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Villa, C.; Pascual-Sedano, B.; Pagonabarraga, J.; Kulisevsky, J. (2011). Störungen der Impulskontrolle und dopaminerge Behandlungen bei der Parkinson-Krankheit. Revue Neurologique, 167, 827–32. https://doi.org/10.1016/j.neurol.2011.01.018
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Therapie
Medikamentöse Therapie
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Sonstige Begleiterkrankungen
Folgen
Individuelle Folgen
Soziale Folgen
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Eine Gruppe von Störungen, die durch das Unvermögen gekennzeichnet sind, einem Impuls zu widerstehen, eine typischerweise als angenehm empfundene Handlung auszuführen, die letztlich schädlich für die betroffene Person oder andere ist, wird unter dem gemeinsamen Begriff der Impulskontrollstörungen (ICDs) zusammengefasst. Diese Verhaltensweisen, die möglicherweise aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit zuvor vernachlässigt wurden, werden bei Parkinson-Patienten zunehmend berichtet. Überzeugende Belege unterstreichen den Zusammenhang zwischen dopaminerger Ersatztherapie und der Entwicklung von ICDs bei Parkinson, insbesondere – aber nicht ausschließlich – unter der Therapie mit Dopaminagonisten. Neben der dopaminergen Medikation können auch jüngeres Alter, Tabakkonsum, familiäre Probleme mit Glücksspiel und Alkoholmissbrauch das Risiko erhöhen. ICDs bei Parkinson können die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen erheblich beeinträchtigen, was die Bedeutung eines gezielten Screenings unterstreicht. Zu den Behandlungsstrategien gehört ein sorgfältiger Einsatz der dopaminergen Therapie unter Verwendung der niedrigsten wirksamen Dosis.; Abstract. A group of disorders sharing a failure to resist an impulse to perform a typically pleasurable activity that is finally harmful to the person or to others are known under the common denomination of impulse control disorders (ICDs). These behaviors, possibly previously neglected by lack of awareness, are increasingly reported among PD patients. Compelling evidence has stressed the relation between dopaminergic replacement and development of ICDs in PD, especially but not exclusively, with dopamine agonist therapy. Besides dopaminergic replacement, younger age, smoking habit, presence of familiar gambling problems and alcohol abuse can increase the risk. ICDs in PD may greatly affect patients and caregivers quality of life, stressing the importance of their screening. Management strategies include a careful use of dopaminergic therapy using the lowest effective doses.
Voon, V.; Mehta, A. R.; Hallett, M. (2011). Impulskontrollstörungen bei der Parkinson-Krankheit: Neue Fortschritte. Current Opinion in Neurology, 24, 324–30. https://doi.org/10.1097/WCO.0b013e3283489687
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Sonstige Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
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ZWECK DER ÜBERPRÜFUNG: Ziel ist es, die jüngsten Fortschritte in der Epidemiologie und Pathophysiologie von Impulskontrollstörungen (ICDs) bei Morbus Parkinson zu überprüfen. NEUESTE ERGEBNISSE: Umfangreiche Querschnitts- und Fallkontroll-Multicenterstudien zeigen, dass ICDs bei Morbus Parkinson häufig sind, mit einer Häufigkeit von 13,6 %. Diese Verhaltensweisen sind mit Funktionsstörungen und depressiven, Angst- und Zwangssymptomen, Neugier und Impulsivität verbunden. Verhaltenssubtypen zeigen Unterschiede bei der Neugier und Impulsivität, was auf pathophysiologische Unterschiede hindeutet. Beobachtungs- und neurophysiologische Studien weisen auf eine mögliche mechanistische Überschneidung zwischen verhaltensbezogenen (ICDs) und motorischen (Dyskinesien) dopaminergen Folgeerscheinungen hin. Konvergierende Daten legen nahe, dass Dopaminagonisten in ICDs das Lernen aus belohnenden Ergebnissen und impulsive Entscheidungen zu verbessern scheinen. ICD-Patienten haben außerdem eine erhöhte Risikopräferenz und ein beeinträchtigtes Arbeitsgedächtnis. Neuroimaging-Daten deuten auf eine verstärkte Bottom-up-Freisetzung von ventralem Striatum-Dopamin bei Anreizreizen, Glücksspielaufgaben und Belohnungsvorhersage sowie eine mögliche Hemmung von Top-down-orbitofrontalen Einflüssen hin. Eine durch Dopaminagonisten bedingte Hypoaktivität des ventralen Striatums gegenüber Risiken ist mit einer beeinträchtigten Risikobewertung vereinbar. ZUSAMMENFASSUNG: Jüngste groß angelegte Studien und übereinstimmende Ergebnisse liefern ein Verständnis der Mechanismen, die ICDs bei Parkinson zugrunde liegen. Dies kann zur Prävention dieser Verhaltensweisen beitragen und Therapieansätze optimieren.; Abstract. PURPOSE OF REVIEW: The aim is to review the recent advances in the epidemiology and pathophysiology of impulse control disorders (ICDs) in Parkinson's disease. RECENT FINDINGS: Large cross-sectional and case-control multicentre studies show that ICDs in Parkinson's disease are common, with a frequency of 13.6%. These behaviours are associated with impaired functioning and with depressive, anxiety and obsessive symptoms, novelty seeking and impulsivity. Behavioural subtypes demonstrate differences in novelty seeking and impulsivity, suggesting pathophysiological differences. Observational and neurophysiological studies point towards a potential mechanistic overlap between behavioural (ICDs) and motor (dyskinesias) dopaminergic sequelae. Converging data suggest dopamine agonists in ICDs appear to enhance learning from rewarding outcomes and impulsive choice. ICD patients also have enhanced risk preference and impaired working memory. Neuroimaging data point towards enhanced bottom-up ventral striatal dopamine release to incentive cues, gambling tasks and reward prediction, and possible inhibition of top-down orbitofrontal influences. Dopamine agonist-related ventral striatal hypoactivity to risk is consistent with impaired risk evaluation. SUMMARY: Recent large-scale studies and converging findings are beginning to provide an understanding of mechanisms underlying ICDs in Parkinson's disease, which can guide prevention of these behaviours and optimize therapeutic approaches.
Voon, V.; Schoerling, A.; Wenzel, S.; Ekanayake, V.; Reiff, J.; Trenkwalder, C.; Sixel-Doring, F. (2011). Häufigkeit von Impulskontrollverhaltensweisen im Zusammenhang mit der dopaminergen Therapie beim Restless-Legs-Syndrom. BMC Neurology, 11, 117. https://doi.org/10.1186/1471-2377-11-117
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Sonstige Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Minderheiten im Glücksspiel
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HINTERGRUND: Niedrig dosierte Dopaminagonisten (DA) und Levodopa sind wirksam bei der Behandlung des Restless-Legs-Syndroms (RLS). Nach der Einnahme von DA und Levodopa bei Parkinson-Patienten wurde über eine Reihe von Impulskontroll- und Zwangsverhaltensmustern (ICB) berichtet. Ziel dieser Studie war es, die Querschnittsprävalenz von Impulskontrollverhaltensmustern (ICB) beim Restless-Legs-Syndrom (RLS) zu ermitteln und die mit ICB assoziierten Faktoren in einer deutschen Bevölkerungskohorte zu bestimmen. METHODEN: Patienten, die wegen RLS behandelt wurden, erhielten per Post Fragebögen, die auf validierten und bereits verwendeten Instrumenten zur Erfassung von ICB basierten. Die endgültige Diagnose von ICB basierte auf strengen diagnostischen Kriterien nach psychiatrischen Interviews. ERGEBNISSE: Bei 10/140 RLS-Patienten einer klinischen Kohorte (7,1%) wurde schließlich ICB diagnostiziert, 8 von 10 unter Dopaminagonisten-Therapie (DA), 2 von 10 unter Levodopa. 8 der 10 betroffenen Patienten zeigten mehr als eine Art von abnormalem Verhalten. Von jenen, die die Fragebögen beantworteten, offenbarten 6/140 [4,3%] Essattacken, 5/140 [3,6%] Kaufsucht, 3/140 [2,1%] Spielsucht, 3/140 [2,1%] Sucht und 2/140 [1,4%] Hypersexualität in psychiatrischen Untersuchungen. Von jenen, die die Fragebögen nicht beantworteten, wurden 32 zufällig ausgewählt und befragt: nur 1 Patient zeigte positive Kriterien für ICB mit Kaufsucht und Essattacken. ICBs waren mit einer höheren DA-Dosis (p = 0,001), einem früheren Beginn des RLS (p = 0,04), experimentellem Drogenkonsum (p = 0,002), weiblichem Geschlecht (p = 0,04) und einer familiären Vorbelastung mit Spielsucht (p = 0,02) assoziiert, die 52 % der Risikovarianz ausmachte. SCHLUSSFOLGERUNG: RLS-Patienten, die mit dopaminergen Wirkstoffen, insbesondere Dopaminagonisten, behandelt werden, sollten vor möglichen Nebenwirkungen gewarnt werden. Eine sorgfältige Anamnese der Risikofaktoren ist erforderlich.; Abstract. BACKGROUND: Low doses of dopamine agonists (DA) and levodopa are effective in the treatment of restless legs syndrome (RLS). A range of impulse control and compulsive behaviours (ICBs) have been reported following the use of DAs and levodopa in patients with Parkinson's disease. With this study we sought to assess the cross-sectional prevalence of impulse control behaviours (ICBs) in restless legs syndrome (RLS) and to determine factors associated with ICBs in a population cohort in Germany. METHODS: Several questionnaires based on validated and previously used instruments for assessment of ICBs were mailed out to patients being treated for RLS. Final diagnoses of ICBs were based on stringent diagnostic criteria after psychiatric interviews were performed. RESULTS: 10/140 RLS patients of a clinical cohort (7.1%) were finally diagnosed with ICBs, 8 of 10 on dopamine agonist (DA) therapy, 2 of 10 on levodopa. 8 of the 10 affected patients showed more than one type of abnormal behaviour. Among those who responded to the questionnaires 6/140 [4.3%] revealed binge eating, 5/140 [3.6%] compulsive shopping, 3/140 [2.1%] pathological gambling, 3/140 [2.1%] punding, and 2/140 [1.4%] hypersexuality in psychiatric assessments. Among those who did not respond to questionnaires, 32 were randomly selected and interviewed: only 1 patient showed positive criteria of ICBs with compulsive shopping and binge eating. ICBs were associated with higher DA dose (p = 0.001), younger RLS onset (p = 0.04), history of experimental drug use (p = 0.002), female gender (p = 0.04) and a family history of gambling disorders (p = 0.02), which accounted for 52% of the risk variance. CONCLUSION: RLS patients treated with dopaminergic agents and dopamine agonists in particular, should be forewarned of potential side effects. A careful history of risk factors should be taken.
Wohl, M.J.A.; Stewart, M.J.; Young, M.M. (2011). Personal Luck Usage Scale (PLUS): psychometrische Validierung eines Maßes für den glücksspielbezogenen Glauben an Glück als persönlichen Besitz. International Gambling Studies, 11, 7–21. https://doi.org/10.1080/14459795.2010.541270
Ursachen
Sonstiges
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Glück ist per Definition ein zufälliges Ereignis. Dennoch glauben viele Menschen, dass Glück etwas anderes ist – nämlich eine innere, persönliche Eigenschaft. Ein Hindernis für das Verständnis von persönlichem Glück und dessen Folgen unter Glücksspielenden war bisher das Fehlen eines psychometrisch fundierten Messinstruments. Der vorliegende Artikel berichtet über die Entwicklung der Personal Luck Usage Scale (PLUS). In den Studien 1 und 2 (jeweils N = 347 und N = 361) entstand eine eindimensionale Skala mit acht Items, die anschließend unter studierenden Glücksspielenden bestätigt wurde. Wichtig ist dabei, dass sich die PLUS von einem allgemeinen Glauben an Glück unterscheiden ließ (Studie 2). In Studie 3 (N = 60) wurde eine Verhaltenskonsequenz des Glaubens an persönliches Glück in einer Gemeinschaftsstichprobe von Glücksspielenden untersucht. Konkret zeigte sich, dass höhere PLUS-Werte positiv mit dem durchschnittlich in einer Glücksspielsitzung eingesetzten Geldbetrag zusammenhingen. Die Implikationen des Glaubens an persönliches Glücksspielglück für die Entstehung und Aufrechterhaltung von problematischem Glücksspiel werden in der Studie diskutiert.; Abstract. Luck is by definition a random event. However, many people believe luck to be something it is not – an internal, personal quality. An obstacle for understanding personal luck and its sequelae among gamblers has been the lack of a psychometrically sound measure. The current paper reports the development of the Personal Luck Usage Scale (PLUS). In Studies 1 and 2 (Ns ¼ 347 and 361, respectively), a one-dimensional, eight-item scale emerged and was subsequently confirmed among university-aged gamblers. Importantly, the PLUS was distinguishable from a general belief in luck (Study 2). In Study 3 (N ¼ 60), a behavioural consequence of belief in personal luck was assessed among a community sample of gamblers. Specifically, PLUS scores were positively associated with the average amount of money spent in a gambling session. The implications of a belief in gambling-related personal luck for the progression and maintenance of problem gambling are discussed.
Wu, L. T.; Woody, G. E.; Yang, C.; Blazer, D. G. (2011). Wie unterscheiden sich verschreibungspflichtige Opioidkonsumenten von Konsumenten von Heroin oder anderen Drogen in der Psychopathologie: Ergebnisse der Nationalen Epidemiologischen Erhebung über Alkohol und verwandte Erkrankungen. Journal of Addiction Medicine, 5, 28–35. https://doi.org/10.1097/ADM.0b013e3181e0364e
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
- Der Volltext ist Frei verfügbar (Author Manuskript)
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
ZIELE: Untersuchung des Substanzkonsums und psychiatrischer Störungen bei Personen, die verschreibungspflichtige Opioide, Heroin oder keine Opioide, aber andere Drogen konsumieren, in einer nationalen Stichprobe von Erwachsenen. METHODEN: Analysen von Daten aus der National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions 2001–2002 (N = 43.093). ERGEBNISSE: Unter 9.140 Personen, die illegale oder nicht verschriebene Drogen konsumierten, wurden vier Gruppen identifiziert: Heroin-und-andere-Opioid-Konsumenten (1,0 %; konsumierten sowohl Heroin als auch andere Opioide), Nur-andere-Opioid-Konsumenten (19,8 %; konsumierten andere Opioide, aber nie Heroin), Nur-Heroin-Konsumenten (0,5 %; konsumierten Heroin, aber keine anderen Opioide), Nicht-Opioid Drogenkonsumenten (78,7 %; konsumierten Drogen, aber weder Heroin noch andere Opioide). Nach Anpassung an Unterschiede in sozioökonomischen Merkmalen, Vorgeschichte von Suchtbehandlungen und familiären Substanzmissbrauch hatten Heroin-und-andere-Opioid-Konsumenten im Vergleich zu den anderen Gruppen höhere Chancen für verschiedene Substanzgebrauchsstörungen (Kokain, Halluzinogene, Beruhigungsmittel, Amphetamine und Tranquilizer). Nur-Heroin-Konsumenten hatten im Vergleich zu Nur-andere-Opioid-Konsumenten geringere Chancen für Missbrauchsstörungen mit Beruhigungsmitteln und Tranquilizern. Nicht-Opioid-Drogenkonsumenten hatten im Vergleich zu Nur-andere-Opioid-Konsumenten geringere Chancen für alle Substanzgebrauchsstörungen sowie für andere psychische Störungen (affektive Störungen, Angststörungen, pathologisches Glücksspiel und Persönlichkeitsstörungen). Konsument:innen, die im vergangenen Jahr ausschließlich andere Opioide konsumiert hatten, berichteten außerdem leicht niedrigere Lebensqualitätswerte als Nicht-Opioid-Drogenkonsument:innen im selben Zeitraum. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Alle Gruppen, die Opioide konsumierten, wiesen höhere Raten von Substanzgebrauchsstörungen auf als Nicht-Opioid-Drogenkonsument:innen, wobei die Raten insbesondere bei Heroin-und-andere-Opioid-Konsument:innen deutlich erhöht waren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass in Forschung und Behandlung zwischen diesen vier Gruppen unterschieden werden sollte, da sie möglicherweise unterschiedliche Verläufe und Therapiebedarfe aufweisen.; Abstract. OBJECTIVES: To study substance use and psychiatric disorders among prescription opioid users, heroin users, and non-opioid drug users in a national sample of adults. METHODS: Analyses of data from the 2001-2002 National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (N=43,093). RESULTS: Four groups were identified among 9140 illicit or non-prescribed drug users: heroin-other opioid users (1.0%; used heroin and other opioids), other opioid-only users (19.8%; used other opioids but never heroin), heroin-only users (0.5%; used heroin but never other opioids), and non-opioid drug users (78.7%; used drugs but never heroin or other opioids). After adjusting for variations in socioeconomic characteristics, history of substance abuse treatment, and familial substance abuse, heroin-other opioid users had greater odds of several substance use disorders (cocaine, hallucinogen, sedative, amphetamine, and tranquilizer) as compared with the other groups; heroin-only users had reduced odds of sedative and tranquilizer use disorders as compared with other opioid-only users. Non-opioid drug users had reduced odds of all substance use disorders and other mental disorders (mood, anxiety, pathological gambling, and personality) as compared with other opioid-only users. Past-year other opioid-only users also reported slightly lower scores on quality of life than past-year non-opioid drug users. CONCLUSIONS: All opioid use groups had higher rates of substance use disorders than non-opioid drug users, and these rates were particularly elevated among heroin-other opioid users. Findings suggest the need to distinguish between these four groups in research and treatment as they may have different natural histories and treatment needs.
Young, M. M.; Wohl, M. J. (2011). Der Canadian Problem Gambling Index: eine Bewertung der Skala und der begleitenden Profiler-Software in einem klinischen Umfeld. Journal of Gambling Studies, 27, 467–85. https://doi.org/10.1007/s10899-010-9224-y
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
In zwei Studien untersuchten wir den klinischen Nutzen des Canadian Problem Gambling Index (CPGI). In Studie 1 korrelierten die bewerteten Items des CPGI signifikant mit denen des South Oaks Gambling Screen (SOGS), ihre gemeinsame Varianz war jedoch gering. Wichtig ist, dass die Einschätzung des Krankheitsgrades des Klienten durch die Kliniker stärker mit der des CPGI als mit der des SOGS korrelierte. Hinsichtlich des Nutzens empfanden die Kliniker die nicht bewerteten Items des CPGI als behandlungsrelevanter als die des SOGS. In Studie 2 wurde die Wirksamkeit der Software CPGI-Profiler (CPGI-P), die problematische spielrelevante Einstellungen und Verhaltensweisen grafisch darstellt, untersucht. Obwohl die Klienten Schwierigkeiten mit der CPGI-P-Oberfläche hatten, gaben sie überwiegend an, dass die Ergebnisse sie zu Maßnahmen zur Bekämpfung ihres Spielverhaltens veranlassten. Die Kliniker waren weniger begeistert, da sie der Meinung waren, dass die Ergebnisse den Klienten nicht halfen, ihre Spielprobleme wirklich zu verstehen. Diese Einschätzung bestätigten die Kliniker auch bei einer Nachuntersuchung nach sechs Monaten. Die Verwendung des SOGS und die mögliche Übernahme des CPGI (sowie des CPGI-P) in einem klinischen Umfeld werden diskutiert.; Abstract. Across two studies we assessed the clinical utility of the Canadian Problem Gambling Index (CPGI). In Study 1, the scored items on the CPGI significantly correlated with those of the South Oaks Gambling Screen (SOGS), yet their shared variance was low. Importantly, clinician evaluation of the client's level of pathology was more strongly associated with that revealed by the CPGI than the SOGS. In terms of utility, clinicians found the non-scored items on the CPGI more useful in treatment than those included with the SOGS. In Study 2, the effectiveness of the CPGI profiler (CPGI-P) software, which graphically depicts problematic gambling-relevant attitudes and behaviours, was assessed. Although clients had difficulties using the CPGI-P interface, they overwhelmingly indicated that the output prompted action to address their gambling. The clinicians were less enthusiastic as they felt the output did not help clients truly understand their gambling problems. Such sentiments were reiterated by the clinicians at a 6 months follow-up. The use of the SOGS and possible adoption of the CPGI (as well as the CPGI-P) in a clinical setting are discussed.
Zahodne, L. B.; Susatia, F.; Bowers, D.; Ong, T. L.; Jacobson, C. E. th;Okun, M. S.; Rodriguez, R. L.; Malaty, I. A.; Foote, K. D.; Fernandez, H. H. (2011). Binge Eating bei der Parkinson-Krankheit: Prävalenz, Korrelate und der Beitrag der Tiefen Hirnstimulation. Journal of Neuropsychiatry and Clinical Neurosciences, 23, 56–62. https://doi.org/10.1176/appi.neuropsych.23.1.56
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstiges
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Von 96 Parkinson-Patienten, die am Zentrum für Bewegungsstörungen der University of Florida befragt wurden, erfüllte einer (1 %) die Diagnosekriterien für Essattacken. Acht (8,3 %) wiesen unterschwellige Essattacken auf. Psychometrische Kriterien klassifizierten 17,8 % der Patienten als problematisches Glücksspiel, 8,3 % als Horten, 11,5 % als Kaufsucht, 1,0 % als Hypersexualität und 1,0 % als Manie. Mehr Esssüchtige erfüllten die psychometrischen Kriterien für mindestens eine weitere Impulskontrollstörung (67 % gegenüber 29 %). Nicht mehr Esssüchtige als Nicht-Esssüchtige nahmen einen Dopaminagonisten ein (44 % gegenüber 41 %). Mehr Esssüchtige hatten eine Vorgeschichte mit subthalamischer Tiefenhirnstimulation (THS; 44 % gegenüber 14 %). Eine DBS-Vorgeschichte war der einzige unabhängige Prädiktor für Essattacken.; Abstract. Of 96 Parkinson's disease patients surveyed at the University of Florida Movement Disorders Center, one (1%) met diagnostic criteria for binge-eating disorder. Eight (8.3%) exhibited subthreshold binge eating. Psychometric criteria classified problem gambling in 17.8%, hoarding in 8.3%, compulsive buying in 11.5%, hypersexuality in 1.0%, and mania in 1.0% of patients. More overeaters met psychometric criteria for at least one additional impulse-control disorder (67% versus 29%). No more overeaters than non-overeaters were taking a dopamine agonist (44% versus 41%). More overeaters had a history of subthalamic deep brain stimulation (DBS; 44% versus 14%). History of DBS was the only independent predictor of overeating.
Afifi, T. O.; Cox, B. J.; Martens, P. J.; Sareen, J.; Enns, M. W. (2010). Demografische und soziale Variablen im Zusammenhang mit problematischem Glücksspiel bei Männern und Frauen in Kanada. Psychiatry Research, 178, 2395–400. https://doi.org/10.1016/j.psychres.2009.10.003
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Schutzfaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Frauen im Glücksspiel
Häufigkeit von Frauen im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Das Wissen über demografische und soziale Korrelate des problematischen Spielens bei Männern und Frauen in allgemeinen Bevölkerungsstichproben ist begrenzt. Solche Untersuchungen sind wichtig, um Personen zu identifizieren, die zu problematischen Spielern werden könnten. In der aktuellen Studie wurde eine geschlechtsspezifische Analyse mit Hilfe von logistischen Regressionsmodellen in einer landesweit repräsentativen Stichprobe durchgeführt, um Korrelate des problematischen Glücksspiels bei Männern und Frauen zu ermitteln. Die Daten stammen aus dem Canadian Community Health Survey Cycle 1.2 (CCHS 1.2; Datenerhebung im Jahr 2002; Rücklaufquote 77 %). Die 12-Monats-Prävalenz von problematischem Glücksspiel unter Männern und Frauen, die im vergangenen Jahr Glücksspiel angegeben hatten, betrug 4,9 % bzw. 2,7 %. Bei Frauen wurde eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für problematisches Spielen mit mittlerem Alter, mittlerem bis niedrigem Einkommen, einem High-School-Abschluss oder weniger, Unverheiratetsein, höherem Lebensstress und negativen Bewältigungsfähigkeiten in Verbindung gebracht. Bei Männern verringerte ein Alter von 70 Jahren oder mehr die Wahrscheinlichkeit des problematischen Spielens, während eine Trennung, Verwitwung oder Scheidung, ein geringeres Maß an sozialer Unterstützung und negative Bewältigungsfähigkeiten die Wahrscheinlichkeit des problematischen Spielens erhöhten. Diese Ergebnisse sind für die öffentliche Gesundheit von großer Bedeutung, da sie Aufschluss darüber geben, welche Männer und Frauen in der Allgemeinbevölkerung mit größerer Wahrscheinlichkeit zu problematischen Spielern werden.; Abstract. Knowledge of demographic and social correlates of problem gambling among men and women in general population samples is limited. Such research is important for identifying individuals who may become problem gamblers. The current research used a gender-stratified analysis using logistic regression models in a nationally representative sample to identify correlates of problem gambling among men and women. Data were from the Canadian Community Health Survey Cycle 1.2 (CCHS 1.2; data collected in 2002; response rate 77%). The 12-month prevalence of problem gambling among men and women who endorsed gambling in the past year was 4.9% and 2.7%, respectively. For women, increased odds of problem gambling was associated with middle age, middle to low levels of income, a high school diploma or less, being never-married, higher levels of life stress, and negative coping abilities. For men, being aged 70 or greater decreased the odds of problem gambling, while being separated, widowed, or divorced, lower levels of social support, and negative coping abilities increased the odds of problem gambling. These findings have important public health implications for identifying men and women who may be more likely to become problem gamblers in the general population.
Afifi, T. O.; Cox, B. J.; Martens, P. J.; Sareen, J.; Enns, M. W. (2010). Zusammenhang zwischen Art und Häufigkeit von Glücksspielaktivitäten und problematischem Glücksspiel bei Frauen in Kanada. Canadian Journal of Psychiatry, 55, 121–28. https://doi.org/10.1177/070674371005500104
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
Frauen im Glücksspiel
Häufigkeit von Frauen im Glücksspiel
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
ZIEL: Kanada erlebte in den 1990er Jahren ein massives Wachstum der Glücksspielindustrie. Klinische Daten deuten darauf hin, dass ein erheblicher Anteil der Personen, die in Kanada wegen Glücksspielproblemen Hilfe suchen, Frauen sind. Mit Hilfe eines bevölkerungsbezogenen Gesundheitsmodells wurde der Zusammenhang zwischen Art und Häufigkeit von Glücksspielaktivitäten und problematischem Glücksspiel bei Frauen in Kanada untersucht. METHODE: Die Daten, die für die Analyse verwendet wurden, stammen aus der landesweit repräsentativen Canadian Community Health Survey: Mental Health and Well-Being (CCHS 1.2; n = 10.056, Frauen im Alter von 15 Jahren und älter; Datenerhebung im Jahr 2002). ERGEBNISSE: Die Arten des Glücksspiels, die bei Frauen in Kanada mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für problematisches Glücksspiel in Verbindung gebracht wurden, waren Video-Lotterie-Terminals (VLTs) außerhalb des Casinos (OR 2,37 bis 53,73; P < 0,01), VLTs innerhalb des Casinos (OR 2,84 bis 36,19; P < 0,001) und andere Casino-Spiele (OR 4,01 bis 24,15; P < 0,001). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Beobachtungen erweitern unser Verständnis von problematischem Glücksspiel unter Frauen in Kanada und bestätigen, dass problematisches Glücksspiel unter Frauen ein wichtiges Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt. Häufiges VLT-Glücksspiel, sowohl außerhalb als auch innerhalb von Kasinos, und andere Kasinospiele sind mit der größten Wahrscheinlichkeit von problematischem Glücksspiel verbunden, was einen Bereich des Glücksspiels in Kanada hervorhebt, der neu bewertet werden muss, wenn problematisches Glücksspiel verhindert oder reduziert werden soll. Evidenzbasierte Forschung ist notwendig, um eine gesunde öffentliche Politik zum Thema Glücksspiel in Kanada zu unterstützen. Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung haben wichtige Auswirkungen auf Forschung und Politik.; Abstract. OBJECTIVE: Canada experienced large-scale growth of the gambling industry during the 1990s. Clinical data have indicated that substantial proportions of people seeking help for gambling problems in Canada are women. A population health model was used to understand the relation between types and frequency of gambling activities and problem gambling among women in Canada. METHOD: Data used for the analysis were from the nationally representative Canadian Community Health Survey: Mental Health and Well-Being (CCHS 1.2; n = 10,056, women aged 15 years and older; data collected in 2002). RESULTS: The types of gambling associated with the highest odds of problem gambling among women in Canada were video lottery terminals (VLTs) outside the casino (OR 2.37 to 53.73; P < 0.01), VLTs inside the casino (OR 2.84 to 36.19; P < 0.001), and other casino games (OR 4.01 to 24.15; P < 0.001). CONCLUSIONS: These observations further our understanding of problem gambling among women in Canada and confirm that problem gambling among women is an important public health concern. Frequent VLT gambling, both outside and inside casinos, and other casino games are associated with the largest odds of problem gambling, which highlights an area of gambling in Canada that needs to be reassessed if problem gambling is to be prevented or reduced. Evidence-based research is necessary to inform healthy public policies on gambling in Canada. Findings from the current research have important research and policy implications.
Auger, N.; Lo, E.; Cantinotti, M.; O'Loughlin, J. (2010). Das Zusammenspiel von Impulsivität und sozioökonomischem Status erhöht das Risiko, dass Jugendliche mit dem Glücksspiel beginnen. Addiction, 105, 122176–83. https://doi.org/10.1111/j.1360-0443.2010.03100.x
Ursachen
Krankheitsverläufe
Klinische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Minderheiten im Glücksspiel
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Ziele: Es soll festgestellt werden, ob Impulsivität und sozioökonomischer Status (SES) zusammenwirken, um den Beginn des Glücksspiels bei Jugendlichen zu beeinflussen. DESIGN: Längsschnittstudie von Schülern der 7. Klasse, die 8 Jahre lang verfolgt wurde. SETTING: Montreal, Kanada. TEILNEHMER: Insgesamt 628 erwachsene Schüler im Alter von durchschnittlich 12,6 Jahren zu Beginn der Kohorte. MESSUNGEN: Impulsivität und SES (Elternbildung, Bereichsbenachteiligung) wurden während der Sekundarschule erhoben. Das Alter des Beginns des Glücksspiels wurde retrospektiv erhoben, wenn die Teilnehmer 20,3 Jahre alt waren. Die Cox-Regression der proportionalen Gefahren wurde verwendet, um den Zusammenhang zwischen der Zeit bis zum ersten Bericht über Glücksspiel und Interaktionsbegriffe für Impulsivität und Elternbildung sowie Impulsivität und Gebietsentzug unter Berücksichtigung von Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit zu modellieren. BEFUNDE: Das mediane Alter (Interquartilsbereich) des Beginns des Glücksspiels betrug 17,0 (4,0) Jahre. Die Impulsivität erhöhte unabhängig voneinander das Risiko eines Glücksspielbeginns bei Teilnehmern ohne akademisch gebildeten Elternteil [Hazard Ratio (HR) 1,3; 95% Konfidenzintervall 1,1-1,5] und bei Teilnehmern, die in stark benachteiligten Gebieten lebten (HR 1,7; 1,5-2,0). Impulsivität war bei Jugendlichen mit hohem SES nicht mit dem Beginn des Glücksspiels verbunden. Bei Teilnehmern mit hoher Impulsivität waren die Risiken für diejenigen ohne Hochschulabschluss im Vergleich zu einem oder mehreren Elternteilen mit Hochschulabschluss erhöht (HR 1,7; 1,1-2,7) und für Teilnehmer, die in benachteiligten Gebieten im Vergleich zu begünstigten Gebieten lebten (HR 5,0; 2,6-9,6). SES war bei Teilnehmern mit geringer Impulsivität nicht mit dem Beginn des Glücksspiels verbunden. Schlussfolgerungen: Impulsivität ist ein Risikofaktor für den Beginn des Glücksspiels bei Jugendlichen mit niedrigem, aber nicht hohem SES, und ein niedriger SES beeinflusst den Beginn des Glücksspiels vor allem bei impulsiven Jugendlichen. Bei Programmen zur Prävention von Glücksspielen muss möglicherweise eine mögliche Wechselwirkung zwischen Impulsivität und SES berücksichtigt werden.; Abstract. AIMS: To determine if impulsivity and socio-economic status (SES) interact to influence gambling onset in youth. DESIGN: Longitudinal study of grade 7 students followed for 8 years. SETTING: Montreal, Canada. PARTICIPANTS: A total of 628 adult students aged 12.6 years on average at cohort inception. MEASUREMENTS: Impulsivity and SES (parent education, area deprivation) were collected during secondary school. Age of gambling onset was collected retrospectively when participants were aged 20.3 years. Cox proportional hazards regression was used to model the association between time to first report of gambling and interaction terms for each of impulsivity and parent education, and impulsivity and area deprivation accounting for sex and ethnicity. FINDINGS: Median (interquartile range) age of gambling onset was 17.0 (4.0) years. Impulsivity independently increased the risk of gambling onset among participants with no university-educated parent [hazard ratio (HR) 1.3; 95% confidence interval 1.1-1.5] and those living in highly deprived areas (HR 1.7; 1.5-2.0). Impulsivity was not associated with gambling onset among high SES youth. Among participants with high impulsivity, risks were elevated for those with no university-educated parent relative to one or more university-educated parent (HR 1.7; 1.1-2.7), and for participants living in deprived relative to advantaged areas (HR 5.0; 2.6-9.6). SES was not associated with gambling onset among participants with low impulsivity. CONCLUSIONS: Impulsivity is a risk factor for gambling onset among low but not high SES youth, and low SES influences gambling onset primarily among impulsive youth. Gambling prevention programmes may need to consider potential interaction between impulsivity and SES.
Bharmal, A.; Lu, C.; Quickfall, J.; Crockford, D.; Suchowersky, O. (2010). Ergebnisse bei Patienten mit Parkinson-Krankheit und pathologischem Glücksspiel. Canadian Journal of Neurological Sciences / Le Journal Canadien Des Sciences Neurologiques, 37, 4473–477. https://doi.org/10.1017/S0317167100010489
Ursachen
Biologische Risikofaktoren
Therapie
Medikamentöse Therapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstige Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Folgen
Individuelle Folgen
Soziale Folgen
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Ziel: Ermittlung der Ergebnisse von Patienten mit Parkinson-Krankheit (PD) mit pathologischem Glücksspiel (PG) aus einer kanadischen Klinik für Bewegungsstörungen. Methoden: Die Beurteilungen wurden persönlich während routinemäßiger Klinikbesuche aller Patienten durchgeführt, die derzeit von einem Neurologen (OS) betreut werden. Pathologisches Glücksspiel wurde gemäß den DSM-IV-TR-Kriterien definiert. Eine Überprüfung der Krankenakten wurde durchgeführt, um Einzelheiten zu Medikamenteneinnahme, Dosierungen und Patientendemografie zu erhalten. Bei der Nachuntersuchung von Patienten mit PG wurden Informationen zu Glücksspielverhalten, PG-Management-Interventionen, Medikamenten, Behandlung und psychosozialen Ergebnissen gesammelt. Ergebnisse: 146 Patienten wurden befragt, wobei die Gesamtprävalenz von PG 4,1 % (6/146) betrug. Die Rate des pathologischen Glücksspiels bei Patienten unter Dopaminagonistentherapie (DA) betrug 8,1 % (6/74). Nur Patienten, die vor Beginn der DA Freizeitspieler waren, entwickelten PG. Alle PG-Patienten setzten die DA ab, verringerten sie oder wechselten zu einer anderen DA und erlebten eine teilweise oder vollständige Remission des PG. 3 (50 %) der Patienten beschrieben finanzielle Verluste von 100.000 $ oder mehr, und 75 % (3/4) der Patienten beschrieben erhebliche Eheprobleme. Bei der Nachuntersuchung (August 2008) spielten 4 der 6 Patienten mit PG trotz Medikamentenänderungen weiterhin kontrolliert. Es wurde kein signifikanter Unterschied in der täglichen Levodopa-Äquivalentdosis (LEDD) vor und nach PG beobachtet; die relative Menge an DA war jedoch gesunken (p = 0,0593), während Levodopa relativ erhöht wurde (p = 0,5277). Trotz Kontrolle des PG leiden die Patienten weiterhin unter finanziellen und ehelichen Belastungen. Schlussfolgerungen: DA (in Kombination mit Levodopa) war mit einer signifikant höheren Prävalenz von PG bei PD verbunden, insbesondere bei Patienten, die zuvor Freizeitspieler waren. Trotz Kontrolle des PG leiden die Patienten weiterhin unter erheblichen finanziellen und ehelichen Belastungen, die in der Nachsorge regelmäßig abgefragt und entsprechend behandelt werden sollten.; Abstract. Objective: To determine the outcomes of patients with Parkinson disease (PD) with pathological gambling (PG) from one Canadian Movement Disorders Clinic. Methods: Assessments were performed in-person during routine clinic visits of all patients currently followed by one neurologist (OS). Pathological gambling was defined according to DSM-IV-TR criteria. Chart review was performed to obtain details on medication use, dosages, and patient demographics. Follow-up of patients with PG collected information on gambling behavior, PG management interventions, medications, treatment, and psychosocial outcomes. Results: 146 patients were surveyed with an overall prevalence of PG of 4.1% (6/146). The rate of pathological gambling for those patients on dopamine agonist therapy (DA) was 8.1% (6/74). Only patients who were recreational gamblers prior to starting DA developed PG. All PG patients discontinued, decreased, or switched to another DA, and experienced a partial or full remission of PG. 3 (50%) patients described financial losses of $100,000 or more, and 75% (3/4) patients described significant marital stresses. At follow-up (August 2008), 4 of the 6 patients with PG continued to gamble in a controlled fashion despite medication changes. No significant difference in levodopa equivalent daily dose (LEDD) pre- and post-PG were observed; however, the relative amount of DA was decreased (p = 0.0593), while levodopa was relatively increased (p = 0.5277). Despite control of PG, patients still experience financial and marital strains. Conclusions: DA (in combination with levodopa) was associated with a significantly higher prevalence of PG in PD, particularly in patients who were recreational gamblers previously. Despite control of PG, patients continued to experience significant financial and marital stresses that should be regularly enquired upon in follow-up care and managed appropriately. (PsycINFO Database Record (c) 2018 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Billieux, J.; Gay, P.; Rochat, L.; Van der Linden, M. (2010). Die Rolle der Dringlichkeit und der ihr zugrunde liegenden psychologischen Mechanismen bei problematischem Verhalten. Behaviour Research and Therapy, 48, 111085–96. https://doi.org/10.1016/j.brat.2010.07.008
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Der Dringlichkeitsaspekt der Impulsivität, d. h. die Tendenz, in Reaktion auf intensive emotionale Kontexte überstürzt zu handeln [Cyders, M. A. & Smith, G. T. (2008). Emotionsbasierte Dispositionen zu überstürztem Handeln: positive und negative Dringlichkeit. Psychological Bulletin, 134, 807-828], wurde mit einer großen Bandbreite von maladaptiven Verhaltensweisen in Verbindung gebracht. Die vorliegende Studie untersucht die Rolle der Dringlichkeit bei problematischem Verhalten weiter, indem sie verschiedene psychologische Mechanismen betrachtet, die dieser Komponente der Impulsivität zugrunde liegen könnten. Zu diesem Zweck wurden 95 freiwillige Teilnehmer mithilfe von Selbstauskunftsfragebögen untersucht, in denen Dringlichkeit und drei problematische Verhaltensweisen (zwanghaftes Kaufen, übermäßige Handynutzung, übermäßige Internetnutzung) bewertet wurden. Sie führten zwei Laboraufgaben durch: eine Stoppsignalaufgabe zur Bewertung der Fähigkeit, vorherrschende Reaktionen als Reaktion auf neutrale und emotionale Reize zu unterdrücken, und die Iowa Gambling Task (IGT) zur Messung der Fähigkeit, die zukünftigen Konsequenzen einer Handlung zu berücksichtigen. Eine schlechte Fähigkeit, vorherrschende Reaktionen im emotionalen Zustand der Stoppsignalaufgabe zu unterdrücken, führte nachweislich zu mehr nachteiligen Entscheidungen im IGT, was letztlich zu höherer Dringlichkeit und problematischerem Verhalten führt. Diese Erkenntnisse werfen neues Licht auf das Konstrukt der Dringlichkeit, die damit verbundenen psychologischen Mechanismen und ihre Rolle bei problematischem Verhalten.; Abstract. The urgency facet of impulsivity, that is, the tendency to act rashly in response to intense emotional contexts [Cyders, M. A., & Smith, G. T. (2008). Emotion-based dispositions to rash action: positive and negative urgency. Psychological Bulletin, 134, 807-828], has been related to a wide range of maladaptive behaviours. The present study further investigates the role of urgency in problematic behaviours by considering distinct psychological mechanisms that may underlie this component of impulsivity. With this aim, 95 volunteer participants were screened with self-reported questionnaires assessing urgency and three problematic behaviours (compulsive buying, excessive mobile phone use, excessive Internet use). They performed two laboratory tasks: a stop-signal task designed to assess the capacity to inhibit prepotent responses in response to both neutral and emotional stimuli; and the Iowa Gambling Task (IGT) measuring the ability to take into account the future consequences of an action. A poor ability to inhibit prepotent responses in the emotional condition of the stop-signal task was found to predict more disadvantageous choices in the IGT, which ultimately results in higher urgency and more problematic behaviours. These findings shed new light on the construct of urgency, its related psychological mechanisms, and its role in problematic behaviours.
Blanco, C.; Alegria, A. A.; Petry, N. M.; Grant, J. E.; Simpson, H. B.; Liu, S. M.; Grant, B. F.; Hasin, D. S. (2010). Prävalenz und Korrelate von Brandstiftungen in den Vereinigten Staaten: Ergebnisse der nationalen epidemiologischen Erhebung über Alkohol und verwandte Erkrankungen (NESARC). Journal of Clinical Psychiatry, 71, 91218–1225. https://doi.org/10.4088/JCP.08m04812gry
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
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Ziel: Schätzung der Prävalenz, soziodemografischen Korrelate, Komorbidität und Inanspruchnahmerate von psychiatrischen Diensten durch Brandstifter in der Allgemeinbevölkerung. Methode: Im Zeitraum 2001-2002 wurde eine persönliche Befragung von mehr als 43.000 Erwachsenen ab 18 Jahren durchgeführt, die in Haushalten lebten. Diagnosen von Stimmungs-, Angst-, Substanzgebrauchs- und Persönlichkeitsstörungen basierten auf dem „Alcohol Use Disorder and Associated Disabilities Interview Schedule-DSM-IV Version“ (AUDADIS-IV). Ergebnisse: Die Prävalenz von Brandstiftungen im Laufe des Lebens in der US-Bevölkerung betrug 1,13 (95 % KI, 1,0-1,3). Männlich, nie verheiratet und in den USA geboren sowie ein Jahreseinkommen von über 70.000 US-Dollar waren Risikofaktoren für Brandstiftungen im Laufe des Lebens, während asiatische oder hispanische Herkunft und ein Alter von über 30 Jahren Schutzfaktoren für Brandstiftungen im Laufe des Lebens waren. Die stärksten Assoziationen mit Brandstiftung gab es bei Störungen, die häufig mit Defiziten bei der Impulskontrolle einhergehen, wie etwa antisoziale Persönlichkeitsstörung (ASPD) (Odds Ratio [OR]’ ‰=’ ‰21,8; CI, 6,6-28,5), Drogenabhängigkeit (OR’ ‰=’ ‰7,6; 95% CI, 5,2-10,9), bipolare Störung (OR’ ‰=’ ‰5,6; 95% CI, 4,0-7,9) und pathologisches Glücksspiel (OR’ ‰=’ ‰4,8; 95% CI, 2,4-9,5). Die Assoziationen zwischen Brandstiftung und allen antisozialen Verhaltensweisen waren positiv und signifikant. Eine lebenslange Vorgeschichte von Brandstiftung, selbst wenn keine ASPD-Diagnose vorliegt, war stark mit erheblichen Raten von Achse-I-Komorbidität, einer Vorgeschichte von antisozialem Verhalten, einer Familiengeschichte von anderen antisozialen Verhaltensweisen, verminderter Funktionsfähigkeit und höheren Behandlungsraten verbunden. Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Brandstiftung besser als Verhaltensmanifestation eines breiteren Syndroms der beeinträchtigten Kontrolle und als Teil des Externalisierungsspektrums verstanden werden kann. Brandstiftung und andere antisoziale Verhaltensweisen neigen dazu, stark miteinander verbunden zu sein und erhöhen das Risiko lebenslanger und aktueller psychiatrischer Störungen, selbst wenn keine DSM-IV-Diagnose von ASPD vorliegt.; Abstract. Objective: To estimate the prevalence, sociodemographic correlates, comorbidity, and rates of mental health service utilization of fire-setters in the general population. Method: A face-to-face survey of more than 43,000 adults aged 18 years and older residing in households was conducted during the 2001-2002 period. Diagnoses of mood, anxiety, substance use disorders, and personality disorders were based on the Alcohol Use Disorder and Associated Disabilities Interview Schedule-DSM-IV Version (AUDADIS-IV). Results: The prevalence of lifetime fire-setting in the US population was 1.13 (95% CI, 1.0-1.3). Being male, never married, and US-born and having a yearly income over $70,000 were risk factors for lifetime fire-setting, while being Asian or Hispanic and older than 30 years were protective factors for lifetime fire-setting. The strongest associations with fire-setting were with disorders often associated with deficits in impulse control, such as antisocial personality disorder (ASPD) (odds ratio [OR] = 21.8; CI, 6.6-28.5), drug dependence (OR = 7.6; 95% CI, 5.2-10.9), bipolar disorder (OR = 5.6; 95% CI, 4.0-7.9), and pathological gambling (OR = 4.8; 95% CI, 2.4-9.5). Associations between fire-setting and all antisocial behaviors were positive and significant. A lifetime history of fire-setting, even in the absence of an ASPD diagnosis, was strongly associated with substantial rates of Axis I comorbidity, a history of antisocial behavior, a family history of other antisocial behaviors, decreased functioning, and higher treatment-seeking rates. Conclusions: Our findings suggest that fire-setting may be better understood as a behavioral manifestation of a broader impaired control syndrome and part of the externalizing spectrum. Fire-setting and other antisocial behaviors tend to be strongly associated with each other and increase the risk of lifetime and current psychiatric disorders, even in the absence of a DSM-IV diagnosis of ASPD. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Blaszczynski, A.; Nower, L. (2010). Instrumentelles Mittel oder Droge: Zusammenhang zwischen der Einstellung zu Geld und problematischem Glücksspiel. Addiction Research and Theory, 18, 6681–691. https://doi.org/10.3109/16066351003786752
Ursachen
Sonstiges
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Obwohl Geld eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung von problematischem Glücksspielverhalten spielt, gibt es nur wenige Studien zur Einstellung von Spielern gegenüber Geld. Diese Studie untersuchte Einstellungsunterschiede gegenüber Geld bei Untergruppen von Spielern an elektronischen Spielautomaten (n = 127) und verwendete dabei das von Lea und Webley entwickelte Modell. Zitat: Geld als Werkzeug, Geld als Droge: Die biologische Psychologie eines starken Anreizes. Behavioral and Brain Sciences 29: 161–209]: die Werkzeugtheorie, bei der Geld eine instrumentelle Funktion als Mittel zum Erwerb bestimmter Waren hat, und die Drogentheorie, bei der Geld als wirksam auf neurochemischer Ebene angesehen wird, um verstärkende Effekte ähnlich wie Drogenkonsum zu erzielen. Die Ergebnisse lieferten vorläufige Unterstützung für die Drogentheorie bei problematischem Glücksspiel. Im Gegensatz zu Spielern ohne Probleme berichteten problematische Spieler von einer erheblichen Besessenheit von Geld als wichtigem Indikator für Prestige, Macht und Mittel zum Erwerb von Reichtum. Gleichzeitig zeigten problematische Spieler jedoch ein hohes Maß an Angst vor Geld, sowohl in Bezug auf die Sorgen um Geld als auch in Bezug auf die Ansicht, dass Geld ein Mittel zur Reduzierung von Ängsten sei. Die Studie lieferte auch begrenzte Unterstützung für die Hypothese, dass nicht problematische Spieler eher spielen, um die wahrgenommene Unzulänglichkeit bei der Versorgung ihrer Familien zu bekämpfen (d. h. Werkzeugtheorie), obwohl Unterschiede in univariaten Analysen in logistischen Regressionsanalysen nicht aufrechterhalten wurden.; Abstract. Few studies have explored gamblers’ attitudes towards money despite the central role money plays in the development and maintenance of problem gambling (PG) behaviours. This study explored attitudinal differences towards money among subgroups of electronic gaming machine players (n = 127) using the framework advanced by Lea and Webley Citation. Money as tool, money as drug: The biological psychology of a strong incentive. Behavioral and Brain Sciences 29:161–209]: the Tool Theory, in which money functions instrumentally as a means of obtaining certain commodities, and the Drug Theory, in which money is considered to exert action at a neurochemical level to produce reinforcing effects similar to drug use. Findings provided preliminary support for the Drug Theory in PG. In contrast to non-problem gamblers, problem gamblers reported significant obsessions with money as an important indicator of prestige, power and means of acquiring wealth. At the same time, however, problem gamblers endorsed high levels of anxiety over money, both in regard to worrying about money and viewing money as a way to reduce anxiety. The study also provided limited support for the hypothesis that non-problem gamblers were more likely to gamble to combat perceived inadequacy in providing for their families (i.e. Tool Theory), although differences in univariate analyses were not sustained in logistic regression analyses.
Blinn-Pike, L.; Worthy, S. L.; Jonkman, J. N. (2010). Glücksspiel bei Jugendlichen: Ein Überblick über ein aufstrebendes Forschungsgebiet. Journal of Adolescent Health, 47, 3223–236. https://doi.org/10.1016/j.jadohealth.2010.05.003
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Zweck: Dieser Bericht sollte den Forschungsbericht zum Glücksspiel bei Jugendlichen zusammenfassen und seine Auswirkungen auf Forschung, Prävention und Intervention ableiten. Methode: Die Methodik umfasste eine umfassende und systematische Suche nach „Glücksspiel bei Jugendlichen“ in drei verschiedenen elektronischen Datenbanken (MedlineAdvanced, PsycINFO und Sociological Abstracts) und drei von Experten begutachteten Zeitschriften (International Journal of Gambling Studies, International Journal of Mental Health and Addiction und Journal of Gambling Issues). Ergebnisse: Die Suche ergab 137 Artikel (1985–2010) zum Glücksspiel bei Jugendlichen zwischen 9 und 21 Jahren: 103 quantitative, 8 qualitative und 26 nicht-empirische. Die Studie zum Glücksspiel bei Jugendlichen lässt sich wie folgt zusammenfassen: (a) Sie wird von einer relativ kleinen Gruppe von Forschern in Großbritannien, Kanada und den USA durchgeführt. (b) Sie ist in erster Linie prävalenzorientiert, quantitativ, deskriptiv, schulbasiert und nicht theoretisch. (c) es wurde am häufigsten im Journal of Gambling Studies veröffentlicht; (d) es wird am häufigsten in Bezug auf Alkoholkonsum untersucht; (e) es gibt relativ wenige valide und zuverlässige, entwicklungsgerechte Screening-Instrumente für Jugendliche und (f) es fehlen ethnisch vielfältige Stichproben. Fazit: Für Forschung und Prävention bzw. Intervention werden vier Empfehlungen gegeben, und zwar wie folgt: (1) der Entwicklung und Validierung von Umfrageinstrumenten oder Diagnosekriterien zur Beurteilung von problematischem Glücksspiel bei Jugendlichen größere Aufmerksamkeit zu widmen; (2) mit der Entwicklung und Erprobung von mehr Strategien zur Glücksspielprävention bzw. -intervention zu beginnen; (3) nicht nur die Komorbidität von Glücksspiel und Alkoholmissbrauch zu untersuchen, sondern auch andere Verhaltensweisen wie sexuelle Aktivität einzubeziehen; und (4) bei der Erforschung des Glücksspiels bei Jugendlichen ethnischen Unterschieden größere Aufmerksamkeit zu widmen.; Abstract. Purpose: The purpose of this review was to summarize the research on adolescent gambling with implications for research and prevention or intervention. Method: The methodology involved a comprehensive and systematic search of GÇ£adolescent or youth gamblingGÇØ in three diverse electronic databases (MedlineAdvanced, PsycINFO, and Sociological Abstracts) and three peer-reviewed journals (International Journal of Gambling Studies, International Journal of Mental Health and Addiction, and Journal of Gambling Issues). Results: The search resulted in 137 articles (1985GÇô2010) focusing on gambling among youth aged between 9 and 21 years: 103 quantitative, 8 qualitative, and 26 non-empirical. The study of adolescent gambling can be summarized as follows: (a) it is conducted by a relatively small group of researchers in Britain, Canada, and the United States; (b) it is primarily prevalence-focused, quantitative, descriptive, school-based, and atheoretical; (c) it has most often been published in the Journal of Gambling Studies; (d) it is most often examined in relation to alcohol use; (e) it has relatively few valid and reliable screening instruments that are developmentally appropriate for adolescents, and (f) it lacks racially diverse samples. Conclusion: Four recommendations are presented for both research and prevention or intervention which are as follows: (1) to provide greater attention to the development and validation of survey instruments or diagnostic criteria to assess adolescent problem gambling; (2) to begin to develop and test more gambling prevention or intervention strategies; (3) to not only examine the co-morbidity of gambling and alcohol abuse, but also include other behaviors such as sexual activity; and (4) to pay greater attention to racial and ethnic differences in the study of adolescent gambling. (PsycINFO Database Record (c) 2017 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Brewer, J. A.; Potenza, M. N.; Desai, R. A. (2010). Differenzielle Zusammenhänge zwischen problematischem und pathologischem Glücksspiel und psychiatrischen Störungen bei Personen mit und ohne Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit. CNS Spectrums, 15, 133–44. https://doi.org/10.1017/s1092852900000286
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
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HINTERGRUND: Alkoholmissbrauch und/oder -abhängigkeit, Alkoholkonsumstörungen (AUDs) und problematisches und/oder pathologisches Glücksspiel (PPG) treten häufig gemeinsam mit anderen psychiatrischen Störungen auf. Frühere Studien haben jedoch den relativen Einfluss von AUDs auf die Assoziationen zwischen PPG und anderen psychiatrischen Störungen nicht untersucht. METHODEN: National repräsentative Daten aus der National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (n=43.093; Einwohner der Vereinigten Staaten > oder = 18 Jahre) wurden verwendet, um den Einfluss von AUDs auf die Assoziationen zwischen Glücksspiel und anderen psychiatrischen Störungen und Verhaltensweisen zu untersuchen. Die wichtigsten Ergebnismaße waren das gemeinsame Auftreten von AUD im vergangenen Jahr und Störungen der Achsen I und II sowie der Schweregrad des Glücksspiels basierend auf den 10 einschließenden Diagnosekriterien für pathologisches Glücksspiel. ERGEBNISSE: Bei den Befragten ohne AUD war der zunehmende Schweregrad des Glücksspiels mit zunehmend erhöhten Chancen für die Mehrheit der Störungen der Achsen I und II verbunden. Bei den Befragten mit AUD wurde dieses Muster normalerweise nicht beobachtet. Es wurden auch Wechselwirkungen zwischen Alkohol und Glücksspielgruppen für PPG festgestellt, und die Wahrscheinlichkeit dieser Störungen war bei nicht-AUD-Teilnehmern mit PPG signifikant erhöht, bei AUD-Teilnehmern mit PPG jedoch entweder unverändert oder signifikant niedriger. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Es bestehen Assoziationen zwischen Glücksspiel und mehreren psychiatrischen Störungen, insbesondere jedoch bei Personen ohne AUD. Diese Assoziationen haben wichtige Auswirkungen auf die Konzeptualisierung, Prävention und Behandlung psychiatrischer Störungen bei Personen mit Glücksspiel und/oder AUD.; Abstract. BACKGROUND: Alcohol abuse and/or dependence, alcohol use disorders (AUDs), and problem and/or pathological gambling (PPG) frequently co-occur with each other and other psychiatric disorders. However, prior studies have not investigated the relative influence of AUDs on the associations between PPG and other psychiatric disorders, METHODS: Nationally representative data froni the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (n=43,093; United States residents > or = 18 years of age) was used to examine the influence of AUDs on the associations between gambling and other psychiatric disorders and behaviors. The main outcome measures were co-occurrence of past-year AUD and Axis I and II disorders and severity of gambling based on the 10 inclusionary diagnostic criteria for pathological gambling. RESULTS: Among non-AUD respondents, increasing gambling severity was associ- ated with increasingly elevated odds for the majority of Axis I and II disorders. Among AUD respondents, this pattern was typically not observed. Alcohol-by-gambling-group interactions for PPG were also found and the odds of these disorders was significantly increased in non-AUD respondents with PPG, but either unchanged or significantly lower in AUD respondents with PPG. CONCLUSIONS: Gambling-related associations exist with multiple psychiatric disorders, but particularly in those without AUD. These associations have important implications with respect to conceptualization, prevention, and treatment of psychiatric disorders in individuals with gambling and/or AUDs.
Brezing, C.; Derevensky, J. L.; Potenza, M. N. (2010). Nicht substanzabhängiges Verhalten bei Jugendlichen: pathologisches Glücksspiel und problematische Internetnutzung. Child and Adolescent Psychiatric Clinics of North America, 19, 3625–641. https://doi.org/10.1016/j.chc.2010.03.012
Therapie
Folgen
Individuelle Folgen
Soziale Folgen
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Die Adoleszenz ist durch die Teilnahme an zahlreichen neuen und potenziell riskanten Verhaltensweisen gekennzeichnet. Zu diesen Verhaltensweisen zählen Glücksspiel und Internetnutzung. Eine übermäßige Teilnahme an diesen Aktivitäten (wie sie bei pathologischem Glücksspiel und problematischer Internetnutzung zu beobachten ist) kann mit ernsthaften Beeinträchtigungen in der Schule, der psychischen Gesundheit und der sozialen Funktionsfähigkeit einhergehen. Dieser Artikel untersucht die möglichen Auswirkungen von pathologischem Glücksspiel und problematischer Internetnutzung bei Jugendlichen, die Relevanz subsyndromaler Teilnahmeniveaus und wie Präventions- und Behandlungsstrategien in einem Entwicklungsrahmen betrachtet und getestet werden können.; Abstract. Adolescence is characterized by participation in multiple novel and potentially risky behaviors. Amongst these behaviors are gambling and use of the Internet, and excessive engagement in these activities (as seen in pathological gambling and problematic Internet use) may be accompanied by serious impairments in school, mental health, and social functioning. This article reviews the potential impact of pathological gambling and problematic Internet use in youth, the relevance of subsyndromal levels of participation, and how prevention and treatment strategies may be considered and tested within a developmental framework.
Bullock, A.; Bradley, V. L. (2010). Family income supplements and development of psychiatric and substance use disorders among an American Indian population. JAMA, 304, 9962–3. https://doi.org/10.1001/jama.2010.1240
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An den Herausgeber: Dr. Costello und Kollegen1 untersuchten den Zusammenhang zwischen Einkommensergänzungen aus Casino-Einnahmen und psychiatrischen Störungen und Substanzmissbrauch bei Erwachsenen in der Gemeinschaft der Eastern Band of Cherokee Indians (EBCI). Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass „… es Umweltinterventionen gibt, die langfristige Vorteile haben können, sogar nach Abschluss der Intervention.“ In Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Studie erwähnten die Autoren die Möglichkeit, armen Familien Einkommensergänzungen als Intervention zur Reduzierung von delinquentem Verhalten, einschließlich Drogenproblemen, bereitzustellen. So wichtig ein höheres Einkommen für Menschen ist, die in Armut leben, gibt es einige wichtige kontextbezogene Aspekte der Cherokee-Erfahrung, die angesprochen werden müssen, um solche Interventionsbemühungen besser zu informieren.; Abstract. To the Editor: Dr Costello and colleagues1 studied the association of income supplements from casino revenues with adult psychiatric and substance use disorders in the Eastern Band of Cherokee Indians (EBCI) community. The authors concluded that “ . . . there are environmental interventions that can have long-term benefits, even after the intervention is over.” Commensurate with the study's findings, the authors mentioned the possibility of income supplements being provided to poor families as an intervention to reduce delinquent behaviors, including drug problems. As important as increased income is to people living in poverty, there are some important contextual points to the Cherokee experience that need to be raised to better inform any such intervention efforts.
Carlbring, P.; Jonsson, J.; Josephson, H.; Forsberg, L. (2010). Motivierende Gesprächsführung versus kognitive Verhaltenstherapie in der Behandlung von problematischem und pathologischem Glücksspiel: eine randomisierte kontrollierte Studie. Cognitive Behaviour Therapy, 39, 92–103. https://doi.org/10.1080/16506070903190245
Therapie
Ambulante Therapie
Psychotherapie
Therapiewirksamkeit
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Pathologisches Glücksspiel ist ein weit verbreitetes Problem mit erheblichen Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Einzelnen. Es gibt wirksame Behandlungen, doch ist wenig über die relative Wirksamkeit der verschiedenen Behandlungen bekannt. Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit von motivierender Gesprächsführung, kognitiver Verhaltenstherapie in der Gruppe und einer Kontrollgruppe ohne Behandlung (Warteliste) bei der Behandlung von pathologischem Glücksspiel zu testen. Dies geschah in einer randomisierten, kontrollierten Studie in einer ambulanten Suchtklinik am Karolinska-Institut (Stockholm, Schweden). Insgesamt 150 primär selbst rekrutierte Patienten mit aktuellen Glücksspielproblemen oder pathologischem Glücksspiel gemäß dem NORC DSM-IV-Screening für Glücksspielprobleme wurden nach dem Zufallsprinzip in vier Einzelsitzungen mit motivierender Zusammenfassung.Gesprächsführung (MI), acht Sitzungen mit kognitiver Verhaltenstherapie (CBGT) oder in eine behandlungsfreie Warteliste randomisiert. Glücksspielbezogene Messwerte, die aus der zeitlichen Rückverfolgung abgeleitet wurden, sowie allgemeine Angst- und Depressionswerte wurden zu Beginn, nach Beendigung sowie 6 und 12 Monate nach Beendigung der Behandlung erhoben. Die Behandlung zeigte in einigen Bereichen eine Überlegenheit gegenüber der unbehandelten Kontrollgruppe, so auch bei der primären Ergebnismessung. Es wurden zu keinem Zeitpunkt Unterschiede zwischen MI und CBGT festgestellt. Stattdessen führten sowohl MI als auch CBGT bis zur 12-monatigen Nachbeobachtung zu signifikanten Rückgängen innerhalb der Gruppe bei den meisten Ergebnisgrößen. Beide Interventionsformen sind vielversprechende Behandlungen, aber es gibt noch Raum für Verbesserungen sowohl bei den Ergebnissen als auch bei der Compliance.; Abstract. Pathological gambling is a widespread problem with major implications for society and the individual. There are effective treatments, but little is known about the relative effectiveness of different treatments. The aim of this study was to test the effectiveness of motivational interviewing, cognitive behavioral group therapy, and a no-treatment control (wait-list) in the treatment of pathological gambling. This was done in a randomized controlled trial at an outpatient dependency clinic at Karolinska Institute (Stockholm, Sweden). A total of 150 primarily self-recruited patients with current gambling problems or pathological gambling according to an NORC DSM-IV screen for gambling problems were randomized to four individual sessions of motivational interviewing (MI), eight sessions of cognitive behavioral group therapy (CBGT), or a no-treatment wait-list control. Gambling-related measures derived from timeline follow-back as well as general levels of anxiety and depression were administered at baseline, termination, and 6 and 12 months posttermination. Treatment showed superiority in some areas over the no-treatment control in the short term, including the primary outcome measure. No differences were found between MI and CBGT at any point in time. Instead, both MI and CBGT produced significant within-group decreases on most outcome measures up to the 12-month follow-up. Both forms of intervention are promising treatments, but there is room for improvement in terms of both outcome and compliance.
Choliz, M. (2010). Experimentelle Analyse des Spiels bei pathologischen Spielern: Wirkung der Unmittelbarkeit der Belohnung bei Spielautomaten. Journal of Gambling Studies, 26, 249–56. https://doi.org/10.1007/s10899-009-9156-6
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
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Spielautomaten sind die Spiele mit dem höchsten Suchtpotenzial, weil (a) die Störung (pathologisches Glücksspiel) bei diesen Spielen schneller auftritt als bei allen anderen; (b) die meisten Patienten, die professionelle Hilfe suchen, hauptsächlich süchtig nach elektronischen Glücksspielen sind und (c) obwohl es nicht das häufigere Spiel ist, fließt das meiste Geld, das für legale Glücksspiele ausgegeben wird (zumindest in Spanien), in Spielautomaten. Strukturelle Merkmale von Spielautomaten verleiten zum Spielen, weil elektronische Spiele die wichtigsten Parameter der operanten Konditionierung aufweisen, vor allem die Unmittelbarkeit der Verstärkung. Zehn pathologische Spieler spielten Spielautomaten unter zwei Bedingungen: sofortige und verzögerte Verstärkung. Die Ergebnisse bestätigen die Bedeutung der Unmittelbarkeit der Verstärkung beim Glücksspiel, denn wenn das Ergebnis sofort (nach 2 s) auftritt, werden mehr Spiele gespielt, als wenn das Ergebnis nur 10 s verzögert ist. Kritische Fragen der Prävention von problematischem Glücksspiel und der öffentlichen Gesundheit werden diskutiert.; Abstract. Slot machines are the most "addictive" games because (a) the disorder (pathological gambling) appears more rapidly in these games than with any other; (b) most patients who seek professional help are mainly addicted to electronic gambling, and (c) even though it is not the more frequent game, most of all the money spent on legal games of chance (at least in Spain) goes to slot machines. Structural characteristics of slot machines induce to gamble because electronic games show the main parameters of operant conditioning, mainly the immediacy of the reinforcement. Ten pathological gamblers played slot machine in two conditions: immediate and delayed reinforcement. The results corroborate the importance of the immediacy of the reinforcement in gambling, because when the result appears immediately (after 2 s), more games are played than when the result is delayed only 10 s. Critical issues in problem gambling prevention and public health are discussed.
