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Rothman, E. F.; Johnson, R. M.; Hemenway, D. (2006). Waffenbesitz unter den Teilnehmern des Interventionsprogramms für Schläger in Massachusetts. Evaluation Review, 30, 283–95. https://doi.org/10.1177/0193841x06287221
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Gewalttäter mit Zugang zu Schusswaffen stellen eine ernsthafte und tödliche Bedrohung für ihre Partner dar. Ziel dieser explorativen Studie ist es, die Prävalenz und die Risikomarker für Waffenbesitz unter Männern in Massachusetts, die an Interventionsprogrammen für Gewalttäter teilnehmen, zu ermitteln. Die Autoren fanden heraus, dass 1,8 % der Männer angaben, eine Waffe in oder um ihre Wohnung zu haben. Am häufigsten gaben sie an, eine Waffe zu besitzen, waren weiß, verdienten 25.000 US-Dollar oder mehr pro Jahr, hatten beim Militär gedient, waren problematischem Glücksspiel ausgesetzt und hatten versucht, ihren Partner mit einer Schusswaffe zu töten oder bedroht. Empfehlungen zur Verschärfung der relevanten Waffengesetze innerhalb und außerhalb von Massachusetts werden diskutiert.
Slutske, W.S. (2006). Natürliche Genesung und Behandlungssuche bei pathologischem Glücksspiel: Ergebnisse von zwei nationalen US-Umfragen. American Journal of Psychiatry, 163, 297–302. https://doi.org/10.1176/appi.ajp.163.2.297
Ursachen
Krankheitsverläufe
Therapie
Therapiewirksamkeit
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
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ZIEL: Pathologisches Glücksspiel wird im DSM-IV als chronische und anhaltende Störung beschrieben, aber aktuelle Längsschnittstudien in der Gesellschaft, die den vorübergehenden Charakter glücksspielbezogener Probleme hervorgehoben haben, haben Zweifel daran aufkommen lassen, ob dies eine zutreffende Charakterisierung ist. Diese neuen Hinweise auf hohe Genesungsraten bei gleichzeitig niedriger Behandlungsbereitschaft für pathologisches Glücksspiel legen nahe, dass eine natürliche Genesung häufig sein könnte. Zweck der vorliegenden Studie war es, die Genesungsraten, die Behandlungsbereitschaft und die natürliche Genesung bei Personen mit pathologischer Glücksspielstörung gemäß DSM-IV in zwei großen und repräsentativen nationalen Studien in den USA zu dokumentieren. METHODE: Die Prävalenzen von Genesung, Behandlungsbereitschaft und natürlicher Genesung wurden unter Personen aus der Gambling Impact and Behavior Study (N=2.417) und dem National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (N=43.093) geschätzt, die angaben, im Laufe ihres Lebens an pathologischer Glücksspielstörung gemäß DSM-IV gelitten zu haben (N=21 bzw. N=185). ERGEBNISSE: Von den Personen mit einer lebenslangen Vorgeschichte pathologischen Glücksspiels gemäß DSM-IV hatten 36–39 % im vergangenen Jahr keine spielbezogenen Probleme, obwohl nur 7–12 % jemals eine formelle Behandlung in Anspruch genommen oder Treffen von Gamblers Anonymous besucht hatten. Etwa ein Drittel der Personen mit pathologischer Glücksspielstörung in diesen beiden landesweit repräsentativen US-Studien zeigte eine natürliche Genesung. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Pathologisches Glücksspiel muss nicht immer einen chronischen und anhaltenden Verlauf nehmen. Ein erheblicher Teil der Personen mit einer Vorgeschichte pathologischen Glücksspiels erholt sich letztendlich, meist ohne formelle Behandlung. Die Ergebnisse großer epidemiologischer Studien zum pathologischen Glücksspiel könnten die bisherige Meinung über pathologische Glücksspielstörungen widerlegen.
Sonntag, D. (2006). Risikofaktoren des problematischen Glücksspielverhaltens. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 35, 314–321. https://doi.org/10.1026/1616-3443.35.4.314
Ursachen
Krankheitsverläufe
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Therapie
Sonstiges
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
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Theoretischer Hintergrund: Pathologisches Glücksspielverhalten nach DSM-IV oder ICD-10 wird als Impulskontrollstörung diagnostiziert. In diesem Artikel wird der Begriff auf problematisches Glücksspielverhalten erweitert. In der Literatur dominieren zwei theoretische Entstehungsmodelle: das “Sucht-“ und das “Neurosemodell“. Fragestellung: Was sind die Korrelate und Risikofaktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung problematischen Glücksspielverhaltens, welche Implikationen gibt es für die Modellannahmen und für die Behandlung. Methode: Auf der Basis einer Literaturanalyse wird ein Überblick über die bislang gesicherten Risikofaktoren gegeben. Ergebnisse: Es gibt eine Fülle von Querschnittsstudien und einige Längsschnittstudien, die Hinweise auf das Vorliegen einiger gesicherter Korrelate und Risikofaktoren geben. Schlussfolgerungen: Die Befunde unterstützen bestimmte Modellannahmen und sollten in der Prävention und Therapie von Personen mit problematischem Glücksspielverhalten berücksichtigt werden.
Stinchfield, R.; Hanson, W.; Olson, D.H. (2006). Problematisches und pathologisches Glücksspiel bei College-Studenten. New Directions for Student Services, 113, 63–72. https://doi.org/10.1002/ss.196
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Ursachen
Schutzfaktoren
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
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In diesem Kapitel wird das problematische und pathologische Glücksspielverhalten unter College-Studenten untersucht und es wird über die Verbreitungsrate, Risiko- und Schutzfaktoren, Prävention und Intervention berichtet sowie Empfehlungen für studentisches Personal und andere Universitätsverwaltungen gegeben.
Turchi, R.M.; Derevensky, J.L. (2006). Glücksspiel bei Jugendlichen: keine sichere Sache. Current Opinion in Pediatrics, 18, 454–458. https://doi.org/10.1097/01.mop.0000236398.17699.0d
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Ursachen
Krankheitsverläufe
Klinische Risikofaktoren
Folgen
Sonstiges
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Vorbeugung/Prävention
Bevor Probleme entstehen (Primärprävention)
Frühes Erkennen und Gegensteuern (Sekundärprävention)
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
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ZWECK DER ÜBERPRÜFUNG: Sensibilisierung für das wachsende Problem des Glücksspiels unter Jugendlichen und Verbesserung des Wissens darüber. NEUE ERGEBNISSE: Es wurden einige Risikofaktoren für jugendliches Glücksspiel festgestellt. Viele der Risikofaktoren für das Glücksspielverhalten können im Rahmen einer wirksamen Prävention von problematischem Glücksspiel angegangen werden. Es besteht ein Zusammenhang zwischen einigen psychiatrischen Begleiterkrankungen und problematischem Glücksspiel (z. B. Depressionen). Die derzeitigen Behandlungsmodalitäten basieren auf den Erfahrungen von Erwachsenen und müssen für Jugendliche weiter untersucht werden. Präventionsstrategien und die Aufklärung von Jugendlichen, Eltern, Lehrern, Erziehern und Fachleuten sind von entscheidender Bedeutung, um dieses ernste Problem anzugehen. ZUSAMMENFASSUNG: In Anbetracht der zunehmenden Prävalenz des Glücksspiels bei Jugendlichen ist es wichtig, dass Kinderärzte erkennen, dass auch Jugendliche von Glücksspielproblemen betroffen sein können. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen problematischem Glücksspiel im Jugendalter und pathologischem Glücksspiel im Erwachsenenalter. Wie bei anderen Suchtverhaltensweisen (Zigarettenrauchen, Alkohol- und Drogenkonsum) sollten Jugendliche und Eltern daher über die mit exzessivem Glücksspiel verbundenen Risiken aufgeklärt und beraten werden.
Voon, V.; Hassan, K.; Zurowski, M.; de Souza, M.; Thomsen, T.; Fox, S.; Lang, A.E.; Miyasaki, J. (2006). Prävalenz von repetitiven und belohnungssuchenden Verhaltensweisen bei der Parkinson-Krankheit. Neurology, 67, 1254–1257. https://doi.org/10.1212/01.wnl.0000238503.20816.13
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Ursachen
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstige Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
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Wir untersuchten 297 Patienten mit Parkinson-Krankheit (PD) mit systematischen Screenings und strengen Definitionskriterien. Die Lebenszeitprävalenz pathologischer Hypersexualität lag bei 2,4 %. Kaufsucht lag bei 0,7 %. Zusammen mit unseren Daten zum pathologischen Glücksspiel betrug die Lebenszeitprävalenz dieser Verhaltensweisen 6,1 % und stieg bei Patienten unter Dopaminagonisten auf 13,7 %.
Voon, V.; Hassan, K.; Zurowski, M.; Duff-Canning, S.; de Souza, M.; Fox, S.; Lang, A.E.; Miyasaki, J. (2006). Prospektive Prävalenz von pathologischem Glücksspiel und Medikamentenassoziation bei Parkinson-Krankheit. Neurology, 66, 1750–1752. https://doi.org/10.1212/01.wnl.0000218206.20920.4d
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Ursachen
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstige Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
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Die Autoren untersuchten prospektiv 297 Patienten mit Parkinson-Krankheit (PD), die eine Tertiärklinik besuchten, mithilfe der modifizierten South Oaks Gambling Scale. Die Lebenszeitprävalenz von pathologischem Glücksspiel (PG) betrug 3,4 % und die von Dopaminagonisten 7,2 %. PG war mit einem früheren PD-Ausbruch und mit Dopaminagonisten assoziiert, nicht jedoch mit dem Agonisten-Subtyp oder der Dosierung. Wir fanden keine Assoziation mit einem potenten D3-Rezeptoragonisten.
Wang, Xiangning (2006). Antisoziale Persönlichkeitsstörung und Glücksspiel: Anmerkungen zu Pietrzak & Petry (2005). Addiction, 101, 748. https://doi.org/10.1111/j.1360-0443.2006.01435.x
Häufigkeit und Verbreitung
Sonstiges
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
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Kommentare zu einem Artikel von R. H. Pietrzak und N. M. Petry (siehe Eintrag 2005-08456-027). In der Studie verwendeten Pietrzak und Petry eine vergleichsweise größere Stichprobe von behandlungssuchenden pathologischen Glücksspielerinnen, um nicht nur zuvor veröffentlichte Studien zu replizieren, sondern auch andere mit pathologischem Glücksspiel assoziierte Probleme – wie medizinische und Drogenprobleme usw. – zu untersuchen, die durch eine antisoziale Persönlichkeitsstörung (ASPD) beeinflusst werden. Zwar ergaben einige Ergebnisse in der größeren Stichprobe Befunde, die mit früheren Forschungsergebnissen zum pathologischen Glücksspiel in Verbindung mit ASPD übereinstimmen, jedoch werfen Stichprobenauswahlverzerrungen und die deutlich niedrigere Prävalenz von ASPD bei pathologischen Glücksspielerinnen im Vergleich zu bevölkerungsbasierten Studien Zweifel an der Validität und Generalisierbarkeit der Studie auf. Es bedarf weiterer Forschung mit randomisierten Großstichproben, um die Ergebnisse auch auf die Allgemeinbevölkerung übertragen zu können.
Wanner, B.; Vitaro, F.; Ladouceur, R.; Brendgen, M.; Tremblay, R.E. (2006). Gemeinsame Verläufe von Glücksspiel-, Alkohol- und Marihuanakonsum im Jugendalter: ein personen- und variablenzentrierter Entwicklungsansatz. Addictive Behaviors, 31, 566–580. https://doi.org/10.1016/j.addbeh.2005.05.037
Ursachen
Krankheitsverläufe
Klinische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Minderheiten im Glücksspiel
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Die Nützlichkeit von Moffitts (1993) Theorie des antisozialen Verhaltens wurde im Hinblick auf Glücksspiel, Alkohol- und Marihuanakonsum untersucht. Dabei wurden die Entwicklungsverläufe dieser Verhaltensweisen bei 903 weißen Jungen jährlich im Alter von 11 bis 16 Jahren erfasst. Die Schwere der Probleme in Bezug auf diese Verhaltensweisen wurde im Alter von 17 und 23 Jahren beurteilt. Als korrelierende Merkmale wurden von Lehrkräften bewertete Persönlichkeitsmerkmale und selbstberichtete elterliche Erziehung im Alter von 10 Jahren erhoben. Selbstberichtete Autonomie wurde im Alter von 11 und 14 Jahren gemessen. Eine Clusteranalyse der korrelierenden Merkmale ergab zwei Gruppen: Die Zugehörigkeit zur Gruppe ohne spätere Erwachsenenprobleme war entweder mit einem späten Beginn von Glücksspiel- und/oder Alkoholkonsum oder mit durchgehend geringer Beteiligung an allen drei Verhaltensweisen verbunden. Diese Gruppe entspricht möglicherweise Moffitts „adoleszenzbegrenzter“ Gruppe bzw. Jugendlichen ohne auffälliges Verhalten.;Die Zugehörigkeit zur Gruppe mit späteren Erwachsenenproblemen war hingegen mit einem frühen Beginn von mindestens einem der drei Verhaltensweisen sowie mit aktiver Beteiligung an allen drei im Jugendalter verbunden. Diese Gruppe lässt sich Moffitts „lebenslang auffälliger“ Gruppe zuordnen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Erfassung der in der Clusteranalyse verwendeten Merkmale hilfreich für Screening- und Präventionszwecke sein kann.
Weinstock, J.; Armentano, C.; Petry, N.M. (2006). Prävalenz und gesundheitliche Korrelate von Glücksspielproblemen bei Beratern für Drogenmissbrauch. American Journal on Addictions, 15, 144–149. https://doi.org/10.1080/10550490500528449
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Folgen
Individuelle Folgen
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Sonstige Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
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Diese Studie untersuchte die Prävalenz von gestörtem Glücksspielverhalten bei Suchtberaterinnen. Die Teilnehmenden (N = 328) füllten einen anonymen Selbstbericht-Fragebogen aus, der problematisches Glücksspiel im Lebensverlauf, Glücksspielverhalten in den letzten zwei Monaten sowie aktuelle psychische und physische Gesundheit erfasste. Die Lebenszeitprävalenz von pathologischem und problematischem Glücksspiel in dieser Stichprobe lag bei 11,9 % bzw. 6,4 % – und war damit höher als in bevölkerungsrepräsentativen Studien berichtet. Eine schlechtere körperliche Gesundheit war mit pathologischem Glücksspiel assoziiert, psychische Gesundheit jedoch nicht. Die Ergebnisse legen nahe, dass Suchtberaterinnen von Aufklärungs-, Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Bereich Glücksspiel profitieren könnten.
Weinstock, J.; Blanco, C.; Petry, N.M. (2006). Gesundheitliche Korrelate des pathologischen Glücksspiels in einer Methadon-Erhaltungsklinik. Experimental and Clinical Psychopharmacology, 14, 87–93. https://doi.org/10.1037/1064-1297.14.1.87
Folgen
Individuelle Folgen
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Sonstige Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
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Diese Studie verglich Patientinnen in Methadon-Erhaltungstherapie mit und ohne pathologisches Glücksspielverhalten (n = 167). Die Teilnehmenden füllten einen Selbstbericht-Fragebogen aus, der problematisches Glücksspiel im Lebensverlauf sowie Glücksspielverhalten in den letzten zwei Monaten erfasste, und bearbeiteten den SF-12v2 Health Survey, ein Instrument zur Messung der aktuellen psychischen und physischen Gesundheit. In der Stichprobe wurden 52,7 % als lebenszeitlich pathologische Glücksspielerinnen eingestuft, und die Mehrheit dieser Personen war in den letzten zwei Monaten weiterhin aktiv im Glücksspielverhalten. Eine multivariate Kovarianzanalyse zeigte, dass Methadon-Patientinnen mit pathologischem Glücksspielverhalten signifikant schlechtere psychische und physische Gesundheit aufwiesen als jene ohne pathologisches Glücksspiel. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass pathologische Glücksspielerinnen in Methadon-Erhaltungstherapie von zusätzlichen psychosozialen Unterstützungsangeboten profitieren könnten. Tatsächlich äußerte die Mehrheit der pathologischen Glücksspielerinnen in der Stichprobe Interesse an glücksspielbezogenen Unterstützungsangeboten. Die Ergebnisse stützen frühere Studien an anderen Populationen, die zeigten, dass pathologische Glücksspielerinnen schlechtere psychische und physische Gesundheitswerte berichten als nicht-pathologische Glücksspieler*innen.
Weintraub, D.; Siderowf, A. D.; Potenza, M. N.; Goveas, J.; Morales, K. H.; Duda, J. E.; Moberg, P. J.; Stern, M. B. (2006). Zusammenhang zwischen der Einnahme von Dopamin-Agonisten und Impulskontrollstörungen bei der Parkinson-Krankheit. Archives of Neurology, 63, 969–73. https://doi.org/10.1001/archneur.63.7.969
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstige Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
ZIEL: Bestimmung der Häufigkeit und Korrelate von Impulskontrollstörungen (ICDs) bei Morbus Parkinson (PD). DESIGN: Ein unstrukturiertes Screening-Interview für ICDs (Spielsucht, Kaufsucht und Sexualverhalten), gefolgt von einem telefonischen strukturierten Interview für positiv getestete Patienten. RAHMEN: Zwei universitätsnahe Zentren für Bewegungsstörungen. TEILNEHMER: Eine Gelegenheitsstichprobe von 272 Patienten mit idiopathischer Parkinson-Krankheit, die auf psychiatrische Komplikationen untersucht wurden. HAUPTERGEBNISKENNZAHLEN: Vorhandensein von Spielsucht, Kaufsucht oder Sexualverhalten gemäß Erfassung des Minnesota Impulsive Disorders Interview. ERGEBNISSE: Achtzehn Patienten (6,6%) mit Parkinson erfüllten irgendwann im Verlauf der Parkinson-Krankheit die Kriterien für einen ICD, darunter 11 (4,0%) mit einem aktiven ICD. Spielsucht und zwanghaftes Sexualverhalten kamen gleich häufig vor. In einem multivarianten Modell sagten die Behandlung mit einem Dopaminagonisten (P = .01) und eine Anamnese mit ICD-Symptomen vor Beginn der Parkinson-Krankheit (P = .02) einen aktuellen ICD voraus. Es gab keine Unterschiede zwischen den Dopaminagonisten in ihrer Assoziation mit ICD (P = .21), und die täglichen Dopaminagonistendosen waren bei Patienten mit ICD höher als bei mit Dopaminagonisten behandelten Patienten ohne ICD (P < .001). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Patienten mit Parkinson, die mit einem Dopaminagonisten behandelt werden, sollten auf das Risiko der Entwicklung eines ICD hingewiesen und klinisch überwacht werden. Da Dopaminagonisten zunehmend für andere Indikationen eingesetzt werden, sollte zukünftige Forschung das mit Dopaminagonisten verbundene ICD-Risiko in anderen Populationen untersuchen.
Welte, J.W.; Wieczorek, W.F.; Barnes, G.M.; Tidwell, M.-C. (2006). Mehrere Risikofaktoren für häufiges und problematisches Glücksspiel: individuelle, soziale und ökologische Faktoren. Journal of Applied Social Psychology, 36, 1548–1568. https://doi.org/10.1186/s12888-019-2293-2
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
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Wir haben die Daten einer landesweiten Telefonumfrage in den USA analysiert. Am häufigsten haben im vergangenen Jahr diejenigen gespielt, deren Freunde und Familien dem Glücksspiel positiv gegenüberstehen, Katholiken, junge Erwachsene und diejenigen, die in der Nähe einer Lottoannahmestelle wohnen. Am häufigsten haben im vergangenen Jahr diejenigen gespielt, deren Freunde Glücksspielen positiv gegenüberstehen, und diejenigen, die in der Nähe einer Lottoannahmestelle wohnen. Am ehesten sind Schwarze, Raucher und Alkoholabhängige sowie Menschen, die in benachteiligten Gegenden leben, problematische Spieler. Die Entscheidung zum Glücksspiel wird durch das soziale Umfeld und die Wertvorstellungen beeinflusst, während das Risiko für problematisches Glücksspiel durch die Neigung zu problematischem Verhalten und durch den benachteiligten Status beeinflusst wird. Die Verfügbarkeit von Glücksspielen beeinflusst das gesamte Glücksspielverhalten.
Westphal, J.; Abbott, M. W. (2006). Modelle für klinische Studien zu problematischem Glücksspiel an mehreren Standorten. International Gambling Studies, 6, 129–145. https://doi.org/10.1080/14459790600927787
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstiges
Therapie
Therapiewirksamkeit
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Es gibt nur wenige Studien zur Wirksamkeit, Effektivität und zu den Ergebnissen der Behandlung von problematischem Glücksspiel. Zu den systembedingten Hindernissen für die Entwicklung evidenzbasierter Behandlungen des problematischen Glücksspiels gehören unter anderem: geringe Stichprobengrößen, heterogene Stichproben, fehlende protokollgesteuerte Behandlungen, klinische Studien an einem einzigen Standort, fehlende Replikation von Studien durch unabhängige Prüfer und hohe Raten unspezifischer Behandlungsreaktionen. Um die systemischen Hindernisse zu überwinden und evidenzbasierte Behandlungen für problematisches Glücksspiel zu etablieren, ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Anbietern und Forschern erforderlich. Etablierte Modelle für die Zusammenarbeit von Anbietern und Forschern gibt es in den Bereichen psychische Gesundheit und Suchtkrankheiten. Der Aufbau eines standortübergreifenden Forschungsnetzwerks zur Glücksspielbehandlung würde die Entwicklung evidenzbasierter Behandlungen erleichtern, erfordert jedoch die Finanzierung der Entwicklung gemeinsamer Bewertungsmaßnahmen, Informationssysteme, Schulungsprogramme und Kommunikationsnetzwerke. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, alle Rechte vorbehalten) (Quelle: Journal Abstract)
Williams, R.J.; Connolly, D.; Wood, R.T.; Nowatzki, N. (2006). Glücksspiel und problematisches Glücksspiel bei einer Stichprobe von Universitätsstudenten. Journal of Gambling Issues, 16, 19–32. https://doi.org/10.4309/jgi.2006.16.19
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Verbreitung verschiedener Glücksspielarten
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Folgen
Sonstiges
Minderheiten im Glücksspiel
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Universitätsstudierende aus dem Süden von Alberta (n = 585) füllten einen Fragebogen aus, um ihr Glücksspielverhalten zu erfassen. 72 % berichteten, in den vergangenen sechs Monaten gespielt zu haben, wobei die häufigsten Formen Lotterien und Sofortgewinn-Lose (44 %) sowie Geschicklichkeitsspiele gegen andere Personen (34 %) waren. Die meisten Studierenden, die spielten, verbrachten nur sehr wenig Zeit und gaben kaum Geld dafür aus (Median der aufgewendeten Zeit = 1,5 Stunden; Median der ausgegebenen Geldmenge = 0 $).;Während Glücksspiel für die meisten eine harmlose Aktivität darstellt, gibt es eine bedeutende Minderheit von Studierenden, die exzessiv spielen und dadurch negative Folgen erleben. 7,5 % der Studierenden wurden als problematische oder pathologische Glücksspielende eingestuft – eine Rate, die deutlich höher ist als in der allgemeinen erwachsenen Bevölkerung von Alberta. Die Merkmale, die problematische Glücksspielende am besten von nicht-problematischen unterschieden, waren: eine positivere Einstellung zum Glücksspiel, ethnische Zugehörigkeit (41 % der asiatischen Glücksspielenden waren problematische Glücksspielende), Studienfach (Sportwissenschaften, Pädagogik, Management), eine überdurchschnittliche Fähigkeit zur Berechnung von Gewinnchancen sowie ein höheres Alter.
Won-Kim, S.; Grant, J.E.; Eckert, E.D.; Faris, P.L. (2006). Pathologisches Glücksspiel und Stimmungsstörungen: klinische Zusammenhänge und Auswirkungen auf die Behandlung. Journal of Affective Disorders, 92, 109–116. https://doi.org/10.1016/j.jad.2005.12.040
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Therapie
Psychotherapie
Medikamentöse Therapie
Therapiewirksamkeit
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Hintergrund: Das sich rasant ausbreitende Glücksspielgeschäft hat zu einer zunehmenden Zahl von Glücksspielenden geführt, und das Problem wird sich voraussichtlich in Zukunft weiter verschärfen. Traditionell ist bekannt, dass sich Stimmungssymptome und Glücksspielprobleme überschneiden. In der vorliegenden Übersichtsarbeit versuchen wir, die diagnostischen Zusammenhänge zu beleuchten und deren Bedeutung für die Behandlung darzustellen. Methode: Ausgewählte veröffentlichte Studien zur Häufigkeit von affektiven Störungen bei Patient:innen mit Glücksspielstörung bzw. zur Häufigkeit von Glücksspielstörungen bei Patient:innen mit affektiven Störungen wurden ausgewertet. Zudem wurden neu aufkommende Behandlungsmethoden für die Glücksspielstörung überprüft und kurz zusammengefasst. Ergebnisse: Ergebnisse von Studien auf Basis des SCID (Structured Clinical Interview for DSM Disorders) zeigen eine enge Verbindung zwischen Glücksspiel- und affektiven Störungen. Die Prävalenz von manischen Störungen beträgt etwa ein Viertel der Population mit pathologischer Glücksspielstörung. Die Prävalenz von Depression ist noch höher und erreicht in einigen Studien über die Hälfte der betroffenen Population. Einschränkungen: Die in diesem Artikel berücksichtigten Studien umfassen Patient:innen aus stationären und ambulanten Einrichtungen, Teilnehmende, die über Anzeigen rekrutiert wurden, sowie Gefängnispopulationen. Daher müssen die Daten entsprechend vorsichtig interpretiert werden. Standardisierte Erhebungsinstrumente wurden nicht in allen Studien verwendet. Methodische Fragestellungen, wie zum Beispiel die Frage, ob Depressionen primär oder sekundär sind, wurden in diesen Studien nicht ausreichend berücksichtigt. Dennoch liefern die Ergebnisse neue Erkenntnisse für die Diagnostik und Behandlung komplexer Fälle von Glücksspielstörungen.;Schlussfolgerungen: Bei Patient:innen mit pathologischer Glücksspielstörung wurde eine hohe Prävalenzrate für manische und depressive Störungen festgestellt. Es wird ein rationaler Behandlungsansatz für die jeweils definierten Subgruppen komplexer Glücksspielstörungen diskutiert.
Zimmerman, M.; Chelminski, I.; Young, D. (2006). Eine psychometrische Bewertung der diagnostischen Kriterien des DSM-IV für pathologisches Glücksspiel. Journal of Gambling Studies, 22, 329–337. https://doi.org/10.1007/s10899-006-9020-x
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Minderheiten im Glücksspiel
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Spezifische Diagnosekriterien für pathologisches Glücksspiel (PG) sind seit der Veröffentlichung des DSM-III vor 25 Jahren verfügbar. Die psychometrische Leistungsfähigkeit der Diagnosekriterien wurde bisher kaum erforscht. Ziel des vorliegenden Berichts des Rhode Island Methods to Improve Diagnostic Assessment and Services (MIDAS)-Projekts war es, die Sensitivität, Spezifität und den Vorhersagewert der DSM-IV-PG-Kriterien für psychiatrische ambulante Patienten zu untersuchen, bei denen ein Glücksspielproblem festgestellt wurde. Insgesamt 1709 psychiatrische ambulante Patienten wurden mittels eines halbstrukturierten Diagnoseinterviews auf PG untersucht. 88 aller Patienten wurden positiv auf PG getestet, 40 davon erfüllten die DSM-IV-Diagnosekriterien für eine lebenslange PG-Vorgeschichte. Alle zehn DSM-IV-Kriterien kamen in der PG-Gruppe signifikant häufiger vor. Die Sensitivität der Kriterien lag zwischen 25,0 % und 90,0 % (Mittelwert = 67,8 %), die Spezifität hingegen zwischen 62,5 % und 100 % (Mittelwert = 81,9 %). Die positiven Vorhersagewerte lagen zwischen 64,1 % und 100 % (Mittelwert = 78,9 %), die negativen Vorhersagewerte zwischen 61,5 % und 90,7 % (Mittelwert = 77,1 %). Es werden Richtlinien empfohlen, um zu bestimmen, ob ein Diagnosekriterium als Teil der Diagnosekriterien beibehalten werden sollte. Unsere Ergebnisse legten nahe, dass zwei der DSM-IV-PG-Kriterien für eine Eliminierung infrage kommen (Kriterium 8 – Begehung illegaler Handlungen; Kriterium 10 – Abhängigkeit von finanzieller Unterstützung anderer zur Linderung einer verzweifelten finanziellen Notlage).
Zimmerman, Mark; Chelminski, Iwona; Young, Diane (2006). Prävalenz und diagnostische Korrelate des DSM-IV-pathologischen Glücksspiels bei ambulanten psychiatrischen Patienten. Journal of Gambling Studies, 22, 255–262. https://doi.org/10.1007/s10899-006-9014-8
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
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Studien zur Prävalenz von pathologischem Glücksspiel (PG) bei psychiatrischen Patienten und Patienten mit Substanzmissbrauch legen nahe, dass die Störung nicht selten ist. Die meisten Studien befassten sich mit Substanzmissbrauchenden in Behandlung, und die PG-Rate war um ein Vielfaches höher als die in gemeindebasierten epidemiologischen Erhebungen ermittelte Rate. Allerdings untersuchte nur eine Studie die Prävalenz von PG in einer heterogenen Patientenstichprobe, und zwar mit psychiatrischen stationären Patienten. Uns ist keine frühere Studie zur Prävalenz von PG in einer Stichprobe psychiatrischer ambulanter Patienten bekannt. Im vorliegenden Bericht des Rhode Island Methods to Improve Diagnosis and Services (MIDAS)-Projekts untersuchten wir die aktuelle und lebenslange Prävalenz von PG bei 1.709 psychiatrischen ambulanten Patienten, die mit einem halbstrukturierten diagnostischen Interview befragt wurden, das ein Modul zur Diagnose von DSM-IV-PG enthielt. Vierzig (2,3 %) Patienten hatten eine Lebenszeitanamnese von DSM-IV-PG, alle von ihnen hatten mindestens eine weitere Störung der DSM-IV-Achse I. Patienten mit PG wiesen signifikant mehr Achse-I-Störungen auf als Patienten ohne PG und wiesen signifikant häufiger bipolare Störungen, soziale Phobien, Panikstörungen mit Agoraphobie, Alkoholmissbrauch und andere Impulskontrollstörungen auf. Mögliche Gründe für die geringe Prävalenz von PG in unserer Stichprobe werden diskutiert.
Abbott, M. W. (2005). Die Behinderung des öffentlichen Interesses: Glücksspielstrategien und -politik für Großbritannien: ein Kommentar zu Orford 2005. Addiction, 100, 91233–1235. https://doi.org/10.1111/j.1360-0443.2005.01198.x
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Glücksspielmarkt
Glücksspiel vor Ort
Regulierung von Glücksspiel
Internationale Regulierung von Glücksspiel
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Bei meinem ersten Besuch in England vor 20 Jahren war vieles vertraut und wie erwartet. Aber es gab Überraschungen. In Brighton ging ich an einer großen Anzahl von Erwachsenen vorbei, die in Mänteln bei Regen und Wind am Meer saßen. Als ich Schutz suchte, war ich noch verblüffter, von Kindern unterschiedlichen Alters umgeben zu sein, die in das Spielen an Spielautomaten vertieft waren. Als ich nach London zurückkehrte, bemerkte ich, dass das Hotel, in dem ich die letzte Woche gewohnt hatte, an ein Casino angrenzte. Hätte ich mich jedoch hineingewagt, so stellte ich später fest, wäre ich rausgeschleudert worden. Zu Hause in Neuseeland hatten wir keine Casinos, Spielautomaten waren nicht legal und wir fuhren ans Meer, wenn es warm und sonnig war. Seitdem haben sich die Dinge an der Glücksspielfront in Großbritannien, Neuseeland und vielen anderen Teilen der Welt stark verändert. In Kürze, vielleicht vor allem in Großbritannien, werden sie sich noch viel mehr verändern.
Abbott, M. W.; McKenna, B. G. (2005). Glücksspiel und problematisches Glücksspiel bei kürzlich verurteilten Frauen in neuseeländischen Gefängnissen. Journal of Gambling Studies, 21, 4559–81. https://doi.org/10.1007/s10899-005-5563-5
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeit (Prävalenz und Inzidenz)
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielarten
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Folgen
Individuelle Folgen
Gesellschaftliche Folgen
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Frauen im Glücksspiel
Häufigkeit von Frauen im Glücksspiel
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Vierundneunzig kürzlich verurteilte weibliche Gefangene wurden interviewt, um Aspekte ihrer Glücksspielbeteiligung, ihres problematischen Glücksspiels und ihrer Beziehungen zwischen Glücksspiel und Straftaten zu beurteilen.Ein Drittel der Frauen wurde auf der Grundlage ihrer SOGS-R-Werte als lebenslange pathologische Spieler und knapp ein Viertel als wahrscheinlich pathologische Spieler in den 6 Monaten vor der Inhaftierung eingestuft. Bei weiblichen Gefangenen war eine Vorliebe für Spielautomaten, die keine Casinos waren, und Housie ein Hinweis auf problematisches Glücksspiel. Im Vergleich zu Nicht-Problemspielern wiesen Problemspieler eine höhere Rate an Verhaltensstörungen im Kindesalter und aktuellen nicht-psychotischen psychischen Störungen auf. Etwas mehr als ein Viertel der Gefangenen und die Hälfte der problematischen Spieler hatten ein Verbrechen begangen, um Geld zum Spielen zu erhalten. Nur wenige Frauen gaben an, dass ihre frühen Straftaten oder Verurteilungen mit Glücksspiel zusammenhingen. Es wurde der Schluss gezogen, dass die meisten Frauen in erster Linie Kriminelle und erst in zweiter Linie Problemspieler waren und nicht Menschen, deren kriminelle Karriere als Folge von problematischem Glücksspiel begann. Das Ausmaß der Glücksspielproblemdelikte unter den weiblichen Gefangenen unterstreicht jedoch das Potenzial für umfassende Beurteilungs- und Behandlungsprogramme im Gefängnis, um Rückfälle und andere nachteilige Auswirkungen von Glücksspielproblemen und Glücksspieldelikten zu reduzieren.
