Beginn der Dopaminagonistentherapie über die Risiken von DAWS aufzuklären und die Patienten während des Ausschleichens der Dopaminagonisten engmaschig auf Entzugssymptome zu überwachen.; Abstract. Dopamine agonists are effective treatments for a variety of indications, including Parkinson's disease and restless legs syndrome, but may have serious side effects, such as orthostatic hypotension, hallucinations, and impulse control disorders (including pathological gambling, compulsive eating, compulsive shopping/buying, and hypersexuality). The most effective way to alleviate these side effects is to taper or discontinue dopamine agonist therapy. A subset of patients who taper a dopamine agonist, however, develop dopamine agonist withdrawal syndrome (DAWS), which has been defined as a severe, stereotyped cluster of physical and psychological symptoms that correlate with dopamine agonist withdrawal in a dose-dependent manner, cause clinically significant distress or social/occupational dysfunction, are refractory to levodopa and other dopaminergic medications, and cannot be accounted for by other clinical factors. The symptoms of DAWS include anxiety, panic attacks, dysphoria, depression, agitation, irritability, suicidal ideation, fatigue, orthostatic hypotension, nausea, vomiting, diaphoresis, generalized pain, and drug cravings. The severity and prognosis of DAWS is highly variable. While some patients have transient symptoms and make a full recovery, others have a protracted withdrawal syndrome lasting for months to years, and therefore may be unwilling or unable to discontinue DA therapy. Impulse control disorders appear to be a major risk factor for DAWS, and are present in virtually all affected patients. Thus, patients who are unable to discontinue dopamine agonist therapy may experience chronic impulse control disorders. At the current time, there are no known effective treatments for DAWS. For this reason, providers are urged to use dopamine agonists judiciously, warn patients about the risks of DAWS prior to the initiation of dopamine agonist therapy, and follow patients closely for withdrawal symptoms during dopamine agonist taper.
No authorship indicated (2013). Abstracts der 1st International Conference on Behavioral Addictions in Budapest. Journal of Behavioral Addictions, 2, 1–50. https://doi.org/10.1556/JBA.2.2013.Suppl.1
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
In letzter Zeit besteht ein wachsendes Interesse an subklinischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Bei diesen Personen erfüllt die Diagnose einer psychischen Störung nicht den Anforderungen, wenn die strengen standardisierten Klassifikationskriterien [Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders 4th Edition (DSM-IV) (American Psychiatric Association, 1994) und International Classification of Mental and Behavioral Disorders 10th Edition (ICD-10) (World Health Organization, 1992)] angewendet werden. Dennoch weisen sie klinisch relevante psychiatrische Symptome auf, die zu erheblichen Funktionsbeeinträchtigungen führen. Ähnlich wie bei Erwachsenen konzentrierte sich die Forschung zu subklinischen Erkrankungen bei Jugendlichen auf subklinische depressive Episoden. Dabei handelt es sich um eine sehr verbreitete Erkrankung, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung künftiger depressiver Episoden birgt. Unsere Daten zu 12.395 Jugendlichen aus 11 Ländern zeigen, dass subklinische Depressionen bei Jugendlichen mit einer erhöhten Krankheitslast und einem höheren Suizidrisiko verbunden sind (Balazs et al., 2012). Subklinische Formen von Verhaltenssüchten haben in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen, Definitionen und diagnostische Kriterien für verschiedene Arten von Verhaltenssüchten sind jedoch umstritten. Mit Fokus auf Internetsucht verglichen wir die Merkmale maladaptiver und pathologischer Internetnutzung bei Jugendlichen (Durkee et al., 2012). Basierend auf internationalen und eigenen Daten könnten subklinische Zustände gute Ziele für präventive Interventionen darstellen. Wir verstehen die Bedenken hinsichtlich der Medikalisierung normaler Reaktionsvariabilität, möchten aber betonen, dass die Erkennung und angemessene Behandlung subklinischer Zustände bei Jugendlichen das Leben junger Menschen verbessern und sogar retten kann.; Abstract. Recently there has been a growing interest in subthreshold form of disorders in children and adolescents. In these cases individuals do not qualify for any diagnoses of mental disorders, when rigorous standardized classification criteria [Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders 4th Edition (DSM-IV) (American Psychiatric Association, 1994) and International Classification of Mental and Behavioral Disorders 10th Edition (ICD-10) (World Health Organization, 1992)] are applied, however, they have clinically relevant psychiatric symptoms, which cause substantial functional impairment. Most research on adolescent subthreshold conditions, similarly to adults was carried out on subthreshold depressive episode. It was found to be a highly prevalent condition, which has an increased risk for developing future depressive episodes. Our data on 12,395 adolescents from 11 countries show that adolescent subthreshold depression is associated with an increased burden of disease and suicide risk (Balazs et al., 2012). Subthreshold forms of behavior addictions have been gaining attention in recent years, however, definitions and diagnostic criteria of different types of behavior addictions are controversial. Focusing on Internet addiction we compared the characteristics of maladaptive and pathological Internet use among adolescents (Durkee et al., 2012). Based on international and our own data, subthreshold conditions may represent good targets for preventive interventions. While we appreciate the concerns about medicalization of normal variability of reactions, we would like to emphasize, that recognition and appropriate care of adolescent subthreshold conditions may improve and even save lives of young people.
Parker, J. D.; Summerfeldt, L. J.; Kloosterman, P. H.; Keefer, K. V.; Taylor, R. N. (2013). Spielverhalten bei Jugendlichen mit Lernstörungen. Journal of Gambling Studies, 29, 231–9. https://doi.org/10.1007/s10899-012-9312-2
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Minderheiten im Glücksspiel
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Die vorliegende Studie untersuchte die Prävalenz von Spielsucht anhand einer Stichprobe von Jugendlichen (N = 532) aus Ost-Zentral-Ontario. Besonders interessant war die Untersuchung der Hypothese, dass Jugendliche mit Lernstörungen ein erhöhtes Risiko für Spielsucht haben. Die Häufigkeit von Spielsucht bei männlichen Jugendlichen mit Lernstörungen war signifikant höher als bei Jugendlichen ohne Lernprobleme, selbst nach Berücksichtigung negativer Affektivität und ADHS-Symptomen. Die Auswirkungen auf die Behandlung und Intervention bei Spielsucht im Jugendalter werden diskutiert.; Abstract. The present study examined the prevalence of disordered gambling behaviours in a community-based sample of adolescents (N = 532) living in eastern central Ontario. Of particular interest was examining the hypothesis that adolescents with learning disorders are at elevated risk for disordered gambling. Rates of disordered gambling in male adolescents with learning disorders were found to be significantly higher than adolescents without learning problems, even after controlling for negative affectivity and ADHD symptomatology. The implications for treatment and intervention of gambling problems in adolescence are discussed.
Passetti, F.; Verdejo-Garcia, A.; Abou-Saleh, M. (2013). Vergleichsweise erhaltene Impulskontrolle bei spät einsetzenden Opiatkonsumenten. Psychopharmacology, 230, 499–505. https://doi.org/10.1007/s00213-013-3174-x
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
BEGRÜNDUNG: Umfangreiche Literatur deutet darauf hin, dass Aspekte impulsiver Entscheidungsfindung bei Alkoholabhängigkeit typisch für Personen mit früh einsetzenden Suchtverhaltensproblemen sind. Es ist nicht bekannt, ob dies auch für Opiatabhängigkeit gilt, und diese Erkenntnis hat wichtige theoretische und klinische Implikationen. ZIELE: Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen dem Alter bei Beginn von Suchtverhaltensproblemen und der Entscheidungsfindung bei Opiatabhängigkeit. METHODEN: 93 opiatabhängige, behandlungssuchende Personen wurden in drei Gruppen (frühes, spätes und mittleres Auftreten) eingeteilt und füllten Impulsivitätsfragebögen sowie Aufgaben zur Verzögerungsdiskontierung und zum Glücksspiel aus. ERGEBNISSE: Personen mit spät einsetzenden Opiatproblemen (25 Jahre oder älter) wiesen niedrigere Verzögerungsdiskontierungsraten auf als Personen mit frühem (18 Jahre oder jünger) oder mittlerem Auftreten. Es gab keine Unterschiede in der Leistung bei den Glücksspielaufgaben. Personen mit spät einsetzender Sucht waren älter und hatten eine kürzere Drogenanamnese, es gab jedoch keinen Zusammenhang zwischen Alter oder Dauer der Opiatexposition und Verzögerungsdiskontierungsraten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: In Übereinstimmung mit früheren Studien zur Alkoholsucht stützen diese Ergebnisse die Annahme, dass es mindestens zwei unterschiedliche Untergruppen opiatabhängiger Personen gibt, die sich durch einen unterschiedlichen Problembeginn, eine unterschiedliche Neigung zu impulsivem Verhalten und möglicherweise unterschiedliche Mechanismen auszeichnen, die zur Sucht führen.; Abstract. RATIONALE: A substantial literature indicates that in alcohol addiction aspects of impulsive decision-making are typical of individuals with an early onset of addictive behaviour problems. It is not known whether the same applies to opiate addiction, and this insight has important theoretical and clinical implications. OBJECTIVES: This study aims to examine the relationship between age at onset of addictive behaviour problems and decision-making in opiate addiction. METHODS: Ninety-three opiate-dependent, treatment-seeking individuals were divided in three groups, early, late and intermediate onset of problems, and completed impulsivity questionnaires and delay discounting and gambling tasks. RESULTS: Individuals with a late onset of opiate problems (25 years or above) had lower delay discounting rates than individuals with early (18 years or less) or intermediate onset. There were no differences in performance on the gambling tasks. Late-onset individuals were older and had shorter drug histories, but there was no relationship between either age or length of exposure to opiates and delay discounting rates. CONCLUSIONS: In keeping with previous studies in alcohol addiction, these findings support the notion of at least two distinct subgroups of opiate-dependent individuals, characterised by a different onset of problems, different propensity to impulsive behaviour and perhaps distinct mechanisms leading to addiction.
Petry, N. M.; Blanco, Carlos (2013). Nationale Glücksspielerlebnisse in den Vereinigten Staaten: Wird sich die Geschichte wiederholen?. Addiction, 108, 1032–1037. https://doi.org/10.1111/j.1360-0443.2012.03894.x
Therapie
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Folgen
Gesellschaftliche Folgen
Individuelle Folgen
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Regulierung von Glücksspiel
Internationale Regulierungen von Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziele: Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand der Glücksspielforschung in den USA. Methoden: Literaturübersicht. Ergebnisse: Glücksspiel ist in den USA seit seinen Anfängen Teil der Gesellschaft. Allerdings wurde pathologisches Glücksspiel erst 1980 von der US-amerikanischen Ärzteschaft als psychiatrische Störung anerkannt. Bis heute wird es nur selten diagnostiziert oder behandelt, und die Forschung auf diesem Gebiet wird nur verhältnismäßig wenig staatlich gefördert. Mit der bevorstehenden fünften Revision des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders wird pathologisches Glücksspiel wahrscheinlich neben substanzbezogenen Störungen als erste nicht substanzbezogene Suchtstörung aufgenommen. Diese Änderung könnte eine Gelegenheit bieten, die Glücksspielforschung und die Behandlung von pathologischem Glücksspiel auszuweiten. Schlussfolgerungen: Wir unterbreiten zehn Vorschläge zur Verringerung des gesellschaftlichen und persönlichen Schadens, der mit dieser Störung verbunden ist.; Abstract. Aims: The aim of this paper is to offer an account of the history and current status of gambling research in the United States. Methods: A review of the literature. Results: Gambling has been a part of society in the United States since its early history. However, it was not until 1980 that the medical profession in the United States first recognized pathological gambling as a psychiatric disorder. Today, it is still rarely diagnosed or treated, and relatively little federal funding is available to support research in this area.With the upcoming fifth revision of the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, pathological gambling is likely to be included alongside substance use disorders as the first non-substance-related addictive disorder. This change may represent an opportunity to expand research on gambling and treatment of pathological gambling. Conclusions: We provide 10 suggestions for reducing societal and personal harm associated with this disorder. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Petry, N.M.; Blanco, C.; Stinchfield, R.; Volberg, R. (2013). Eine empirische Evaluierung der vorgeschlagenen Änderungen für die Glücksspieldiagnose im DSM-5. Addiction, 108, 575–581. https://doi.org/10.1111/j.1360-0443.2012.04087.x
Therapie
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Einstellungen und Teilnehmer Umfragen unter zufällig ausgewählten Haushaltsbewohnern in den Vereinigten Staaten (USA) (n = 2417), Glücksspielkunden (n = 450), Personen in Kurzinterventionsstudien (n = 375), Patienten in gemeindebasierten Spielsuchtbehandlungsprogrammen (n = 149) und Teilnehmern an randomisierten Interventionsstudien (n = 319). Messungen Allen Teilnehmern wurde der DSM-IV-Screen for Gambling Problems (NODS) des National Opinion Research Center vorgelegt. Die interne Konsistenz und die Faktorenstruktur wurden anhand von 10 und 9 Kriterien bewertet. Basisraten, Trefferquoten, Sensitivität, Spezifität und Gesamtübereinstimmung wurden über verschiedene Klassifikationssysteme hinweg verglichen, wobei die DSM-IV-Klassifikation als Standard diente. Ergebnisse Die Eliminierung des Kriteriums illegale Handlungen hatte keine Auswirkungen auf die interne Konsistenz und verbesserte die in der Faktorstruktur berücksichtigte Varianz geringfügig. Beim Vergleich eines Klassifizierungssystems mit vier von zehn Kriterien mit einem mit vier von neun ergab das System mit vier von neun in allen Vergleichen und über alle Stichproben hinweg eine gleiche oder leicht bessere Klassifizierungsgenauigkeit. Schlussfolgerungen: Die Aufnahme des Kriteriums illegaler Handlungen in die vorgeschlagene DSM-V-Diagnose für pathologisches Glücksspiel erscheint für die Diagnose von pathologischem Glücksspiel nicht notwendig, und wenn es eliminiert wird, führt die Reduzierung des Grenzwerts auf vier zu konsistenteren Diagnosen im Vergleich zum aktuellen Klassifizierungssystem.; Abstract. Settings and participants Surveys of randomly selected household residents in the United States (US) (n = 2417), gambling patrons (n = 450), individuals in brief intervention studies (n = 375), patients in community-based gambling treatment programs (n = 149) and participants in randomized intervention studies (n = 319). Measurements The National Opinion Research Center DSM-IV Screen for Gambling Problems (NODS) was administered to all participants. Internal consistency and factor structure were evaluated using both 10 and nine criteria. Base rates, hit rates, sensitivity, specificity and overall agreement were compared across classification systems, using DSM-IV classification as the standard. Findings Eliminating the illegal acts criterion did not impact internal consistency and modestly improved variance accounted for in the factor structure. In comparing a classification system using four of 10 criteria versus one using four of nine, the four of nine system yielded equal or slightly better classification accuracy in all comparisons and across all samples. Conclusions The inclusion of the illegal acts criterion in the proposed DSM-V pathological gambling diagnosis does not appear necessary for diagnosis of pathological gambling and, if it is eliminated, reducing the cut-point to four results in more consistent diagnoses relative to the current classification system.
Pilver, C. E.; Libby, D. J.; Hoff, R. A.; Potenza, M. N. (2013). Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Beziehung zwischen Glücksspielproblemen und dem Auftreten von Substanzstörungen in einer national repräsentativen Bevölkerungsstichprobe. Drug and Alcohol Dependence, 133, 204–11. https://doi.org/10.1016/j.drugalcdep.2013.05.002
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Folgen
Individuelle Folgen
Frauen im Glücksspiel
Häufigkeit von Frauen im Glücksspiel
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HINTERGRUND: Querschnittsstudien haben geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen dem Schweregrad problematischen Glücksspiels und substanzbezogenen Störungen aufgezeigt; diese Zusammenhänge wurden jedoch nicht längsschnittlich untersucht. Wir wollten die prospektiven Zusammenhänge zwischen dem Schweregrad problematischen Glücksspiels und auftretenden substanzbezogenen Störungen bei Frauen im Vergleich zu Männern untersuchen. METHODEN: Die Analysen wurden anhand von NESARC-Daten der Wellen 1 und 2 durchgeführt und konzentrierten sich auf psychiatrische Diagnosen von 34.006 nicht in Heimen untergebrachten Erwachsenen in den USA. Anhand von Einschlusskriterien für pathologisches Glücksspiel wurden die Teilnehmer der Welle 1 als gefährdet/problematisch spielsüchtig (ARPG) und nicht-ARPG (d. h. nicht spielsüchtig/selten spielend/risikoarm spielend) kategorisiert. Zu den abhängigen Variablen gehörten die Dreijahresinzidenz jeglicher substanzbezogenen Störungen, Alkoholstörungen, Nikotinabhängigkeit, Drogenstörungen, Störungen durch den Gebrauch verschreibungspflichtiger Medikamente und Störungen durch den Gebrauch illegaler Drogen. ERGEBNISSE: Signifikante Interaktionen zwischen Geschlecht und ARPG-Status wurden hinsichtlich der Dreijahreshäufigkeit von Nikotinabhängigkeit und Störungen durch verschreibungspflichtige Medikamente beobachtet und erreichten annähernd Signifikanz hinsichtlich der Häufigkeit von Alkoholmissbrauch. ARPG (im Vergleich zu Nicht-ARPG) war positiv mit Nikotinabhängigkeit bei Frauen assoziiert (OR=2,00; 95% CI=1,24-3,00). ARPG war negativ mit Störungen durch verschreibungspflichtige Medikamente bei Männern assoziiert (OR=0,30; 95% CI=0,10-0,88). Schließlich war ARPG positiv mit Störungen durch Alkoholmissbrauch bei Männern assoziiert (OR=2,20; 95% CI=1,39-3,48). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Glücksspielprobleme waren mit einer erhöhten Dreijahreshäufigkeit von Nikotinabhängigkeit bei Frauen und Alkoholabhängigkeit bei Männern verbunden. Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, das Geschlecht bei Präventions- und Behandlungsinitiativen für Erwachsene mit Glücksspielproblemen zu berücksichtigen. Darüber hinaus müssen die spezifischen Faktoren identifiziert werden, die dem unterschiedlichen Verlauf bestimmter Substanzstörungen bei Frauen und Männern mit ARPG zugrunde liegen.; Abstract. BACKGROUND: Cross-sectional studies have demonstrated gender-related differences in the associations between problem-gambling severity and substance-use disorders; however, these associations have not been examined longitudinally. We aimed to examine the prospective associations between problem-gambling severity and incident substance-use disorders in women versus men. METHODS: Analyses were conducted using Wave-1 and Wave-2 NESARC data focusing on psychiatric diagnoses from 34,006 non-institutionalized US adults. Inclusionary criteria for pathological gambling were used to categorize Wave-1 participants as at-risk/problem gambling (ARPG) and non-ARPG (i.e. non-gambling/low-frequency gambling/low-risk gambling). Dependent variables included the three-year incidence of any substance-use disorder, alcohol-use disorders, nicotine dependence, drug-use disorders, prescription drug-use disorders, and illicit drug-use disorders. RESULTS: Significant gender-by-ARPG status interactions were observed with respect to the three-year incidence of nicotine dependence and prescription drug-use disorders, and approached significance with respect to incident alcohol-use disorders. ARPG (relative to non-ARPG) was positively associated with nicotine dependence among women (OR=2.00; 95% CI=1.24-3.00). ARPG was negatively associated with incident prescription drug-use disorders among men (OR=0.30; 95% CI=0.10-0.88)). Finally, ARPG was positively associated with incident alcohol-use disorders among men (OR=2.20; 95% CI=1.39-3.48). CONCLUSIONS: Gambling problems were associated with an increased 3-year incidence of nicotine dependence in women and alcohol dependence in men. These findings highlight the importance of considering gender in prevention and treatment initiatives for adults who are experiencing gambling problems. Moreover, the specific factors underlying the differential progressions of specific substance-use disorders in women and men with ARPG warrant identification.
Pilver, C. E.; Potenza, M. N. (2013). Erhöhte Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei älteren Erwachsenen mit pathologischen Glücksspielmerkmalen in einer prospektiven Studie. Journal of Addiction Medicine, 7, 387–93. https://doi.org/10.1097/ADM.0b013e31829e9b36
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstige Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Folgen
Individuelle Folgen
Minderheiten im Glücksspiel
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ZIELE: Bewertung der prospektiven Zusammenhänge zwischen Risiko-/Problem-/pathologischem Glücksspiel (ARPG) und neu auftretenden Erkrankungen bei älteren Erwachsenen. METHODEN: Sekundärdatenanalyse der National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions, Wellen 1 und 2, erhoben in den Jahren 2001 bis 2002 bzw. 2004 bis 2005. Teilnehmer sind Erwachsene ab 55 Jahren (n = 10.231), die aus einer landesweit repräsentativen Stichprobe von Erwachsenen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten ausgewählt wurden. Die diagnostischen Kriterien für pathologisches Glücksspiel der vergangenen Jahre in Welle 1 wurden anhand des „Alcohol Use Disorder and Associated Disabilities Interview Schedule-Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders-Fourth Edition“ ausgewertet. Der körperliche Gesundheitszustand wurde in Welle 1 und Welle 2 erhoben. Die logistische Regressionsmodellierung wurde für die Gruppen ARPG (Teilnehmer, die ein oder mehrere Einschlusskriterien für pathologisches Glücksspiel erfüllten) und Nicht-ARPG (Teilnehmer ohne Glücksspiel/wenig häufiges Glücksspiel oder Glücksspiel ohne Erfüllung der Kriterien für pathologisches Glücksspiel) durchgeführt. ERGEBNISSE: Im Vergleich zu Nicht-ARPG ist ARPG prospektiv mit einer erhöhten Inzidenz von Arteriosklerose und Herzerkrankungen assoziiert, unabhängig von soziodemografischen Merkmalen der Welle 1, psychiatrischer Komorbidität, Substanzkonsum und Body-Mass-Index. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Ältere Erwachsene mit riskantem oder problematischem Glücksspiel können einem besonderen Risiko für die Entwicklung bestimmter körperlicher Erkrankungen ausgesetzt sein. Personen mit Risiko-/Problem-/pathologischem Glücksspiel sollten hinsichtlich der Entwicklung dieser Erkrankungen genauer beobachtet und zu gesundheitsfördernden Aktivitäten ermutigt werden. Ältere Erwachsene und ihre Betreuer sollten über die mit ARPG verbundenen negativen körperlichen gesundheitlichen Folgen aufgeklärt werden.; Abstract. OBJECTIVES: To evaluate the prospective associations between at-risk/problem/pathological gambling (ARPG) and incident medical conditions among older adults. METHODS: Secondary data analysis of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions, waves 1 and 2, collected from 2001 to 2002 and 2004 to 2005, respectively. Participants are adults aged 55 years and older (n = 10,231) who were selected from a nationally representative community sample of adults residing in the United States. Past-year diagnostic criteria for pathological gambling at wave 1 were evaluated with the Alcohol Use Disorder and Associated Disabilities Interview Schedule-Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders-Fourth Edition. Physical health conditions were assessed at wave 1 and wave 2. Logistic regression modeling was conducted on groups categorized as ARPG (participants endorsing 1 or more inclusionary criteria for pathological gambling) and non-ARPG (nongambling/low-frequency gambling or gambling without endorsement of pathological gambling criteria). RESULTS: Relative to non-ARPG, ARPG is prospectively associated with elevated incidences of arteriosclerosis and any heart condition, independently of wave-1 sociodemographic characteristics, psychiatric comorbidity, substance use, and body mass index. CONCLUSIONS: Older adults who demonstrate risky or problematic levels of gambling may be at particular risk for the onset of some physical health conditions. Individuals with at-risk/problem/pathological gambling features should be monitored more closely for the development of these conditions and encouraged to adopt activities that confer health benefits. Efforts should be made to educate older adults and their caretakers on the adverse incident physical health conditions associated with ARPG.
Poletti, Michele;Logi, Chiara;Lucetti, Claudio;Del Dotto, Paolo;Baldacci, Filippo;Vergallo, Andrea;Ulivi, Martina;Del Sarto, Simone;Rossi, Giuseppe;Ceravolo, Roberto;Bonuccelli, Ubaldo (2013). Eine monozentrische Querschnittsstudie zur Prävalenz von Impulskontrollstörungen bei der Parkinson-Krankheit: Assoziation mit dopaminergen Medikamenten. Journal of Clinical Psychopharmacology, 33, 691–694. https://doi.org/10.1097/JCP.0b013e3182979830
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstige Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Minderheiten im Glücksspiel
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Ziel der vorliegenden Studie war es, die Prävalenz von Impulskontrollstörungen (ICDs) bei Patienten mit Parkinson-Krankheit (PD) und ihren Zusammenhang mit demografischen, arzneimittelbezogenen und krankheitsbezogenen Merkmalen zu ermitteln. Wir führten eine monozentrische Querschnittsstudie mit 805 PD-Patienten durch. Impulskontrollstörungen wurden mit dem Fragebogen für Impuls- und Zwangsstörungen bei Parkinson-Krankheit untersucht; ebenfalls komorbide neuropsychiatrische Komplikationen (Demenz, Wahnvorstellungen, visuelle Halluzinationen) wurden mit klinischen Interviews und Ad-hoc-Instrumenten (Parkinson Psychosis Questionnaire und Neuropsychiatry Inventory) untersucht. Impulskontrollstörungen wurden bei 65 Patienten (Prävalenz 8,1 %) festgestellt, wobei pathologisches Spielen und Hypersexualität am häufigsten waren. Impulskontrollstörungen fanden sich bei 57 von 593 kognitiv erhaltenen Patienten (Prävalenz 9,6 %) und bei 8 von 212 Demenzpatienten (Prävalenz 3,8 %). Impulskontrollstörungen waren signifikant mit Dopaminagonisten (Odds Ratio [OR] 5,50; 95%-Konfidenzintervall [CI] 2,60–12,46; P < 0,0001) und Levodopa (OR 2,43; 95 %-CI 1,06–6,35; P = 0,034) assoziiert. Die Häufigkeit von Impulskontrollstörungen war bei Pramipexol und Ropinirol ähnlich (16,6 % vs. 12,5 %; OR 1,45; 95 %-CI 0,79–2,74; P = 0,227). Weitere mit ICDs assoziierte Variablen waren männliches Geschlecht und jüngeres Alter. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass dopaminerge Behandlungen bei PD mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für einen ICD verbunden sind, aber auch andere demografische und klinische Variablen mit ICDs assoziiert sind, was auf die multifaktorielle Natur des ICD-Phänomens bei PD hindeutet.; Abstract. The current study aimed at establishing the prevalence of impulse control disorders (ICDs) in patients with Parkinson disease (PD) and their association with demographic, drug-related, and disease-related characteristics. We performed a single-center cross-sectional study of 805 PD patients. Impulse control disorders were investigated with the Questionnaire for Impulsive Compulsive Disorders in Parkinson's Disease; also comorbid neuropsychiatric complications (dementia, delusions, visual hallucinations) were investigated with clinical interviews and ad hoc instruments (Parkinson Psychosis Questionnaire and Neuropsychiatry Inventory). Impulse control disorders were identified in 65 patients (prevalence, 8.1%), with pathological gambling and hypersexuality the most frequent. Impulse control disorders were present in 57 of 593 cognitively preserved patients (prevalence, 9.6%) and in 8 of 212 demented patients (prevalence, 3 8%) Impulse control disorders were significantly associated with dopamine agonists (odds ratio [OR], 5.50; 95% confidence interval [CI], 2.60-12.46, P < 0.0001) and levodopa (OR, 2.43; 95% CI, 1.06-6.35; P = 0.034). Impulse control disorders frequency was similar for pramipexole and ropinirole (16.6% vs 12.5%; OR, 1.45; 95% CI, 0.79-2.74; P = 0.227) Additional variables associated with ICDs were male sex and younger age. These findings suggested that dopaminergic treatments in PD are associated with increased odds of having an ICD, but also other demographic and clinical variables are associated with ICDs, suggesting the multifactorial nature of the ICD phenomenon in PD. (PsycINFO Database Record (c) 2018 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Probst, C. C.; van Eimeren, T. (2013). Die funktionelle Anatomie von Impulskontrollstörungen. Current Neurology and Neuroscience Reports, 13, 386. https://doi.org/10.1007/s11910-013-0386-8
Ursachen
Biologische Risikofaktoren
Therapie
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Sonstige Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
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Impulsiv-zwanghafte Störungen wie pathologisches Glücksspiel, Hypersexualität, Ess- und Kaufsucht sind Nebenwirkungen der dopaminergen Therapie bei Parkinson. Diese Störungen treten, wenn auch seltener, auch in der Allgemeinbevölkerung auf. Forschungen der letzten Jahre haben ergeben, dass diese pathologischen Verhaltensweisen ähnliche Merkmale wie Substanzgebrauchsstörungen (SUD) aufweisen, was zum Begriff „Verhaltenssüchte“ geführt hat. Wie bei SUDs sind die Verhaltensweisen durch einen zwanghaften Antrieb und eine beeinträchtigte Kontrolle über das Verhalten gekennzeichnet. Darüber hinaus deuten Tier- und Medikamentenstudien, Forschungen an Parkinson-Patienten sowie Befunde der Neurobildgebung auf eine gemeinsame Neurobiologie von Suchtverhalten hin. Veränderungen im Zusammenhang mit Suchtverhalten zeigen sich hauptsächlich im dopaminergen System eines mesokortikolimbischen Schaltkreises, dem sogenannten Belohnungssystem. Hier skizzieren wir neurobiologische Erkenntnisse zu Verhaltenssüchten mit einem Schwerpunkt auf dopaminergen Systemen, setzen sie in Beziehung zu SUD-Theorien und versuchen, ein vorläufiges Konzept zu entwickeln, das Genetik, bildgebende Verfahren und Verhaltensergebnisse integriert.; Abstract. Impulsive-compulsive disorders such as pathological gambling, hypersexuality, compulsive eating, and shopping are side effects of the dopaminergic therapy for Parkinson's disease. With a lower prevalence, these disorders also appear in the general population. Research in the last few years has discovered that these pathological behaviors share features similar to those of substance use disorders (SUD), which has led to the term "behavioral addictions". As in SUDs, the behaviors are marked by a compulsive drive toward and impaired control over the behavior. Furthermore, animal and medication studies, research in the Parkinson's disease population, and neuroimaging findings indicate a common neurobiology of addictive behaviors. Changes associated with addictions are mainly seen in the dopaminergic system of a mesocorticolimbic circuit, the so-called reward system. Here we outline neurobiological findings regarding behavioral addictions with a focus on dopaminergic systems, relate them to SUD theories, and try to build a tentative concept integrating genetics, neuroimaging, and behavioral results.
Raisamo, S.; Halme, J.; Murto, A.; Lintonen, T. (2013). Glücksspielbedingte Schäden bei Jugendlichen: eine bevölkerungsbasierte Studie. Journal of Gambling Studies, 29, 151–9. https://doi.org/10.1007/s10899-012-9298-9
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Folgen
Individuelle Folgen
Soziale Folgen
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Minderheiten im Glücksspiel
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International und auch in Europa wird Glücksspiel bei Jugendlichen zunehmend als wichtiges Problem der öffentlichen Gesundheit anerkannt. Die Forschung zum Thema Glücksspiel bei Jugendlichen konzentriert sich jedoch meist auf die Prävalenz, und bevölkerungsbasierte Studien sind rar. Nur wenige Studien haben sich mit spielbedingten Schäden bei Jugendlichen befasst. In einer nationalen Stichprobe untersuchten wir selbst erlittene Schäden im Zusammenhang mit Glücksspiel und die Beziehung zwischen gemeldeten Schäden und Spielverhalten bei finnischen Jugendlichen. 2011 wurde in Finnland eine nationale Umfrage unter 12- bis 18-Jährigen durchgeführt (N = 4.566). Die wichtigsten Messgrößen waren die Häufigkeit des Glücksspiels und die gemeldeten spielbedingten Schäden während der letzten sechs Monate. Die Beziehung zwischen gemeldeten Schäden und Spielverhalten wurde mithilfe einer logistischen Regressionsanalyse untersucht. Insgesamt hatten 44 % während der letzten sechs Monate gespielt. Von der Stichprobe waren 12 % häufige Spieler (mindestens wöchentlich) und 32 % gelegentliche Spieler (monatlich oder seltener). Im Vergleich zu gelegentlichen Spielern erlitten häufige Spieler eher Schäden. Die am häufigsten berichteten Schäden unter häufigen Spielern waren „Schuldgefühle oder Schamgefühle aufgrund des Glücksspiels“ (17 %), gefolgt von „Beziehungsproblemen“ (13 %) und „Störungen des Tagesrhythmus“ (10 %). In einer alters- und geschlechtsbereinigten Analyse berichteten tägliche Spieler im Vergleich zu anderen Gruppen deutlich häufiger über alle Arten von Schäden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass bei der Planung und Ausrichtung von Strategien zur Spielprävention und Schadensminderung bei Jugendlichen die Art und das Ausmaß, in dem Glücksspiel zu den verschiedenen Arten von Schäden beitragen kann, berücksichtigt werden müssen.; Abstract. Internationally, and also in Europe, adolescent gambling is increasingly recognized as an important public health issue. Most research on adolescent gambling, however, is prevalence-focused and population-based studies are scarce. Few studies have examined gambling-related harms among adolescents. In a national sample, we examined self-experienced harms related to gambling and the relationship between reported harms and gambling behavior among Finnish adolescents. A national survey of 12-18-year-olds was conducted in Finland in 2011 (N = 4,566). Main measures were frequency of gambling and gambling-related harms reported during the past 6 months. The relationship between reported harms and gambling behavior was assessed using logistic regression analysis. Overall, 44% had gambled during the past 6 months. Of the sample, 12% were frequent gamblers (at least weekly) and 32% were occasional gamblers (monthly or less often). Compared to occasional gamblers, frequent gamblers were more likely to experience harms. The most commonly reported harms among frequent gamblers were "felt guilty or shameful due to gambling" (17%) followed by "problems with relationships" (13%) and "disruptions of daily rhythm" (10%). In age and gender-adjusted analysis, daily gamblers were significantly more likely to report all different types of harms when compared to other groups. These findings suggest that when planning and targeting youth gambling prevention and harm reduction strategies the nature and extent to which gambling may contribute to the different types of harms are important to consider.
Richmond-Rakerd, Leah S.; Slutske, Wendy S.; Piasecki, Thomas M. (2013). Geburtskohorte und Geschlechtsunterschiede im Alter der Glücksspieleinweisung in den Vereinigten Staaten: Evidenz aus der National Comorbidity Survey Replication. International Gambling Studies, 13, 417–429. https://doi.org/10.1080/14459795.2013.836554
Ursachen
Krankheitsverläufe
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Trends
Frauen im Glücksspiel
Häufigkeit von Frauen im Glücksspiel
Minderheiten im Glücksspiel
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Glücksspiel unter Jugendlichen ist zu einem erheblichen Problem der öffentlichen Gesundheit geworden und anscheinend beginnen die Menschen heute in jüngerem Alter mit dem Spielen als in früheren Generationen. Wir sind dieser Frage nachgegangen, indem wir im Rahmen einer nationalen epidemiologischen Studie die Unterschiede zwischen Geburtskohorten hinsichtlich des Einstiegsalters ins Glücksspiel untersucht haben. Die Daten stammen aus der United States National Comorbidity Survey Replication, einer landesweit repräsentativen Bevölkerungsumfrage unter Erwachsenen der Jahrgänge 1904–1984. Die Personen wurden in vier Geburtskohorten unterteilt. Die Kohorten wurden hinsichtlich ihrer lebenslangen Glücksspielbeteiligung und des Einstiegsalters verglichen. Bedeutende Unterschiede zwischen den Geburtskohorten und dem Geschlecht zeigten sich hinsichtlich des Einstiegsalters ins Glücksspiel: Jüngere Kohorten begannen zunehmend früher mit dem Glücksspiel, und Männer begannen früher als Frauen. Das durchschnittliche Einstiegsalter für vor 1942 geborene Personen lag bei 32,9 Jahren, für die zwischen 1973 und 1984 Geborenen bei 16,9 Jahren. Das Durchschnittsalter für den Einstieg ins Glücksspiel lag bei 20,8 Jahren für Männer und 26,4 Jahren für Frauen. Jüngere Frauen scheinen jedoch gegenüber ihren männlichen Altersgenossen aufzuholen. Dieses sinkende Einstiegsalter könnte die zunehmende Verbreitung von Spielsucht in den USA erklären.; Abstract. Youth gambling has become a significant public health concern, and it appears that individuals are gambling at younger ages than they did in earlier generations. We tested this question by examining birth cohort differences in the age of onset of gambling in a national epidemiologic survey. Data were drawn from the United States National Comorbidity Survey Replication, a nationally representative general population survey of adults born 1904GÇô84. Individuals were divided into four birth cohorts. The cohorts were compared on their lifetime gambling involvement and age of onset of gambling. Significant birth cohort and sex differences were found in the age of gambling initiation, with more recently born cohorts starting to gamble at progressively earlier ages, and men starting to gamble at younger ages than women. The mean age of onset of gambling for individuals born before 1942 was 32.9 years, and for those born between 1973 and 1984 it was 16.9 years. The overall mean ages of onset of gambling were 20.8 for men and 26.4 for women, but more recently born women appear to be GÇÿcatching upGÇÖ with their male counterparts. This decreasing age of gambling initiation may help explain the increasing prevalence of disordered gambling in the United States. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Rodda, S.; Lubman, D.I.; Dowling, N.A.; Bough, A.; Jackson, A.C. (2013). Webbasierte Beratung bei problematischem Glücksspiel: Erforschung von Motivationen und Empfehlungen. Journal of Medical Internet Research, 15, e99. https://doi.org/10.2196/jmir.2474
Therapie
Digitale Therapie
Therapiewirksamkeit
Beratung und Betreuung
Online-Beratung
Suchtberatungsstellen
Vorurteile gegenüber Glücksspielsüchtigen
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Hintergrund: Bei stark stigmatisierten Störungen wie problematischem Glücksspiel kann webbasierte Beratung häufige Behandlungshindernisse wie Scham und Stigmatisierung überwinden. Trotz des exponentiellen Wachstums der Inanspruchnahme sofortiger synchroner webbasierter Beratung (d. h. ohne Terminvereinbarung) ist wenig darüber bekannt, warum Menschen diesen Service anderen Behandlungsmethoden vorziehen. Ziel: Ziel der vorliegenden Studie war es, die Gründe für die Wahl und Empfehlung webbasierter Beratung gegenüber telefonischen oder persönlichen Angeboten zu ermitteln. Methoden: An der Studie nahmen 233 australische Teilnehmer teil, die zwischen November 2010 und Februar 2012 eine Online-Beratung zu problematischem Glücksspiel auf der Website „Gambling Help Online“ absolviert hatten. Die Teilnehmer wurden alle als problematische Spieler eingestuft, wobei der größte Anteil männlich (57,4 %) und 60,4 % jünger als 40 Jahre waren. Die Teilnehmer beantworteten offene Fragen zu ihren Gründen, warum sie Online-Beratung anderen Formen (d. h. persönlich und telefonisch) vorziehen, sowie zu den Gründen, warum sie den Dienst anderen empfehlen. Ergebnisse: Eine Inhaltsanalyse ergab vier Themen im Zusammenhang mit Vertraulichkeit/Anonymität (27,0 %), Bequemlichkeit/Zugänglichkeit (50,9 %), Zugang zum Dienstsystem (34,2 %) und einer Präferenz für das therapeutische Medium (26,6 %). Nur wenige Teilnehmer gaben hilfreiche professionelle Unterstützung als Grund für die Inanspruchnahme der Online-Beratung an, aber 43,2 % der Teilnehmer gaben an, dass dies ein Grund für die Empfehlung des Dienstes sei. Die über 40-Jährigen in der Stichprobe nutzten webbasierte Beratung eher als Einstiegspunkt in das Dienstsystem als jüngere Personen (P=.045), während diejenigen, die nicht strategisches Glücksspiel (z. B. Glücksspielautomaten) betrieben, eher Online-Beratung als Einstiegspunkt in das Dienstsystem nutzten als diejenigen, die strategisches Glücksspiel (z. B. Karten, Sport; P=.01) betrieben. Teilnehmer über 40 Jahren empfahlen den Dienst eher aufgrund seines Potenzials an Vertraulichkeit und Anonymität (P=.04), während Teilnehmer unter 40 Jahren den Dienst eher aufgrund seiner Nützlichkeit empfahlen (P=.02). Schlussfolgerungen: Diese Studie liefert wichtige Informationen darüber, warum Online-Glücksspielberatung für Menschen mit Spielsucht attraktiv ist, und dient somit der Entwicklung gezielter Online-Programme, Kampagnen und Werbematerialien.; Abstract. Background:For highly stigmatized disorders, such as problem gambling, Web-based counseling has the potential to address common barriers to treatment, including issues of shame and stigma. Despite the exponential growth in the uptake of immediate synchronous Web-based counseling (ie, provided without appointment), little is known about why people choose this service over other modes of treatment. Objective:The aim of the current study was to determine motivations for choosing and recommending Web-based counseling over telephone or face-to-face services. Methods:The study involved 233 Australian participants who had completed an online counseling session for problem gambling on the Gambling Help Online website between November 2010 and February 2012. Participants were all classified as problem gamblers, with a greater proportion of males (57.4%) and 60.4% younger than 40 years of age. Participants completed open-ended questions about their reasons for choosing online counseling over other modes (ie, face-to-face and telephone), as well as reasons for recommending the service to others. Results:A content analysis revealed 4 themes related to confidentiality/anonymity (reported by 27.0%), convenience/accessibility (50.9%), service system access (34.2%), and a preference for the therapeutic medium (26.6%). Few participants reported helpful professional support as a reason for accessing counseling online, but 43.2% of participants stated that this was a reason for recommending the service. Those older than 40 years were more likely than younger people in the sample to use Web-based counseling as an entry point into the service system (P=.045), whereas those engaged in nonstrategic gambling (eg, machine gambling) were more likely to access online counseling as an entry into the service system than those engaged in strategic gambling (ie, cards, sports; P=.01). Participants older than 40 years were more likely to recommend the service because of its potential for confidentiality and anonymity (P=.04), whereas those younger than 40 years were more likely to recommend the service due to it being helpful (P=.02). Conclusions:This study provides important information about why online counseling for gambling is attractive to people with problem gambling, thereby informing the development of targeted online programs, campaigns, and promotional material.
Rogers, Jim (2013). Problematisches Glücksspiel: ein geeigneter Fall für die Soziale Arbeit?. Practice: Social Work in Action, 25, 41–60. https://doi.org/10.1080/09503153.2013.775234
Therapie
Beratung und Betreuung
Suchtberatungsstellen
Folgen
Gesellschaftliche Folgen
Individuelle Folgen
Soziale Folgen
Vorbeugung/Prävention
Frühes Erkennen und Gegensteuern (Sekundärprävention)
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
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Problematisches Glücksspiel erfährt in Großbritannien von Gesundheits- und Sozialbehörden wenig Aufmerksamkeit. Prävalenzstudien deuten darauf hin, dass 0,6 % der Bevölkerung problematisches Glücksspiel haben, und es wird vermutet, dass auf jede dieser Personen 10-17 weitere Personen, darunter Kinder und andere Familienmitglieder, kommen. Problematisches Glücksspiel ist mit vielen individuellen und sozialen Problemen verbunden, darunter Depressionen, Selbstmord, hohe Schulden, Insolvenz, Familienkonflikte, häusliche Gewalt, Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern sowie Kriminalität. Dies macht das Thema zu einem zentralen Thema der Sozialarbeit. Dennoch wurde das Thema Suchtverhalten in der Ausbildung von Sozialarbeitern in Großbritannien konsequent vernachlässigt. Während Drogenmissbrauch in den letzten Jahren etwas Aufmerksamkeit erhielt, herrschte in Bezug auf Glücksspielprobleme Stillschweigen. Sozialarbeiter bieten bei Suchtproblemen mehr Hilfe als andere helfende Berufe. Es gibt gute Belege dafür, dass Behandlung und frühzeitige Intervention bei Glücksspielproblemen, einschließlich psychosozialer und gesundheitspolitischer Ansätze, sehr effektiv sein können. In diesem Artikel wird argumentiert, dass problematisches Glücksspiel auf den Radar der Sozialarbeit gerückt werden sollte, und zwar durch die Einbeziehung in Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramme sowie durch die Erforschung und Verbreitung bewährter Verfahren durch Institutionen wie das Social Care Institute for Excellence (SCIE).; Abstract. Problem gambling attracts little attention from health and social care agencies in the UK. Prevalence surveys suggest that 0.6% of the population are problem gamblers and it is suggested that for each of these individuals, 10-17 other people, including children and other family members, are affected. Problem gambling is linked to many individual and social problems including: depression, suicide, significant debt, bankruptcy, family conflict, domestic violence, neglect and maltreatment of children and offending. This makes the issue central to social work territory. Yet, the training of social workers in the UK has consistently neglected issues of addictive behaviour. Whilst some attention has been paid in recent years to substance abuse issues, there has remained a silence in relation to gambling problems. Social workers provide more help for problems relating to addictions than other helping professions. There is good evidence that treatment, and early intervention for gambling problems, including psycho-social and public health approaches, can be very effective. This paper argues that problem gambling should be moved onto the radar of the social work profession, via inclusion on qualifying and post-qualifying training programmes and via research and dissemination of good practice via institutions such as the Social Care Institute for Excellence (SCIE).
Santangelo, Gabriella;Barone, Paolo;Trojano, Luigi;Vitale, Carmine (2013). Pathologisches Glücksspiel bei der Parkinson-Krankheit. Ein umfassender Rückblick. Parkinsonism and Related Disorders, 19, 645–653. https://doi.org/10.1016/j.parkreldis.2013.02.007
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Therapie
Medikamentöse Therapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Sonstige Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
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Pathologisches Glücksspiel (PG) und andere Impulskontrollstörungen (ICDs), wie Hypersexualität, Ess- und Kaufsucht, werden häufig im Zusammenhang mit der Parkinson-Krankheit (PD) berichtet. Die Prävalenz von PG beträgt 2,2 % bis 7 % bei behandelten PD-Patienten und ist damit höher als in der Hintergrundbevölkerung. Wie andere nicht-motorische Symptome bei PD werden PG von Patienten und Pflegepersonal häufig nicht gemeldet und von den behandelnden Ärzten möglicherweise nicht erkannt. Zu den mit PG verbundenen Faktoren zählen männliches Geschlecht, jüngeres Alter oder ein früheres Alter bei Ausbruch der PD, persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Substanzmissbrauch oder ICD, ein durch Impulsivität gekennzeichnetes Persönlichkeitsprofil sowie eine Behandlung mit Dopaminagonisten (DA) häufiger als mit Levodopa (L-Dopa). Der DA-Effekt scheint ein Klasseneffekt zu sein und nicht spezifisch für eine DA. Neurofunktionelle Studien legen nahe, dass eine medikamenteninduzierte Herunterregulierung frontostriataler Verbindungen und eine Hochregulierung des Striatums zusammen impulsives Verhalten auslösen können. Eine Funktionsstörung der frontosubkortikalen Schaltkreise bei PD-Patienten mit PG wird auch durch neuropsychologische Befunde hinsichtlich einer Beeinträchtigung der exekutiven Kontrolle und Überwachungsfähigkeiten gestützt. Die Behandlung von ICDs bei PD ist komplex, und bisher scheinen nur das Absetzen und/oder die Ausschleichung der DA-Behandlung eine wirksame Behandlungsstrategie für ICDs bei PD zu sein. Es gibt keine empirischen Belege für den Einsatz von Psychopharmaka wie Antipsychotika und Antidepressiva bei PG. Daten zur Wirkung der Tiefen Hirnstimulation (DBS), insbesondere des Nucleus subthalamicus, auf PG und ICDs bei PD sind noch begrenzt und teilweise widersprüchlich, da über eine Besserung des PG oder ein erneutes Auftreten von PG nach der Operation berichtet wurde.; Abstract. Pathological gambling (PG) and other Impulse Control Disorders (ICDs), such as hypersexuality, compulsive eating and buying, are often reported in Parkinson's disease (PD). The prevalence of PG is 2.2%–7% in treated PD patients, which is higher than the background population rate. As other non motor symptoms in PD, PG is frequently under-reported by patients and caregivers and may be under-recognized by the treating physicians. Factors associated with PG include male sex, younger age or younger age at PD onset, personal or family history of substance abuse or ICD, a personality profile characterized by impulsiveness, and treatment with dopamine agonists (DA) more than with levodopa (l-dopa). The DA effect seems to be a class effect and not specific for any DA. Neurofunctional studies suggest that medication-induced downregulation of frontostriatal connections and upregulation of striatum might combine to induce impulsive behavior. A dysfunction of fronto-subcortical circuits in PD patients with PG is also supported by neuropsychological findings of impaired executive control and monitoring abilities. Management of ICDs in PD is complex, and until now only discontinuation and/or tapering of DA treatment seem to be an effective management strategy for ICDs in PD. There is no empirical evidence supporting the use of psychiatric drugs for PG such as antipsychotics and antidepressants. Data regarding the effect of deep brain stimulation (DBS), particularly of subthalamic nucleus, on PG and ICDs in PD are still limited and sometimes conflicting since improvement of PG or new onset of PG after surgery have been reported.
Schwickerath, J.; Ladwein, S.; Premper, V.; Petry, J. (2013). Was begünstigt den langfristigen Therapieerfolg bei pathologischem Glücksspielen? - Ergebnisse einer Katamnesestudie. Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 91, 4–18. https://doi.org/-
Ursachen
Sonstiges
Therapie
Stationäre Therapie
Therapiewirksamkeit
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Die vorliegende Studie stellt im Rahmen der Multizentrischen Katamnese pathologisches Glücksspielen eine 1-Jahres-Katamnese der AHG Klinik Berus dar und untersucht Aspekte aus der Arbeitswelt des Patienten, die für den langfristigen Therapieerfolg von Bedeutung sind wie der Einfluss der Arbeitslosigkeit, die Rolle der Arbeitsfähigkeit zum Aufnahmezeitpunkt, der Einfluss der Schulbildung und die Bedeutung des letzten beruflichen Status. Neben zufriedenstellenden Ergebnissen der Katamnese zeigt die Studie z.B., dass zum Aufnahmezeitpunkt arbeitsfähige Patienten zum Katamnesezeitpunkt häufiger glücksspielfrei sind als arbeitsunfähige. Dem beruflichen Status kommt eine Bedeutsamkeit zu, da Angestellte zum Katamnesezeitpunkt häufiger glücksspielfrei sind als Arbeiter und Facharbeiter. Die Befunde der Studie weisen auf wichtige Aspekte der Arbeitswelt des Patienten für den Therapieerfolg hin.; Abstract. -
