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Raylu, N.; Oei, T.P.S. (2004). Die Gambling Related Cognitions Scale (GRCS): Entwicklung, Validierung des Bestätigungsfaktors und psychometrische Eigenschaften. Addiction, 99, 757–769. https://doi.org/10.1111/j.1360-0443.2004.00753.x
Ursachen
Sonstiges
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziele: Ziel dieser Studie ist die Entwicklung und Validierung einer Methode zur Erkennung glücksspielbezogener Kognitionen (GRC) bei Spielern. Studiendesign und Teilnehmer: Insgesamt wurden 968 Freiwillige aus der Bevölkerung rekrutiert. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt. In Gruppe 1 wurde eine Hauptachsenfaktorisierung mit Varimax-Rotation durchgeführt, in Gruppe 2 eine konfirmatorische Faktorenanalyse (CFA), um die am besten passende Lösung zu bestätigen. Messungen: Für diese Studie wurde die Gambling Related Cognition Scale (GRCS) entwickelt. Zur Validierung wurden der South Oaks Gambling Screen (SOGS), die Motivation Towards Gambling Scale (MTGS) und die Depression Anxiety Stress Scale (DASS-21) verwendet. Ergebnisse: Eine explorative Faktorenanalyse, die mit der Hälfte der Stichprobe durchgeführt wurde, ergab fünf Faktoren: interpretative Kontrolle/Bias (GRCS-IB), Kontrollillusion (GRCS-IC), prädiktive Kontrolle (GRCS-PC), glücksspielbezogene Erwartungen (GRCS-GE) und die wahrgenommene Unfähigkeit, mit dem Spielen aufzuhören (GRCS-IS). Diese Faktoren machten 70 % der Gesamtvarianz aus. Anhand der anderen Hälfte der Stichprobe bestätigte die CFA, dass die Fünf-Faktoren-Lösung die Daten am besten erfüllte. Cronbachs Alpha-Koeffizienten für die Faktoren lagen zwischen 0,77 und 0,91 und für die Gesamtskala bei 0,93. Schlussfolgerungen: Diese Arbeit zeigt, dass der 23-Items-GRCS gute psychometrische Eigenschaften aufweist und somit ein nützliches Instrument zur Identifizierung von GRC bei nicht-klinischen Spielern ist. Sie stellt einen ersten Schritt zur Entwicklung/Anpassung ähnlicher Instrumente für problematische Spieler sowie zur Entwicklung spezialisierterer Instrumente zur Erfassung bestimmter Bereiche von GRC dar.; Abstract. Aims: The aims of this study are to develop and validate a measure to screen for a range of gambling-related cognitions (GRC) in gamblers. Design and participants: A total of 968 volunteers were recruited from a community-based population. They were divided randomly into two groups. Principal axis factoring with varimax rotation was performed on group one and confirmatory factor analysis (CFA) was used on group two to confirm the best-fitted solution. Measurements: The Gambling Related Cognition Scale (GRCS) was developed for this study and the South Oaks Gambling Screen (SOGS), the Motivation Towards Gambling Scale (MTGS) and the Depression Anxiety Stress Scale (DASS-21) were used for validation. Findings: Exploratory factor analysis performed using half the sample indicated five factors, which included interpretative control/bias (GRCS-IB), illusion of control (GRCS-IC), predictive control (GRCS-PC), gambling-related expectancies (GRCS-GE) and a perceived inability to stop gambling (GRCS-IS). These accounted for 70% of the total variance. Using the other half of the sample, CFA confirmed that the five-factor solution fitted the data most effectively. Cronbach's alpha coefficients for the factors ranged from 0.77 to 0.91, and 0.93 for the overall scale. Conclusions: This paper demonstrated that the 23-item GRCS has good psychometric properties and thus is a useful instrument for identifying GRC among non-clinical gamblers. It provides the first step towards devising/adapting similar tools for problem gamblers as well as developing more specialized instruments to assess particular domains of GRC.
Raylu, Namrata;Oei, Tian Po (2004). Die Rolle der Kultur beim Glücksspiel und bei problematischem Glücksspiel. Clinical Psychology Review, 23, 1087–1114. https://doi.org/10.1016/j.cpr.2003.09.005
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
In der Glücksspielliteratur besteht eine erhebliche Lücke hinsichtlich der Rolle der Kultur beim Glücksspiel und bei problematischem Glücksspiel (PG). Dieses Papier zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem es eine systematische Überprüfung der kulturellen Unterschiede beim Glücksspiel und PG sowie eine Diskussion der Rolle vorlegt, die kulturelle Variablen bei der Einleitung und Aufrechterhaltung des Glücksspiels spielen können, um weitere Forschung anzuregen. Die Überprüfung zeigt, dass es zwar nicht viele Studien zur Untersuchung der Verbreitungsraten von Glücksspiel und PG in verschiedenen Kulturen gibt, die Beweise jedoch darauf hindeuten, dass bestimmte kulturelle Gruppen anfälliger dafür sind, mit dem Glücksspiel zu beginnen und PG zu entwickeln. In der westlichen Glücksspielliteratur wurden signifikante Faktoren, darunter familiäre/genetische, soziologische und individuelle Faktoren, als wichtige Rollen bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung von PG identifiziert. Diese Faktoren müssen nun in anderen kulturellen Gruppen untersucht werden, damit wir die an PG beteiligten ätiologischen Prozesse besser verstehen und kultursensible Behandlungen entwickeln können. Darüber hinaus müssen Variablen wie kulturelle Werte und Überzeugungen, der Prozess der Akkulturation und der Einfluss kulturell bedingten Hilfesuchverhaltens im Hinblick auf die Rolle untersucht werden, die sie bei der Einleitung und Aufrechterhaltung des Glücksspiels spielen könnten....; Abstract. There has been a significant gap in the gambling literature regarding the role of culture in gambling and problem gambling (PG). This paper aims to reduce this gap by presenting a systematic review of the cultural variations in gambling and PG as well as a discussion of the role cultural variables can play in the initiation and maintenance of gambling in order to stimulate further research. The review shows that although studies investigating prevalence rates of gambling and PG among different cultures are not plentiful, evidence does suggest certain cultural groups are more vulnerable to begin gambling and to develop PG. Significant factors including familial/genetic, sociological, and individual factors have been found in the Western gambling literature as playing important roles in the development and maintenance of PG. These factors need to be examined now in other cultural groups so we can better understand the etiological processes involved in PG and design culturally sensitive treatments. In addition, variables, such as cultural values and beliefs, the process of acculturation, and the influence of culturally determined help-seeking behaviors need to be also examined in relation to the role they could play in the initiation of and maintenance of gambling... (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Rockloff, Matthew J.; Schofield, Grant (2004). Faktorenanalyse von Hindernissen für die Behandlung von problematischem Glücksspiel. Journal of Gambling Studies, 20, 121–126. https://doi.org/10.1023/B:JOGS.0000022305.01606.da
Therapie
Psychotherapie
Therapiewirksamkeit
Vorurteile gegenüber Glücksspielsüchtigen
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Die Einstellung zur Behandlung von Spielsucht wurde in einer Telefonumfrage unter 1.203 Personen in Central Queensland, Australien (598 Frauen und 605 Männer, Durchschnittsalter: 45,8 Jahre) untersucht. Die Fragen wurden aus bestehenden Fragebögen zum Substanzmissbrauch zusammengestellt (Center on Alcoholism, Substance Abuse and Addictions, 1995; Sobell et al., 1991). Eine explorative Faktorenanalyse identifizierte fünf potenzielle Behandlungshindernisse: Verfügbarkeit, Stigmatisierung, Kosten, Unsicherheit und Vermeidung. Im Vergleich zu Personen mit wenigen Problemen machten sich Befragte mit zahlreichen Spielproblemen größere Sorgen über die Behandlungskosten sowie die Verfügbarkeit und Wirksamkeit der Behandlung. Zusätzlich zu den oben genannten Bedenken beurteilten ältere Personen den Behandlungssuchenden häufiger negativ. Im Gegensatz dazu zeigten gebildete Befragte im Allgemeinen eine positivere Einstellung gegenüber Spielsucht und der Inanspruchnahme einer Behandlung.; Abstract. Attitudes toward problem gambling treatment were investigated in a telephone survey of 1,203 persons in Central Queensland Australia (598 women and 605 men, mean age = 45.8 years). Survey items were compiled from existing substance abuse questionnaires (Center on Alcoholism, Substance Abuse and Addictions, 1995; Sobell et al., 1991). An exploratory factor analysis identified five potential barriers to treatment, including: availability, stigma, cost, uncertainty, and avoidance. Relative to those with few problems, respondents who had numerous gambling problems were more concerned about treatment costs, and the availability and effectiveness of treatment. In addition to the above concerns, older persons more often negatively judged the treatment seeker. In contrast, educated respondents had generally more positive attitudes towards problem gamblers and treatment seeking. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Schofield, Grant;Mummery, Kerry;Wang, Wei;Dickson, Geoff (2004). Epidemiologische Studie zum Glücksspiel in der Nicht-Metropolregion Central Queensland. Australian Journal of Rural Health, 12, 6–10. https://doi.org/10.1111/j.1440-1584.2004.00544.x
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Fragebögen/Screeninginstrumente
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziel: Der Zweck der Untersuchung bestand darin, eine aktuelle Beschreibung des Glücksspielverhaltens der Bevölkerung in Central Queensland zu erstellen.; Design: Zum Einsatz kam der South Oaks Gambling Screen (SOGS), ein klinisch-diagnostisches Instrument zur Erkennung von problematischem und pathologischem Glücksspiel.; Ort: Central Queensland erstreckt sich von Bundaberg bis Mackay und westlich bis zur Grenze zwischen Queensland und dem Northern Territory. Die Region umfasst eine Reihe ländlicher und regionaler Zentren sowie die Großstädte Rockhampton, Gladstone, Mackay und Bundaberg.; Teilnehmer: Es wurden computergestützte Telefoninterviews mit einer zufälligen Stichprobe von 1029 Erwachsenen durchgeführt.; Wichtigste Ergebnismaße: ein Vergleich der Glücksspielquoten in Central Queensland mit dem nationalen Durchschnitt.; Ergebnisse: Über 90 % der Bevölkerung hatten im vergangenen Monat in irgendeiner Form an Glücksspielen teilgenommen. 1,8 % der Stichprobe erfüllten die Kriterien für „problematisches Glücksspiel“. Die Prävalenz von „wahrscheinlich pathologischem Glücksspiel“ lag bei 0,8 %. Weitere 1 % der Bevölkerung wurden als „problematische Spieler“ eingestuft. Diese Raten liegen etwas unter dem australischen Durchschnitt, der 1999 von der Produktivitätskommission ermittelt wurde. Dennoch deuten sie auf eine große Anzahl von Personen hin, die von problematischem Glücksspiel betroffen sind.; Schlussfolgerungen: Ein Vergleich dieser Daten mit den Behandlungsstatistiken der regionalen Beratungsstelle für problematische Spieler zeigt, dass die Mehrheit dieser Spieler keine Behandlung in Anspruch nimmt. Es ist offensichtlich, dass viele Spieler mit einer ernsthaften Spielsucht unerkannt und unbehandelt bleiben. Allgemeinmediziner werden als geeignete Anlaufstelle für Screening und Weiterleitung empfohlen. Ein gesamtstaatlicher Ansatz für problematisches und pathologisches Glücksspiel wird ebenfalls befürwortet.; Abstract. Objective: The purpose of the research was to provide a contemporary description of the gambling behaviours of people in Central Queensland.; Design: The South Oaks Gambling Screen (SOGS), a clinical diagnostic tool for identifying problem and pathological gamblers was utilised.; Setting: Central Queensland extends from Bundaberg to Mackay and west to the Queensland-Northern Territory border. The region incorporates a number of rural and regional centres and the major centres of Rockhampton, Gladstone, Mackay and Bundaberg.; Subjects: Computer-aided telephone interviews were conducted with a random sample of 1029 adults.; Main Outcome Measures: a comparison of CQ gambling rates with national averages.; Results: Over 90% of the population had engaged in some form of gambling activity in the past month. One point eight percent of the sample fulfilled criteria for 'problem gambling'. The prevalence of 'probable pathological gambling', was 0.8%. An additional 1% of the population were identified as being 'problem gamblers'. These rates are slightly lower than the Australian average identified by the Productivity Commission in 1999. Nonetheless, they indicate the presence of a large number of individuals affected by problem gambling.; Conclusions: Comparisons of these data with treatment statistics available from the regional counselling service for problem gamblers indicate that the majority of these gamblers do not seek treatment. It is clear that many gamblers with serious pathology go undetected and untreated. General practitioners are suggested as one appropriate point for screening and further referral. A whole-of-government approach to problem and pathological gambling is also advocated.
Shaffer, H.J.; LaBrie, R.A.; LaPLante, D.A.; Nelson, S.E.; Stanton, M.V. (2004). Der weniger befahrene Weg: Von der Verteilung zu den Determinanten in der Erforschung der Glücksspielepidemiologie. Canadian Journal of Psychiatry, 49, 504–516. https://doi.org/10.1177/070674370404900802
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Schutzfaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Dieser Artikel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand epidemiologischer Studien zum Glücksspiel und legt nahe, dass es an der Zeit ist, von der allgemeinen Bevölkerungsprävalenzforschung zur Untersuchung von Risiko- und Schutzfaktoren überzugehen, die die Entstehung von Glücksspielstörungen beeinflussen. Die Untersuchung der Inzidenz unter vulnerablen und resilienten Bevölkerungsgruppen ist ein noch zu beschreitender Weg. In diesem Artikel stellen wir kurz die Geschichte des Fachgebiets vor und analysieren die epidemiologische Forschung zu Glücksspielstörungen gründlich, bevor wir die aktuellen Diagnoseinstrumente kritisch bewerten. Insgesamt zeigt die vorhandene Forschung, dass Glücksspielstörungen weltweit ein relativ stabiles Phänomen sind. Angesichts der erhöhten Prävalenzraten in bestimmten Bevölkerungsgruppen (z. B. Jugendlichen und Substanzkonsumenten) empfehlen wir, zukünftige Prävalenzstudien auf Gruppen mit offensichtlich erhöhter Vulnerabilität zu konzentrieren. Darüber hinaus empfehlen wir, dass Forscher für den Fortschritt der Glücksspielforschung ungewöhnliche Wege beschreiten und die Entstehung und die Determinanten von Glücksspielstörungen genauer untersuchen. Angesichts der Probleme der aktuellen Diagnoseverfahren müssen Forscher ihre theoretischen Konzepte und die zu ihrer Untersuchung verwendeten epidemiologischen Instrumente verfeinern, bevor das Fachgebiet diesen neuen Weg beschreiten kann.; Abstract. This article reviews the current status of gambling epidemiology studies and suggests that it is time to move from general population-prevalence research toward the investigation of risk and protective factors that influence the onset of gambling disorders. The study of incidence among vulnerable and resilient populations is a road yet to be taken. In this review, we briefly introduce the history of the field and thoroughly review the epidemiologic research on disordered gambling before providing a critical assessment of the current diagnostic tools. Overall, the extant research shows that disordered gambling is a relatively stable phenomenon throughout the world. Given that certain segments of the population (for example, adolescents and substance users) have elevated prevalence rates, we suggest focusing future prevalence studies on groups with apparently increased vulnerability. Moreover, we suggest that, for the field of gambling studies to progress, researchers need to take the road less travelled and examine more carefully the onset and determinants of disordered gambling. That said, given the problems with the current diagnostic screens, investigators need to refine their theoretical concepts and the epidemiologic tools used to examine them before the field can travel down this new road.
Smith, S.; Thomas, S.A.; Jackson, A.C. (2004). Eine Untersuchung der therapeutischen Beziehung und der Beratungsergebnisse in einem Beratungsdienst für problematisches Glücksspiel. Journal of Social Work Practice, 18, 99–112. https://doi.org/10.1080/0265053042000180581
Therapie
Therapiewirksamkeit
Beratung und Betreuung
Suchtberatungsstellen
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Diese Studie untersuchte die Beziehung zwischen einer Reihe von Variablen des Beratungsprozesses, von denen angenommen wird, dass sie die Beratungsergebnisse beeinflussen, anhand einer Stichprobe von 150 Klienten, die eine Kurzzeitberatung im staatlich finanzierten Beratungsdienst Gambler's Help für Spielsucht im australischen Victoria in Anspruch nahmen. Zu den gemessenen Faktoren gehörten das psychosoziale Wohlbefinden der Klienten vor und nach der Beratung, ihre Veränderungsbereitschaft, ihr selbstberichtetes Spielaktivitätsniveau vor und nach der Beratung, ihre Selbsteinschätzung des aktuellen Spielverhaltens, die Stärke der therapeutischen Allianz, selbstberichtete Beratungsergebnisse hinsichtlich Symptome, Lebensfragen und damit verbundener Probleme sowie ein Maß für die Zufriedenheit der Klienten mit der Dienstleistung. Die therapeutische Allianz hatte die stärkste Vorhersagekraft in Bezug auf den Grad der Problemlösung, den die Klienten in allen Problembereichen außer einem erreichten. Die Auswirkungen dieser Erkenntnisse auf die klinische Sozialarbeit und die Ausbildung von Fachkräften werden erläutert.; Abstract. This study examined the relationship between a number of counselling process variables thought to influence counselling outcomes in a sample of 150 clients undertaking short-term counselling in the state-wide government funded Gambler's Help problem gambling counselling services in Victoria, Australia. Factors measured included psychosocial well-being of clients prior to and after counselling, client readiness to change, self-reported gambling activity levels before and after counselling, self-assessment of current gambling behaviour, strength of therapeutic alliance, self-reported counselling outcomes achieved in the area of symptoms, life matters, and related problems and a measure of client satisfaction with the service. The therapeutic alliance was found to have the strongest predictive power with respect to the level of problem resolution achieved by clients across all but one of the problem areas. The implications of these findings for clinical social work practice and education of practitioners are noted.
Strong, D.R.; Lesieur, H.R.; Breen, R.B.; Stinchfield, R.; Lejuez, C.W. (2004). Verwendung eines Rasch-Modells zur Untersuchung des Nutzens des South Oaks Gambling Screen in klinischen und kommunalen Stichproben. Addictive Behaviors, 29, 465–481. https://doi.org/10.1016/j.addbeh.2003.08.017
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Der South Oaks Gambling Screen (SOGS: [Am. J. Psychiatr. 144 (1987) 1184]) ist eines der am häufigsten verwendeten Maße für Glücksspielprobleme in epidemiologischen Studien und klinischen Evaluationen. In der vorliegenden Arbeit konnten wir den SOGS mithilfe eines Rasch-Modells anhand von Daten einer repräsentativen Stichprobe aus der Bevölkerung und einer großen klinischen Stichprobe untersuchen. Der SOGS zeigte trotz unterschiedlicher Stichproben hinsichtlich Spielverhalten und demografischer Merkmale eine signifikante Stabilität zwischen den Stichproben aus der Bevölkerung und den klinischen Stichproben. In der klinischen Stichprobe zeigten wir eine signifikante Übereinstimmung zwischen den DSM-IV- und SOGS-basierten Schätzungen des Schweregrads des Glücksspielproblems jeder Person. Die relative Schwere der DSM-IV- und SOGS-Symptome deutet jedoch darauf hin, dass die Maße unterschiedliche und sich überschneidende Bereiche des latenten Kontinuums erfassen. Wir gehen davon aus, dass das DSM-IV zuverlässig drei Schweregrade des Glücksspielproblems unterscheidet und entsprechende Grenzwerte für eine SOGS-Skala mit 15 stichprobeninvarianten Items liefert. Es werden Empfehlungen für einen entspannteren Cut-Score im DSM-IV und einen reduzierten Satz von SOGS-Elementen diskutiert.; Abstract. The South Oaks Gambling Screen (SOGS: [Am. J. Psychiatr. 144 (1987) 1184]) is one of the most widely used measures of gambling problems in epidemiological studies and clinical evaluations. In the current paper, we were able to examine the SOGS using a Rasch model with data obtained from a representative community sample and a large clinical sample. The SOGS demonstrated significant stability across community and clinical samples despite the sample differences in gambling behaviors and demographic characteristics. In the clinical sample, we demonstrated the significant agreement between DSM-IV- and SOGS-based estimates of each person's level of gambling problem severity. However, the relative severity of DSM-IV and SOGS symptoms suggests that the measures tap somewhat different and overlapping regions of the latent continuum. We estimate that the DSM-IV reliably separates three levels of gambling problem severity and provides corresponding cut scores for a SOGS scale composed of 15 sample-invariant items. Recommendations for a relaxed cut score on the DSM-IV and reduced set of SOGS items are discussed.
Takushi, R.Y.; Neighbors, C.; Larimer, M.E.; Lostutter, T.W.; Cronce, J.M.; Marlatt, G.A. (2004). Indizierte Prävention von problematischem Glücksspiel bei College-Studenten. Journal of Gambling Studies, 20, 83–93. https://doi.org/10.1023/B:JOGS.0000016705.58903.8f
Therapie
Psychotherapie
Therapiewirksamkeit
Vorbeugung/Prävention
Frühes Erkennen und Gegensteuern (Sekundärprävention)
Spielerschutz
Sonstiges
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Diese Studie liefert eine kurze qualitative Beschreibung der Entwicklung einer indizierten Präventionsmaßnahme für Glücksspieler unter Studenten. Die vorgeschlagene Intervention integriert Strategien zur Alkoholprävention mit Elementen der Glücksspielbehandlung. Die Intervention kombiniert kognitiv-behaviorales Kompetenztraining und motivierende Befragung und umfasst personalisiertes normatives Feedback, kognitive Korrektur, Diskussion der Konsequenzen des Glücksspiels und Techniken zur Rückfallprävention. Die Beispiele, die alle Phasen der Intervention beschreiben, stammen aus Interviews, die im Rahmen eines Pilotprojekts durchgeführt wurden. Vorläufige Pilotdaten deuten darauf hin, dass die Intervention vielversprechend ist, um das risikoreiche Glücksspiel unter College-Studenten zu reduzieren.; Abstract. This research provides a brief qualitative description of the development of an indicated prevention intervention for college student gamblers. The proposed intervention integrates alcohol prevention strategies with elements of gambling treatment. The intervention combines cognitive-behavioral skills-training and motivational interviewing and includes personalized normative feedback, cognitive correction, discussion of gambling consequences, and relapse prevention techniques. Examples detailing all phases of the intervention are provided from interviews conducted in a pilot of the intervention. Preliminary pilot data suggests the intervention shows promise in reducing high risk gambling among college students.
Toneatto, T.; Millar, G. (2004). Bewertung und Behandlung von problematischem Glücksspiel: empirischer Status und vielversprechende Trends. Canadian Journal of Psychiatry, 49, 517–525. https://doi.org/10.1177/070674370404900803
Ursachen
Biologische Risikofaktoren
Therapie
Medikamentöse Therapie
Psychotherapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie sich klinische Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung problematischen Spielverhaltens weiterentwickeln, je mehr Erkenntnisse über diese Störung vorliegen. Der Artikel fasst den aktuellen Wissensstand zur Behandlung von problematischem Glücksspiel zusammen und beschreibt Entwicklungen in den Bereichen Diagnostik, Psychologie und Biologie, die für therapeutische Ansätze relevant sein könnten. Es wurde aktuelle Fachliteratur ausgewertet, die Fortschritte in der Diagnostik, Psychologie und Biologie des problematischen Spielverhaltens berichtet; in die Analyse aufgenommen wurden ausschließlich kontrollierte klinische Studien, bei denen die Teilnehmenden randomisiert entweder psychologischen oder pharmakologischen Behandlungen zugewiesen wurden. Obwohl sich mehrere Behandlungsansätze als wirksam erwiesen haben, ist die wissenschaftliche Unterstützung für eine spezifische Behandlungsmethode nach wie vor begrenzt. Am wirksamsten zeigten sich kognitive Verhaltenstherapien. Trotz verbesserter diagnostischer Verfahren existieren nur sehr wenige Instrumente zur Erfassung glücksspielbezogener Variablen. Es wurden Zusammenhänge zwischen Glücksspiel und Geschlecht, komorbiden psychischen Erkrankungen, kognitiven Verzerrungen sowie Impulsivität beschrieben. Zudem liegen Hinweise auf die Beteiligung von Entscheidungsarealen im Kortex sowie auf Störungen im Serotonin- und Dopaminhaushalt vor. Die bisher verfügbaren Belege für eine genetische Mitverursachung sind jedoch schwach. Zur Weiterentwicklung klinischer Ansätze wurden methodische Verbesserungen in der Glücksspielbehandlungsforschung diskutiert. Erkenntnisse aus der Diagnostik sowie aus psychologischen und biologischen Forschungsfeldern sollten stärker als bisher in die klinische Praxis einfließen. Besonders wichtig wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, unterschiedliche Glücksspielarten getrennt voneinander zu untersuchen, anstatt sie pauschal zusammenzufassen.; Abstract. Objective: Ways to clinically assess and treat problem gambling evolve as our knowledge about this disorder increases. This paper summarizes current knowledge about treating problem gambling and describes developments in the assessment, psychology, and biology of problem gambling that may be important for treatment. Methods: We reviewed recent published literature reporting advances in the assessment, psychology, and biology of problem gambling. We retained for review only controlled clinical trials in which subjects were randomized to either psychological or pharmacologic treatment. Results: Although several gambling treatments were found to be efficacious, support for any specific treatment modality is still limited. Cognitive-behavioural treatments were most effective. Although diagnostic assessment has improved, there are still very few measures of gambling-related variables. The contribution to gambling of sex, concurrent psychiatric disorders, cognitive distortions, and impulsivity has been described. Evidence implicating decision-making areas of the cortex and disturbances in serotonin and dopamine functioning has been reviewed. Available evidence for a genetic contribution to problem gambling is weak. Conclusions: Improvements in the methodology of gambling-treatment research were discussed to advance the clinical approach to this disorder. Developments in the area of assessment, psychology, and biology of gambling should inform clinical approaches to a greater degree than they currently do. We identified the need to study different types of gambling separately, rather than combining them, as an important goal
Vachon, J.; Vitaro, F.; Wanner, B.; Tremblay, R.E. (2004). Glücksspiel bei Jugendlichen: Beziehungen zu Eltern, Glücksspiel und Erziehungspraktiken. Psychology of Addictive Behaviors, 18, 398–401. https://doi.org/10.1037/0893-164X.18.4.398
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Sonstiges
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Diese Studie untersuchte die möglichen Zusammenhänge zwischen familiären Risikofaktoren (d. h. Glücksspiel der Eltern und Erziehungspraktiken) und jugendlichem Glücksspiel. Eine Gemeinschaftsstichprobe von 938 Jugendlichen (496 Frauen und 442 Männer) füllte den South Oaks Gambling Screen Revised for Adolescents (SOGS-RA; K. C. Winters, R. Stinchfield, & J. Fulkerson, 1993b) zusammen mit einem Fragebogen zur Bewertung der elterlichen Praktiken aus. Beide Eltern füllten den SOGS aus (H. R. Lesieur & S. B. Blume, 1987). Die Ergebnisse zeigten, dass die Glücksspielhäufigkeit der Jugendlichen mit der Glücksspielhäufigkeit und den Problemen beider Elternteile zusammenhing. Die Glücksspielprobleme der Jugendlichen waren jedoch nur mit dem Schweregrad der Glücksspielprobleme der Väter verbunden. Ein geringes Maß an elterlicher Überwachung erhöhte das Risiko der Jugendlichen, in Glücksspiele verwickelt zu werden und damit verbundene Probleme zu entwickeln. Ein höheres Maß an unangemessenen disziplinarischen Praktiken stand ebenfalls in Zusammenhang mit größeren Glücksspielproblemen bei Jugendlichen. Diese Zusammenhänge waren auch nach Kontrolle des sozioökonomischen Status, des Geschlechts und der Impulsivität/Hyperaktivität signifikant.; Abstract. This study explored the possible links between family risk factors (i.e., parent gambling and parenting practices) and adolescent gambling. A community sample of 938 adolescents (496 females and 442 males) completed the South Oaks Gambling Screen Revised for Adolescents (SOGS–RA; K. C. Winters, R. Stinchfield, & J. Fulkerson, 1993b) along with a questionnaire assessing parenting practices. Both parents completed the SOGS (H. R. Lesieur & S. B. Blume, 1987). Results showed that adolescent gambling frequency was related to both parents' gambling frequency and problems. However, adolescent gambling problems were linked only to fathers' severity of gambling problems. Low levels of parental monitoring enhanced adolescents' risk of getting involved in gambling activities and developing related problems. A higher level of inadequate disciplinary practices was also related to greater gambling problems in youth. These links were significant after controlling for socioeconomic status, gender, and impulsivity–hyperactivity problems.
Vitaro, F.; Wanner, B.; Ladouceur, R.; Brendgen, M.; Tremblay, R.E. (2004). Verlauf des Glücksspiels im Jugendalter. Journal of Gambling Studies, 20, 47–69. https://doi.org/10.1023/B:JOGS.0000016703.84727.d3
Ursachen
Krankheitsverläufe
Klinische Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Trends
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziel dieser Studie war die empirische Identifizierung von Jugendgruppen mit unterschiedlichen Längsschnittverläufen der Spielsucht und deren Validierung durch Vergleiche hinsichtlich ihrer Korrelate. 903 Jungen mit niedrigem sozioökonomischen Status wurden jährlich im Alter von 11 bis 16 Jahren beobachtet. Es ergaben sich drei Gruppen: eine Gruppe mit früh einsetzender, hochgradiger chronischer Spielsucht, eine Gruppe mit spät einsetzender, hochgradiger Spielsucht und eine Gruppe mit geringer Spielsucht. Die Gruppe mit chronischer Spielsucht und die Gruppe mit geringer Spielsucht unterschieden sich durchgängig hinsichtlich der von den Lehrern eingeschätzten Hemmung (d. h. Angst) während der Kindheit und frühen Adoleszenz. Sie unterschieden sich auch hinsichtlich der gleichzeitigen Einschätzung der Enthemmung (d. h. Impulsivität) durch Lehrer und Selbsteinschätzung, während die Gruppe mit spät einsetzender Spielsucht dazwischen zu liegen schien. Im Vergleich zur Gruppe mit geringer Spielsucht wiesen beide Gruppen mit hoher Spielsucht später höhere Werte bei spielbezogenen Problemen auf.; Abstract. This study aimed at empirically identifying groups of adolescents with distinct longitudinal trajectories of gambling involvement and validating these groups by comparing them with respect to correlates. 903 low SES boys were followed annually from age 11 to 16 years. Three groups were found: an early-onset high-level chronic group, a late-onset high-level group, and a low gambler group. The Chronic group and the Low group consistently differed on teacher-rated inhibition (i.e., anxiety) during childhood and early adolescence. They also differed on concurrent teacher and self ratings of disinhibition (i.e., impulsivity), while the Late Onset group appeared to lie in between these groups. Compared to the Low group, both high groups subsequently had elevated scores on later gambling related problems.
Volberg, R.A. (2004). Fünfzehn Jahre Forschung zur Verbreitung von Glücksspielproblemen: Was wissen wir? Wohin gehen wir?. Electronic Journal of Gambling Issues, 10, 1–19. https://doi.org/10.4309/jgi.2004.10.12
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Trends
Glücksspielarten
Sonstiges
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Diese Arbeit dokumentiert den rasanten Anstieg der Forschung zur Verbreitung von problematischem Glücksspiel in Nordamerika und weltweit. Über die allgemeine Verbreitung von problematischem Glücksspiel in der Bevölkerung hinaus stützen die Ergebnisse dieser Studien die Annahme eines Zusammenhangs zwischen der Ausweitung legaler Glücksspielmöglichkeiten und der Verbreitung von problematischem Glücksspiel sowie die Annahme, dass sich die Charakteristika von problematischen Spielern als Reaktion auf Veränderungen im Angebot bestimmter Glücksspielarten verändern. Die Ergebnisse dieser Studien stellen zudem bestehende Konzepte und Definitionen von problematischem Glücksspiel in Frage. Zukünftig wird es wichtig sein, die Forschung zur Verbreitung von problematischem Glücksspiel zu verbessern. Dies wird voraussichtlich Änderungen in der Messung von Glücksspielproblemen mit sich bringen und Maßnahmen zur Überwindung von Hindernissen bei der Gewinnung repräsentativer Bevölkerungsstichproben und der Gewinnung valider und genauer Informationen erfordern.; Abstract. This paper charts the rapid growth of problem gambling prevalence research in North America and internationally. Looking beyond the overall prevalence of problem gambling in the general population, the results of these studies support the notion of a link between the expansion of legal gambling opportunities and the prevalence of problem gambling as well as the notion that the characteristics of problem gamblers change in response to changes in the availability of specific types of gambling. The results of these studies also challenge existing concepts and definitions of problem gambling. In the future, it will be important to improve how problem gambling prevalence research is done. Such work is likely to include changes in how we measure gambling problems as well as requiring us to take steps to overcome obstacles in achieving representative samples of the population and obtaining valid and accurate information.
Welte, J. W.; Barnes, G. M.; Wieczorek, W. F.; Tidwell, M. C. (2004). Gleichzeitiger Alkoholkonsum und Glücksspiel: ein Risikofaktor für pathologisches Glücksspiel. Substance Use and Misuse, 39, 1405–22. https://doi.org/10.1081/ja-120039397
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziel der aktuellen Studie war es, die Auswirkungen von gleichzeitigem Alkoholkonsum und Glücksspiel auf die negativen Folgen des Glücksspiels zu ermitteln. Es wurden Daten aus einer landesweiten Telefonumfrage unter 2631 US-Bürgern im Alter von 18 Jahren oder älter ausgewertet. Bei Männern war die Wahrscheinlichkeit höher als bei Frauen, dass sie während des Glücksspiels tranken. Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Glücksspiel war stärker mit Video Keno, Pull Tabs, Würfeln (nicht in einem Kasino) und Kasinospielen verbunden als mit anderen Arten von Glücksspielen. Diejenigen, die beim Glücksspiel tranken, waren mit größerer Wahrscheinlichkeit problematische Spieler, selbst wenn die Häufigkeit des Glücksspiels, die Höhe des durchschnittlichen Gewinns oder Verlusts und der durchschnittliche Alkoholkonsum konstant blieben. Bei Glücksspielern, die zwar trinken, aber nicht beim Spielen trinken, lag die Prävalenz des problematischen Spielens nahe bei Null. Die Prävalenz von problematischem Glücksspiel war bei ihnen geringer als bei Spielern, die im vergangenen Jahr überhaupt keinen Alkohol getrunken hatten, und viel geringer als bei Spielern, die beim Spielen getrunken hatten. Diese Ergebnisse wurden dahingehend interpretiert, dass das gleichzeitige Trinken und Spielen ein Indikator für einen rücksichtsloseren Glücksspieler ist. Die Ergebnisse stützen nicht die Theorie, dass Glücksspiel unter Alkoholeinfluss zu riskanterem Spielverhalten führt.; Abstract. The aim of the current study was to determine the effect of simultaneous drinking and gambling on negative consequences from gambling. Data was analyzed from a national telephone survey of 2631 US residents aged 18 or older. Males were more likely than females to drink while gambling. Simultaneous drinking and gambling was more closely associated with video keno, pull tabs, dice (not in a casino) and casino gambling than with other types of gambling. Those who drank while gambling were more likely to be problem gamblers, even when holding constant frequency of gambling, size of the average win or loss, and average alcohol consumption. Those gamblers who are drinkers, but did not drink while gambling, had a prevalence of problem gambling of close to zero. They had a lower prevalence of problem gambling than gamblers who didn't drink alcohol at all in the past year, and a much lower prevalence than those who drank while gambling. These results were interpreted to mean that simultaneous drinking and gambling is an indicator of a more reckless gambler. The results did not support the theory that gambling while under the influence of alcohol causes more risky gambling behavior.
Welte, J.W.; Barnes, G.M.; Wieczorek, W.F.; Tidwell, M.C.; Parker, J.C. (2004). Risikofaktoren für pathologisches Glücksspiel. Addictive Behaviors, 29, 323–335. https://doi.org/10.1016/j.addbeh.2003.08.007
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Um das pathologische Glücksspiel besser zu verstehen, wurden potenzielle Risikofaktoren in drei Bereichen untersucht: Spielverhalten, Drogenmissbrauch und andere problematische Verhaltensweisen sowie soziodemografische Faktoren. In den Jahren 1999-2000 wurde eine telefonische Zufallsbefragung mit einer repräsentativen Stichprobe der US-Bevölkerung im Alter von 18 Jahren oder älter durchgeführt. Für die aktuelle Analyse wurden die Daten von 2168 Befragten verwendet, die im Jahr vor der Befragung gespielt haben. Zu den Messgrößen für das Glücksspiel gehörten der Diagnostic Interview Schedule (DIS)-IV für pathologisches Glücksspiel, die Häufigkeit von 15 Arten von Glücksspielen und die Höhe des Gewinns oder Verlusts bei der letzten Gelegenheit. Weitere Messgrößen waren die Menge und Häufigkeit des Alkoholkonsums, die Häufigkeit des Konsums illegaler Drogen und krimineller Vergehen sowie der DIS-IV für Alkohol- und Drogenmissbrauch und -abhängigkeit. Die Ergebnisse zeigten, dass Glücksspiel in Kasinos mit einem hohen Risiko für eine Glücksspielpathologie verbunden ist. Lotterie, Kartenspiel und Bingo werden mit einem mäßig hohen Risiko für eine Glücksspielpathologie in Verbindung gebracht. Die Teilnahme an einer größeren Anzahl von Glücksspielen ist ein starker Prädiktor für eine Glücksspielpathologie, selbst wenn die Häufigkeit des Glücksspiels und die Höhe der Gewinne oder Verluste berücksichtigt werden. Alkoholmissbrauch ist ein starker Prädiktor für pathologisches Glücksspiel, auch wenn das Glücksspielverhalten konstant gehalten wird. Angehörige von Minderheiten und Gruppen mit niedrigem sozioökonomischem Status (SES) weisen nach Berücksichtigung aller anderen Faktoren ein höheres Maß an pathologischem Glücksspiel auf als andere Gruppen.; Abstract. To better understand pathological gambling, potential risk factors were assessed within three domains--gambling behaviors, substance abuse and other problem behaviors, and sociodemographic factors. A random-digit-dial telephone survey was conducted in 1999-2000 with a representative sample of the U.S. population aged 18 or older. The current analyses uses data from the 2168 respondents who gambled in the year before the interview. Gambling measures included the Diagnostic Interview Schedule (DIS)-IV for pathological gambling, frequency of 15 types of gambling, and size of win or loss on the last occasion. Other measures included the quantity and frequency of alcohol consumption, frequency of illicit drug use and criminal offending, and the DIS-IV for alcohol and drug abuse and dependence. Results showed that casino gambling is associated with a high risk of gambling pathology. Lottery, cards, and bingo are associated with a moderately high risk of gambling pathology. Participation in a greater number of types of gambling is strongly predictive of gambling pathology, even after frequency of gambling and size of win or loss are taken into account. Alcohol abuse is strongly predictive of gambling pathology, even with gambling behaviors held constant. Minority and low socioeconomic status (SES) group members have higher levels of gambling pathology than other groups after all other factors are considered
Welte, J.W.; Wieczorek, W.F.; Barnes, G.M.; Tidwell, M.-C.; Hoffman, J.H. (2004). Die Beziehung zwischen ökologischen und geografischen Faktoren und Glücksspielverhalten und -pathologie. Journal of Gambling Studies, 20, 405–423. https://doi.org/10.1007/s10899-004-4582-y
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
Glücksspielmarkt
Glücksspiel vor Ort
Regulierung von Glücksspiel
Internationale Regulierungen von Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
In der aktuellen Studie wurde untersucht, wie sich die Benachteiligung in der Nachbarschaft und die Verfügbarkeit von Glücksspielen auf die Glücksspielbeteiligung und -pathologie auswirken. Im Rahmen einer nationalen Telefonumfrage wurden 2631 Erwachsene in den USA befragt. Anhand von Volkszählungsdaten wurde die Nachbarschaft der Befragten charakterisiert, und die Entfernung zwischen der Wohnung der Befragten und Glücksspieleinrichtungen wurde berechnet. Es wurden logistische und lineare Regressionen zur Vorhersage der Glücksspielbeteiligung und -pathologie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Benachteiligung der Nachbarschaft positiv mit der Häufigkeit des Glücksspiels und des problematischen/pathologischen Glücksspiels zusammenhing. Das Vorhandensein eines Kasinos im Umkreis von 10 Meilen um den Wohnort des Befragten stand in einem positiven Zusammenhang mit problematischem/pathologischem Glücksspiel. Die Freizügigkeit der Glücksspielgesetze stand in einem positiven Zusammenhang mit jeglichem Glücksspiel im vergangenen Jahr sowie mit häufigem Glücksspiel. Diese Ergebnisse wurden dahingehend interpretiert, dass die Ökologie benachteiligter Wohngegenden die Pathologie des Glücksspiels fördert und dass die Verfügbarkeit von Glücksspielmöglichkeiten die Teilnahme am Glücksspiel und die Pathologie fördert.; Abstract. The current study examined the effect of neighborhood disadvantage and gambling availability on gambling participation and pathology. A national telephone survey included 2631 US adults. Census data was used to characterize the respondent's neighborhood, and the distance from the respondent's home to gambling facilities was calculated. Logistic and linear regressions were performed to predict gambling participation and pathology. Results showed that the neighborhood disadvantage was positively related to frequency of gambling and problem/pathological gambling. The presence of a casino within 10 miles of the respondent's home was positively related to problem/pathological gambling. The permissiveness of gambling laws was positively related to any gambling in the past year, as well as frequent gambling. These results were interpreted to mean that the ecology of disadvantaged neighborhoods promotes gambling pathology, and that availability of gambling opportunities promotes gambling participation and pathology
Alessi, S. M.; Petry, N. M. (2003). Schweregrad des pathologischen Glücksspiels steht in Zusammenhang mit Impulsivität in einem Delay-Discounting-Verfahren. Behavioural Processes, 64, 3345–354. https://doi.org/10.1016/s0376-6357(03)00150-5
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Forschung und klinisches Fachwissen weisen darauf hin, dass Impulsivität ein grundlegendes Merkmal des pathologischen Glücksspiels ist. In dieser Studie wurde untersucht, inwieweit impulsives Verhalten, definiert durch die Rate der Diskontierung verzögerter monetärer Belohnungen, mit dem Schweregrad des pathologischen Glücksspiels variiert, der mit dem South Oaks Gambling Screen (SOGS) ermittelt wurde. Zweiundsechzig pathologische Glücksspieler beantworteten eine Diskontierungsaufgabe, den SOGS, die Eysenck-Impulsivitätsskala, den Addiction Severity Index (ASI) sowie Fragen zum Glücksspiel und zum Substanzkonsum bei der Aufnahme in eine ambulante Behandlung für pathologisches Glücksspiel. Bei der Delay-Discounting-Aufgabe wählten die Teilnehmer zwischen einer großen, verzögerten Belohnung (1000 US-Dollar) und kleineren, sofortigen Belohnungen (1999 US-Dollar) über einen Bereich von Verzögerungen (6 Stunden bis 25 Jahre). Die Rate, mit der die verzögerte Belohnung abgezinst wurde (k-Wert), wurde für jeden Teilnehmer abgeleitet, und mit Hilfe einer linearen Regression wurden die Variablen ermittelt, die den k-Wert vorhersagten. Alter, Geschlecht, Schulbildung, Drogenmissbrauchsbehandlung und Zigarettenkonsum in der Vergangenheit konnten die k-Werte nicht signifikant vorhersagen. Die Ergebnisse der Eysenck-Impulsivitätsskala und der SOGS waren beide für einen signifikanten Anteil der Varianz der k-Werte verantwortlich. Der Vorhersagewert der SOGS war 1,4-mal so hoch wie der der Eysenck-Skala. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass von den getesteten Messgrößen der Schweregrad des Glücksspiels der beste Einzelprädiktor für impulsives Verhalten in einer Diskontierungsaufgabe in dieser Stichprobe pathologischer Glücksspieler war.; Abstract. Research and clinical expertise indicates that impulsivity is an underlying feature of pathological gambling. This study examined the extent to which impulsive behavior, defined by the rate of discounting delayed monetary rewards, varies with pathological gambling severity, assessed by the South Oaks Gambling Screen (SOGS). Sixty-two pathological gamblers completed a delay discounting task, the SOGS, the Eysenck impulsivity scale, the Addiction Severity Index (ASI), and questions about gambling and substance use at intake to outpatient treatment for pathological gambling. In the delay discounting task, participants chose between a large delayed reward (US $1000) and smaller more immediate rewards (US $1 $999) across a range of delays (6 h to 25 years). The rate at which the delayed reward was discounted (k value) was derived for each participant and linear regression was used to identify the variables that predicted k values. Age, gender, years of education, substance abuse treatment history, and cigarette smoking history failed to significantly predict k values. Scores on the Eysenck impulsivity scale and the SOGS both accounted for a significant proportion of the variance in k values. The predictive value of the SOGS was 1.4 times that of the Eysenck scale. These results indicate that of the measures tested, gambling severity was the best single predictor of impulsive behavior in a delay discounting task in this sample of pathological gamblers.
Anderson, I. M.; Richell, R. A.; Bradshaw, C. M. (2003). Die Auswirkung von akutem Tryptophanmangel auf probabilistische Entscheidungen. Journal of Psychopharmacology, 17, 13–7. https://doi.org/10.1177/0269881103017001687
Ursachen
Biologische Risikofaktoren
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Wahlverhalten kann als Reaktion auf Verstärkung angesehen werden, die durch eine Wechselwirkung zwischen den Mengen, Verzögerungen und Wahrscheinlichkeiten zweier Ergebnisse bestimmt wird. Die Variation des wahrgenommenen Wertes eines Verstärkers bei Änderung dieser Faktoren (Diskontierung) kann mathematisch durch hyperbolische Diskontierungsfunktionen modelliert werden. Riskante Entscheidungen zu treffen ist ein Merkmal der Impulsivität und wurde mit einer verminderten Serotoninfunktion (5-Hydroxytryptamin, 5-HT) in Verbindung gebracht. In dieser Studie untersuchten wir die mögliche Rolle von 5-HT bei der Modulation der Wahrscheinlichkeitsdiskontierung mit Hilfe der Technik des akuten Tryptophan-Depletion (TRP) bei Probanden, die eine imaginäre Glücksspielaufgabe durchführten. Die Spielaufgabe bestand darin, zwischen zwei "rouletteähnlichen" Ziffernblättern zu wählen: "A", das einen kleineren, aber fast sicheren "Gewinn" lieferte, und "B", das einen "Gewinn" in Höhe des 2,5-fachen Betrags mit einer Wahrscheinlichkeit lieferte, die systematisch variiert wurde. Es wurde eine Reihe von Belohnungsgrößen auf dem Zifferblatt "A" präsentiert, die von 10 Pence bis 10.000 Pfund reichten. Die Gewinnwahrscheinlichkeit auf der Skala 'B', bei der die Probanden die beiden Zifferblätter gleich bewerteten (Indifferenzpunkt), wurde als Maß für die Risikobereitschaft bestimmt. Die Probanden gingen eher ein Risiko für kleinere Belohnungen ein, aber die Indifferenzpunkte bei den 15 Probanden, die eine TRP-Depletion erhielten, unterschieden sich nicht von 13, die das Kontrollgetränk hatten. Bei einem überraschenden Wiederholungstest 1 Woche später gab es einen Trend (p < 0,07), dass die Probanden beim zweiten Mal eher bereit waren, Risiken einzugehen, insbesondere im Falle kleiner Belohnungen. Diese Studie unterstützt keine Rolle von 5-HT bei der Modulation der probabilistischen Wahl in Übereinstimmung mit neueren Erkenntnissen aus Tierversuchen; Der imaginäre Charakter der Aufgabe und die bescheidenen Zahlen könnten jedoch das Ergebnis beeinflusst haben.; Abstract. Choice behaviour can be viewed as a response to reinforcement determined by an interaction between the quantities, delays and probabilities of two outcomes. The variation in the perceived value of a reinforcer with alteration of these factors (discounting) can be modelled mathematically by hyperbolic discounting functions. Making risky choices is a feature of impulsivity and has been associated with reduced serotonin (5-hydroxytryptamine, 5-HT) function. In this study, we investigated the possible role of 5-HT in modulating probability discounting using the technique of acute tryptophan (TRP) depletion in subjects undertaking an imaginary gambling task. The gambling task consisted of choosing between two 'roulette-like' dials: 'A' which provided a smaller but nearly certain 'win' and 'B' which gave a 'win' 2.5 times the amount with a probability that was systematically varied. A series of reward sizes on dial 'A' was presented ranging from 10 pence to 10,000 pounds. The probability of winning on dial 'B' at which the subjects valued the two dials equally (indifference point) was determined as a measure of willingness to take a risk. Subjects were more likely to take a risk for smaller rewards but the indifference points in the 15 subjects who received TRP depletion did not differ from 13 who had the control drink. On a surprise retesting 1 week later there was a trend (p < 0.07) for subjects to be more willing to take risks the second time, particularly in the case of small rewards. This study does not support a role for 5-HT in modulating probabilistic choice in agreement with recent evidence from experiments with animals; however, the imaginal nature of the task and modest numbers may have influenced the result.
Bühringer, G.; Augustin, R.; Welsch, K. (2003). Spielverhalten an Geldspielautomaten in den neuen Bundesländern 1990-2000. Gesundheitswesen, 65, 55–63. https://doi.org/10.1055/s-2003-36911
Häufigkeit und Verbreitung
Trends
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in deutscher Sprache veröffentlicht.
Ziel: Es wird die Hypothese geprüft, dass in den neuen Bundesländern eine besonders starke Zunahme von Parametern des Spielverhaltens an Geldspielautomaten sowie der Behandlungsfälle in den letzten Jahren aufgetreten ist.; Methodik: Daten der Bevölkerungsumfrage (Bundesstudie) von 2000 sowie der EBIS-Behandlungsstatistiken von 1998-2000 werden mit früheren Untersuchungen von 1990-1997 verglichen.; Ergebnisse: Der Anteil der Spielerfahrenen in der Bevölkerung nimmt zu, der Anteil der derzeit aktiven Spieler ab. Bei der Spieldauer bleibt der Anteil der Vielspieler (als Indikator für höher riskantes Spielverhalten) unverändert. Die Anzahl neuer Behandlungsfälle pro Jahr nimmt, bei geringer Ausgangszahl von 1,5 Personen pro ambulanter Einrichtung, um etwa 20 % zu. Alle Werte liegen unter den Werten für die alten Bundesländer. Schlussfolgerung: Zumindest bis 2000 ist die erwartete überproportionale Steigerung des Spielverhaltens und der Behandlungsfälle nicht eingetreten.; Abstract. Target: To test the hypothesis that parameters of slot machine gambling behaviour and related treatment cases have been increasing heavily in the new Länder of Germany (after reunification).; Method: Data from the National Population Survey 2000 and from the EBIS Treatment Monitoring System (1998-2000) were compared with figures from previous analyses for 1990-1997. Results: The percentage of people with gambling experience increased, but the proportion of currently active gamblers decreased. The proportion of frequent gamblers (as an indicator of high-risk behaviour) did not change. The annual average number of new outpatient treatment cases per treatment facility increased, from a low baseline of 1.5 cases, by about 20 %. All figures are still below those for former Western Germany.; Conclusion: At least until 2000 A.D., the expected extreme increase in gambling behaviour and related treatment demand did not occur.
Chambers, R. A.; Potenza, M. N. (2003). Neuroentwicklung, Impulsivität und jugendliches Glücksspiel. Journal of Gambling Studies, 19, 53–84. https://doi.org/10.1023/a:1021275130071
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Biologische Risikofaktoren
Minderheiten im Glücksspiel
Übersichtsliteratur zum Thema Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Es wurde festgestellt, dass die Prävalenz von problematischem und pathologischem Glücksspiel in der Adoleszenz und im jungen Erwachsenenalter zwei- bis viermal höher ist als im Erwachsenenalter. Angesichts der Tatsache, dass diese hohen Raten zukünftige Anstiege in allen Altersgruppen vorhersagen könnten, ist es wichtig, die Ursachen für die erhöhten Raten von problematischem und pathologischem Glücksspiel unter Jugendlichen zu untersuchen. Dieser Artikel untersucht Beweise für eine neurobiologische Grundlage für die Anfälligkeit von Jugendlichen für problematisches und pathologisches Glücksspielverhalten. Wir schlagen vor, dass ein gemeinsames Merkmalsmotiv der Impulsivität der Phänomenologie des pathologischen Glücksspiels, häufig komorbider psychiatrischer Störungen und verwandter Aspekte des Verhaltens von Jugendlichen zugrunde liegen könnte. Jüngste Fortschritte beim Verständnis der Gehirnmechanismen, die an Motivation, Belohnung und Entscheidungsfindung beteiligt sind, ermöglichen eine Diskussion der neuronalen Schaltkreise, die der Impulsivität zugrunde liegen. Neuere Daten deuten darauf hin, dass wichtige neurologische Entwicklungsereignisse während der Adoleszenz in Gehirnregionen auftreten, die mit Motivation und impulsivem Verhalten verbunden sind. Wir vermuten, dass die Unreife der monoaminergen Systeme des Frontalkortex und des Subkortex während der normalen neurologischen Entwicklung der Impulsivität bei Jugendlichen als Übergangsverhalten zugrunde liegt. Diese neurologischen Entwicklungsprozesse können zwar Vorteile bringen, indem sie den Lerndrang für eine optimale Anpassung an die Rolle des Erwachsenen fördern, sie können jedoch auch eine erhöhte Anfälligkeit für Suchtverhalten wie problematisches und pathologisches Glücksspiel mit sich bringen. Eine Untersuchung der entwicklungsbedingten Veränderungen in neuronalen Schaltkreisen, die an der Impulskontrolle beteiligt sind, hat erhebliche Auswirkungen auf das Verständnis des Verhaltens von Jugendlichen und die Behandlung von problematischem und pathologischem Glücksspiel bei Jugendlichen.; Abstract. The prevalence of problem and pathological gambling in adolescence and young adulthood has been found to be two- to fourfold higher than in adulthood. Given that these high rates might predict future increases across all age groups, it is important to explore the causes of the elevated rates of problem and pathological gambling among youths. This article reviews evidence for a neurobiological basis for adolescent vulnerability to problem and pathological gambling behaviors. We propose that a common trait motif of impulsivity might underlie phenomenology of pathological gambling, commonly comorbid psychiatric disorders, and related aspects of adolescent behavior. Recent advances in understanding the brain mechanisms involved in motivation, reward, and decision-making allow a discussion of neural circuitry underlying impulsivity. Emerging data indicate that important neurodevelopmental events during adolescence occur in brain regions associated with motivation and impulsive behavior. We hypothesize that immaturity of frontal cortical and subcortical monoaminergic systems during normal neurodevelopment underlies adolescent impulsivity as a transitional trait-behavior. While these neurodevelopmental processes may confer advantage by promoting a learning drive for optimal adaptation to adult roles, they may also confer an increased vulnerability to addictive behaviors such as problem and pathological gambling. An exploration of the developmental changes in neural circuitry involved in impulse control has significant implications for understanding adolescent behaviors and treating problem and pathological gambling among youths.
Christo, G.; Jones, S. L.; Haylett, S.; Stephenson, G. M.; Lefever, R. M.; Lefever, R. (2003). Der kürzere PROMIS-Fragebogen: weitere Validierung eines Instruments zur gleichzeitigen Bewertung mehrerer Suchtverhaltensweisen. Addictive Behaviors, 28, 225–48. https://doi.org/10.1016/s0306-4603(01)00231-3
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Es besteht sowohl ein theoretischer als auch ein klinischer Bedarf, einen Fragebogen zu entwickeln, der eine Reihe von Suchtverhalten bewertet. Der Shorter PROMIS Questionnaire (SPQ) ist ein Selbstberichtsinstrument mit 16 Skalen zur Bewertung des Konsums von Nikotin, Freizeitdrogen, verschreibungspflichtigen Medikamenten, Glücksspiel, Sex, Koffein, Essattacken, Hungern, Sport, Einkaufen, Arbeit, Beziehungen (dominant und unterwürfig) und zwanghaftem Helfen (dominant und unterwürfig). Klinische Grenzwerte unter Verwendung des 90. Perzentils wurden aus einer normativen Gruppe von 508 Personen abgeleitet. Diese Grenzwerte identifizierten 78-100 % der Fälle innerhalb klinischer Kriteriengruppen spezifischer Störungen korrekt. Die klinische Stichprobe füllte auch andere validierte Skalen zur Bewertung von Glücksspiel, Essen, Alkohol- und Drogenkonsum aus. Die Korrelationen betrugen typischerweise 0,7 mit relevanten SPQ-Skalen. Die SPQ-Skalen für Nahrungsmittel, Drogen und Alkohol waren hinsichtlich der Stärke ihrer Beziehung zu relevanten klinischen Kriteriengruppen mindestens gleichwertig mit validierten Vergleichsskalen. Die interne Konsistenz war für alle Skalen hoch und die Test-Retest-Reliabilität war im Allgemeinen gut. Dieses klinisch nützliche Instrument ermöglicht eine umfassende Beurteilung von Suchtproblemen und kommt damit sowohl dem Behandler als auch dem Patienten zugute.; Abstract. There is both a theoretical and clinical need to develop a questionnaire that assesses a range of addictive behaviours. The Shorter PROMIS Questionnaire (SPQ) is a 16-scale self-report instrument assessing the use of nicotine, recreational drugs, prescription drugs, gambling, sex, caffeine, food bingeing, food starving, exercise, shopping, work, relationships dominant and submissive, and compulsive helping dominant and submissive. Clinical cut-off scores using the 90th percentile were derived from a normative group of 508 individuals. These cut-offs correctly identified 78-100% of cases within clinical criterion groups of specific disorders. The clinical sample also completed other validated scales assessing gambling, eating, alcohol, and drug use. Correlations were typically.7 with relevant SPQ scales. The SPQ food, drug, and alcohol scales were at least equivalent to validated comparison scales in the strength of their relationship to relevant clinical criterion groups. Internal consistency was high for all scales, and test-retest reliability was generally good. This clinically useful instrument provides a broad assessment of addictive problems, thereby benefiting both the treatment provider and the client.
