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Sleczka, P;Braun, B.; Grüne, B.; Bühringer, G.; Kraus, L. (2016). Proaktive Bewältigungs- und Glücksspielstörung bei jungen Männern. Journal of Behavioral Addictions, 5, 639–648. https://doi.org/10.1556/2006.5.2016.080
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Schutzfaktoren
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziele Männliches Geschlecht, junges Alter und häufiges Spielen gelten als Risikofaktoren für Glücksspielstörungen (GD), und Stress könnte einer der Auslöser von Spielverhalten bei problematischen Spielern sein. Umgekehrt könnte eine gut entwickelte Stressbewältigung Spielproblemen entgegenwirken. Die Theorie des proaktiven Copings bietet einen vielversprechenden Ansatz für die Weiterentwicklung von Präventions- und Behandlungsmaßnahmen. Ziel der Studie war es, verschiedene Facetten des proaktiven Copings (PC) bei jungen männlichen Spielern zu untersuchen. Methoden Junge Männer aus Bayern wurden über das Münchner Bürgerregister (n = 2.588) und Facebook-Einladungen (n = 105) rekrutiert. Insgesamt wurden 173 von 398 Personen positiv auf häufiges Spielen und/oder Anzeichen damit verbundener Probleme getestet und füllten den Basisfragebogen der Münchner Freizeitstudie aus. Untersuchte Faktoren waren Spielprobleme, PC, Impulsivität, soziale Unterstützung und psychische Belastungen. Ergebnisse: Spielprobleme waren mit einem geringeren Grad an präventivem Coping sowie einer verzögerten adaptiven Reaktion verbunden. Die Assoziationen waren auch unter Berücksichtigung von Impulsivität und allgemeiner psychischer Belastung signifikant. Präventives Coping moderierte den Zusammenhang zwischen sozialer Unterstützung und Glücksspielproblemen. Diskussion und Schlussfolgerungen: Junge Männer mit Glücksspielproblemen beugen Stressoren seltener vor und reagieren häufiger überstürzt, wenn diese auftreten. Während die untersuchte Gruppe von guter sozialer Unterstützung berichtete, war dieser Faktor nur bei Personen mit gutem präventiven Coping negativ mit GD assoziiert. Präventives Coping stellt ein nützliches Konstrukt für selektive Prävention und Behandlung dar, da es durch professionelle Interventionen modifiziert werden kann.; Abstract. Objectives Male sex, young age, and frequent gambling are considered as risk factors for gambling disorder (GD) and stress might be one of the triggers of gambling behavior among problem gamblers. Conversely, well-developed coping with stress might counteract gambling problems. The Proactive Coping Theory provides a promising approach for the further development of preventive and treatment measures. The objective of the study was to investigate different facets of proactive coping (PC) in young male gamblers. Methods Young men from Bavaria were recruited via the Munich citizens' registry (n?=?2,588) and Facebook invitations (n?=?105). In total, 173 out of 398 individuals were positively screened for frequent gambling and/or signs of related problems and completed the baseline questionnaire of the Munich Leisure-time Study. Factors investigated include gambling problems, PC, impulsiveness, social support, and psychological distress. Results Gambling problems were associated with lower levels of preventive coping as well as of adaptive reaction delay. The associations were also significant when controlled for impulsiveness and general psychological distress. Preventive coping moderated the association between social support and gambling problems. Discussion and conclusions Young men with gambling problems less frequently prevent the occurrence of stressors and more often react hasty when these occur. While the investigated group reported good social support, this factor was negatively associated with GD only among individuals with good preventive coping. Preventive coping poses a useful construct for selective prevention and treatment as it can be modified in professional interventions.
Smith, D.; Woodman, R.; Drummond, A.; Battersby, M. (2016). Untersuchung der Messstruktur der Gambling Related Cognitions Scale (GRCS) bei Behandlungssuchenden: Ein Bayes'scher Strukturgleichungsmodellierungsansatz. Psychiatry Research, 237, 90–6. https://doi.org/10.1016/j.psychres.2016.02.002
Ursachen
Sonstiges
Krankheitserkennung/Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Das Wissen über die zugrunde liegenden spielbezogenen Kognitionen eines Problemspielers spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlungsplanung. Die Gambling Related Cognitions Scale (GRCS) wird daher häufig im klinischen Umfeld zum Screening und zur Evaluation von Behandlungsergebnissen eingesetzt. Validierungsstudien der GRCS lieferten jedoch widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich ihrer latenten Struktur unter Verwendung traditioneller konfirmatorischer Faktorenanalysen (CFA). Dies könnte teilweise auf die starren Beschränkungen der Kreuzfaktorladungen bei traditionellen CFA zurückzuführen sein. Ziel dieser Untersuchung war es, festzustellen, ob ein Bayesianischer Strukturgleichungsmodellierungsansatz (BSEM) zur Untersuchung der GRCS-Faktorenstruktur die substanzielle Theorie besser abbilden und auch zur Neuspezifikation des Modells beitragen würde. Die Teilnehmer waren 454 Personen, die sich zwischen Januar 2012 und Dezember 2014 erstmals in einem Glücksspielbehandlungszentrum aufhielten. Die Modellanpassungsindizes lagen deutlich unter den akzeptablen Standards für CFA. Demgegenüber lieferte das BSEM-Modell, das neben Kreuzladungen auch kleine informative Vorannahmen für die Residuenkovarianzmatrix enthielt, eine hervorragende Modellanpassung für die ursprünglich hypothetische Faktorstruktur. Die Ergebnisse dienten auch der Neuspezifikation des CFA-Modells, die eine bessere Modellanpassung ermöglichte. Diese Schlussfolgerungen haben Implikationen, die sowohl für Kliniker als auch für Forscher nützlich sein sollten, die Messmodelle im Zusammenhang mit spielbezogenen Kognitionen bei Behandlungssuchenden evaluieren.; Abstract. Knowledge of a problem gambler's underlying gambling related cognitions plays an important role in treatment planning. The Gambling Related Cognitions Scale (GRCS) is therefore frequently used in clinical settings for screening and evaluation of treatment outcomes. However, GRCS validation studies have generated conflicting results regarding its latent structure using traditional confirmatory factor analyses (CFA). This may partly be due to the rigid constraints imposed on cross-factor loadings with traditional CFA. The aim of this investigation was to determine whether a Bayesian structural equation modelling (BSEM) approach to examination of the GRCS factor structure would better replicate substantive theory and also inform model re-specifications. Participants were 454 treatment-seekers at first presentation to a gambling treatment centre between January 2012 and December 2014. Model fit indices were well below acceptable standards for CFA. In contrast, the BSEM model which included small informative priors for the residual covariance matrix in addition to cross-loadings produced excellent model fit for the original hypothesised factor structure. The results also informed re-specification of the CFA model which provided more reasonable model fit. These conclusions have implications that should be useful to both clinicians and researchers evaluating measurement models relating to gambling related cognitions in treatment-seekers.
Smith, D.; Woodman, R.; Harvey, P.; Battersby, M. (2016). Selbstwahrgenommene Belastung und Beeinträchtigung bei problematischen Spielern: eine Studie zur Messinvarianz vor und nach der Behandlung. Journal of Gambling Studies, 32, 1065–1078. https://doi.org/10.1007/s10899-016-9598-6
Therapie
Therapiewirksamkeit
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Fragebögen/Screeninginstrumente
Folgen
Individuelle Folgen
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Hilfeeinrichtungen für Spielsucht beurteilen Behandlungsergebnisse typischerweise anhand von Selbstauskünften und Messwerten. Die Vorstellungen und Priorisierungen der Spieler in Bezug auf diese Messwerte können sich jedoch im Zeitverlauf verändern. Veränderungen in den Selbstauskünften spiegeln daher nicht immer die tatsächliche Veränderung des Einzelnen wider. In dieser Studie wurde die Veränderung der Selbstauskünfte zu psychischem Stress und Beeinträchtigung bei 293 hilfesuchenden Problemspielern untersucht. Mithilfe einer konfirmatorischen Faktorenanalyse modellierten wir die Datenstrukturen von vor bis nach der Behandlung. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine Veränderung der Selbstauskünfte stattgefunden hatte. Bei der Messung des psychischen Stresses verloren zwei Items an Bedeutung, ein Item gewann an Bedeutung. Für alle Items zur Beeinträchtigung wurde Messinvarianz erreicht. Diese Erkenntnisse ermöglichen ein tieferes Verständnis der Art der Selbstauskunftsergebnisse in ansonsten routinemäßig erhobenen Daten.; Abstract. Gambling help services typically evaluate treatment outcomes using self-reported responses and measurements. However, gamblers’ conceptualisations and prioritisations with respect to these measurements may shift over time. Thus, changes in the self-reported responses may not always reflect true change in the individuals. This study investigated for response shift in self-report measures of psychological distress and impairment in 293 help-seeking problem gamblers. We used confirmatory factor analysis to model data structures from pre-treatment to post-treatment. The findings indicated that a response shift had occurred. Two items became less important and one item became more important in measuring psychological distress. Measurement invariance was achieved for the complete set of items for impairment. These findings provide a more in-depth understanding of the nature of self-report outcomes in otherwise routinely collected data.
Stein, G. N.; Pretorius, A.; Stein, D. J.; Sinclair, H. (2016). Der Zusammenhang zwischen pathologischem Glücksspiel und Suizidalität bei behandlungsbedürftigen pathologischen Glücksspielern in Südafrika. Annals of Clinical Psychiatry, 28, 43–50. https://doi.org/10.1177/104012371602800107
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Folgen
Individuelle Folgen
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
HINTERGRUND: Mehrere Studien haben einen signifikanten Zusammenhang zwischen Suizidalität und pathologischem Glücksspiel (PG) festgestellt, der genaue Zusammenhang ist jedoch noch nicht umfassend erforscht. Es ist unklar, ob Glücksspiel Suizidalität auslöst oder ob zugrunde liegende psychiatrische Probleme, wie etwa Stimmungsschwankungen, sowohl zu Glücksspiel als auch zu Suizidalität führen. Darüber hinaus stammen alle veröffentlichten Daten zum Zusammenhang zwischen Suizidalität und Glücksspiel aus Ländern mit hohem Einkommen, während die Art dieses Zusammenhangs in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, wie etwa Südafrika, nicht erforscht wurde. METHODEN: Der Zusammenhang zwischen Glücksspiel und Suizidalität wurde bei Personen untersucht, die die Helpline des südafrikanischen National Responsible Gambling Programme angerufen hatten. Assoziationen zwischen soziodemografischen Faktoren, der Schwere der Glücksspielsymptome, komorbiden psychiatrischen Störungen, psychiatrischen Störungen in der Familienanamnese und Suizidalität wurden untersucht. ERGEBNISSE: Daten deuten darauf hin, dass Suizidalität bei PG mit soziodemografischen Faktoren (weibliches Geschlecht, Unverheiratetsein und Arbeitslosigkeit), klinischen Faktoren (Schweregrad der Spielsucht, persönliche Vorgeschichte komorbider psychiatrischer Erkrankungen, insbesondere Depressionen) und einer familiären Vorgeschichte psychiatrischer Erkrankungen assoziiert ist. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Kenntnis der Risikofaktoren für Suizidalität ist wichtig für die Beurteilung und Beratung von Personen mit PG und kann ein nützliches Instrument zur Prävention suizidalen Verhaltens sein. Diese Studie liefert zusätzliche Belege dafür, dass die Behandlung von PG einen Schwerpunkt auf komorbide psychiatrische Erkrankungen legen sollte.; Abstract. BACKGROUND: A number of studies have noted a significant association between suicidality and pathological gambling (PG), but the exact relationship has not been extensively characterized. It is unclear whether gambling precipitates suicidality, or whether underlying psychiatric problems, such as mood disturbances, lead to both gambling and suicidality. Furthermore, all published data on the association between suicidality and gambling is from high-income countries, and the nature of this relationship in low- and middle-income countries, such as South Africa, has not been explored. METHODS: The relationship between gambling and suicidality was investigated in individuals who had called the South African National Responsible Gambling Programme's helpline. Associations between sociodemographic factors, severity of gambling symptoms, comorbid psychiatric disorders, family history of psychiatric disorders, and suicidality were assessed. RESULTS: Data indicated that suicidality in PG is associated with sociodemographic factors (female sex, being unmarried, and unemployment), clinical factors (severity of gambling, personal history of comorbid psychiatric disorders, particularly depression), and a family history of psychiatric disorders. CONCLUSIONS: A knowledge of risk factors for suicidality is important when assessing and counseling individuals who have PG, and may be a useful tool in preventing suicidal behaviors. This study provides additional evidence that treatment of PG should include a focus on comorbid psychiatric illnesses.
Stewart, Melissa J.; MacNevin, Parnell L.D.; Hodgins, David C.; Barrett, Sean P.; Swansburg, Jennifer;Stewart, Sherry H. (2016). Motivationsangepasster Ansatz zur Behandlung von problematischem Glücksspiel: Eine Fallserien-Pilotstudie. Journal of Gambling Issues, 33, 124–147. https://doi.org/10.4309/jgi.2016.33.8
Ursachen
Sonstiges
Therapie
Psychotherapie
Therapiewirksamkeit
- Der Volltext ist frei verfügbar.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Das Ziel der vorliegenden Fallreihe war es, eine vorläufige Einschätzung der Nützlichkeit einer motivationsangepassten Behandlung für problematische Spieler vorzunehmen. Auf der Basis ihrer primären zugrunde liegenden Spielmotive erhielten 6 problematische Spieler entweder eine handlungsmotivierte (n = 4) oder eine fluchtmotivierte (n = 2) Behandlung. Diese motivationsangepasste Behandlung mit 6 Sitzungen stützte sich auf ein kognitiv-verhaltensbezogenes Rahmenkonzept und war darauf ausgelegt, die maladaptiven Spielmotivationen (d. h. das Bedürfnis oder der Wunsch nach „Flucht“ oder „Aktion“) sowie die Auswirkungen von Konditionierung und maladaptiven Denkmustern zu berücksichtigen, die für jeden Spielmotiv-Subtyp einzigartig sind. Die Beurteilungen erfolgten vor und nach der Behandlung sowie nach 3 und 6 Monaten. Zu den primären Ergebnismaßen gehörten das Spielverhalten (d. h. Spielhäufigkeit, mit dem Spiel verbrachte Zeit und Geld), die Schwere der Spielprobleme und spielbedingte Beeinträchtigungen oder Behinderungen; Sekundäre Ergebnismaße umfassten spielbezogenes Verlangen, Selbstwirksamkeit bei Spielabstinenz, positiv und negativ verstärkende Spielsituationen und Glücksspielergebniserwartungen. Insgesamt zeigten die Teilnehmer vor und nach der Behandlung Verbesserungen bei den meisten dieser Maße, wobei relativ geringere unmittelbare Behandlungsgewinne nach der Behandlung bei Maßen beobachtet wurden, die positiv und negativ verstärkende Spielsituationen und spielbezogene Beeinträchtigungen oder Behinderungen bewerteten. Allerdings zeigten sich bei den meisten Teilnehmern bei der Nachuntersuchung nach 3 und 6 Monaten auch bei diesen letztgenannten Maßen Behandlungsgewinne. Die Ergebnisse sind vielversprechend für diesen neuen Behandlungsansatz. Der nächste Schritt in dieser Forschungslinie ist die Durchführung einer randomisierten, kontrollierten Studie, um die Wirksamkeit dieser motivationsangepassten Behandlung von Spielsucht mit der Standardbehandlung zu vergleichen.; Abstract. The aim of the present case series was to provide a preliminary assessment of the utility of a motivation-matched treatment for problem gamblers. On the basis of their primary underlying motivations for gambling, 6 problem gamblers received either action-motivated ( n = 4) or escape-motivated ( n = 2) treatment. Drawing upon a cognitive-behavioural framework, this 6-session motivation-matched treatment was designed to address gamblersGÇÖ maladaptive motivations for gambling (i.e., the need or desire for "escape" or "action"), as well as the effects of conditioning and maladaptive thinking patterns unique to each gambling motive subtype. Assessments were conducted at pre-treatment, post-treatment, and 3- and 6-month follow-up. Primary outcome measures included gambling behaviour (i.e., gambling frequency, time, and money spent gambling), severity of gambling problems, and gambling-related impairment or disability; secondary outcome measures included gambling-related craving, gambling abstinence self-efficacy, positively and negatively reinforcing gambling situations, and gambling outcome expectancies. Overall, participants showed pre- to post-treatment improvements on the majority of these measures, with relatively less immediate post-treatment treatment gains observed on measures that assessed positively and negatively reinforcing gambling situations and gambling-related impairment or disability. However, treatment gains at the 3- and 6-month follow-up were shown for most participants on these latter measures as well. Findings suggest promise for this novel treatment approach. The next step in this line of research is to conduct a randomized, controlled trial to compare the efficacy of this motivation-matched treatment for disordered gambling with treatment as usual.
Stinchfield, R.; McCready, J.; Turner, N. E.; Jimenez-Murcia, S.; Petry, N. M.; Grant, J.; Welte, J.; Chapman, H.; Winters, K. C. (2016). Reliabilität, Validität und Klassifikationsgenauigkeit der DSM-5-Diagnosekriterien für Glücksspielstörungen und Vergleich mit DSM-IV. Journal of Gambling Studies, 32, 905–22. https://doi.org/10.1007/s10899-015-9573-7
Therapie
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
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Das DSM-5 wurde 2013 veröffentlicht und enthielt zwei wesentliche Überarbeitungen zur Glücksspielstörung (GD). Diese Änderungen sind die Reduzierung des Schwellenwerts von fünf auf vier Kriterien und die Eliminierung des Kriteriums illegaler Aktivitäten. Diese Studie verfolgte einen doppelten Zweck. Erstens, die Reliabilität, Validität und Klassifizierungsgenauigkeit der Diagnosekriterien des DSM-5 für GD zu bewerten. Zweitens, DSM-5 und DSM-IV hinsichtlich Reliabilität, Validität und Klassifizierungsgenauigkeit zu vergleichen, einschließlich einer Untersuchung der Auswirkungen der Eliminierung des Kriteriums illegaler Handlungen auf die Diagnosegenauigkeit. Für den Vergleich von DSM-5 und DSM-IV wurden acht Datensätze aus drei verschiedenen Ländern (Kanada, USA und Spanien; insgesamt N = 3247) verwendet. Alle Datensätze basierten auf ähnlichen Forschungsmethoden. Die Teilnehmer wurden aus ambulanten Spielsuchtbehandlungsdiensten rekrutiert, um die Gruppe mit GD zu repräsentieren, und aus der Gemeinde, um die Gruppe ohne GD zu repräsentieren. Allen Teilnehmern wurde ein standardisierter Test der Diagnosekriterien verabreicht. Das DSM-5 zeigte eine zufriedenstellende Reliabilität, Validität und Klassifizierungsgenauigkeit. Beim Vergleich von DSM-5 und DSM-IV zeigten die meisten Vergleiche hinsichtlich Reliabilität, Validität und Klassifikationsgenauigkeit mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Es gab Hinweise auf leichte Verbesserungen der Klassifikationsgenauigkeit des DSM-5 gegenüber dem DSM-IV, insbesondere hinsichtlich der Reduzierung falsch-negativer Fehler. Diese Reduzierung der falsch-negativen Fehler war größtenteils auf die Herabsetzung des Cut-Scores von fünf auf vier zurückzuführen und stellt eine Verbesserung gegenüber dem DSM-IV dar. Statistisch gesehen hatte die Abschaffung des Kriteriums illegaler Handlungen keinen signifikanten Einfluss auf die diagnostische Genauigkeit. Aus klinischer Sicht können illegale Handlungen weiterhin im Kontext des DSM-5-Kriteriums der Lüge gegenüber anderen behandelt werden.; Abstract. The DSM-5 was published in 2013 and it included two substantive revisions for gambling disorder (GD). These changes are the reduction in the threshold from five to four criteria and elimination of the illegal activities criterion. The purpose of this study was to twofold. First, to assess the reliability, validity and classification accuracy of the DSM-5 diagnostic criteria for GD. Second, to compare the DSM-5-DSM-IV on reliability, validity, and classification accuracy, including an examination of the effect of the elimination of the illegal acts criterion on diagnostic accuracy. To compare DSM-5 and DSM-IV, eight datasets from three different countries (Canada, USA, and Spain; total N = 3247) were used. All datasets were based on similar research methods. Participants were recruited from outpatient gambling treatment services to represent the group with a GD and from the community to represent the group without a GD. All participants were administered a standardized measure of diagnostic criteria. The DSM-5 yielded satisfactory reliability, validity and classification accuracy. In comparing the DSM-5 to the DSM-IV, most comparisons of reliability, validity and classification accuracy showed more similarities than differences. There was evidence of modest improvements in classification accuracy for DSM-5 over DSM-IV, particularly in reduction of false negative errors. This reduction in false negative errors was largely a function of lowering the cut score from five to four and this revision is an improvement over DSM-IV. From a statistical standpoint, eliminating the illegal acts criterion did not make a significant impact on diagnostic accuracy. From a clinical standpoint, illegal acts can still be addressed in the context of the DSM-5 criterion of lying to others.
Studer, J.; Baggio, S.; Mohler-Kuo, M.; Simon, O.; Daeppen, J.B.; Gmel, G. (2016). Latente Klassenanalyse von Glücksspielaktivitäten bei einer Stichprobe junger Schweizer Männer: Assoziation mit Glücksspielproblemen, Substanzkonsumergebnissen, Persönlichkeitsmerkmalen und Bewältigungsstrategien. Journal of Gambling Studies, 32, 421–440. https://doi.org/10.1007/s10899-015-9547-9
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Schutzfaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
Minderheiten im Glücksspiel
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Ziel der Studie war es, unterschiedliche Muster von Glücksspielaktivitäten (PGAs) zu identifizieren und zu untersuchen, wie sich PGAs hinsichtlich Glücksspielproblemen, Substanzkonsumfolgen, Persönlichkeitsmerkmalen und Bewältigungsstrategien unterschieden. Eine repräsentative Stichprobe von 4989 jungen Schweizern füllte einen Fragebogen aus, in dem sieben verschiedene Glücksspielaktivitäten, Glücksspielprobleme, Substanzkonsumfolgen, Persönlichkeitsmerkmale und Bewältigungsstrategien bewertet wurden. PGAs wurden mittels latenter Klassenanalyse (LCA) identifiziert. Unterschiede zwischen PGAs hinsichtlich Glücksspiel- und Substanzkonsumfolgen, Persönlichkeitsmerkmalen und Bewältigungsstrategien wurden getestet. Die LCA identifizierte sechs verschiedene PGAs. In Bezug auf Glücksspiel- und Substanzkonsumfolgen waren die drei problematischsten PGAs exzessives Spielen, gefolgt von privaten Spielern sowie Spielern elektronischer Lotterien und Casinos. Im Gegensatz dazu waren die drei am wenigsten schädlichen PGAs seltene oder Nicht-Spieler, reine Lotteriespieler und Casinospieler. In Bezug auf Persönlichkeitsmerkmale gaben private und Casinospieler im Vergleich zu seltenen oder Nicht-Spielern an, stärker auf Sensationssuche zu sein. Spieler elektronischer Lotterien und Casinos, private Spieler und exzessive Spieler zeigten ein höheres Maß an Aggressivität und Feindseligkeit. Exzessive Spieler und Casinospieler berichteten über ein höheres Maß an Geselligkeit, während Casinospieler weniger Angstneurotizismus aufwiesen. Exzessive Spieler nutzten mehr maladaptive und weniger adaptive Bewältigungsstrategien als andere Gruppen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Glücksspiel keine homogene Aktivität ist, da je nach der von ihnen ausgeübten PGA unterschiedliche Spielertypen existieren. Exzessive Spieler, Spieler elektronischer Lotterien und Casinospieler sowie private Spieler weisen möglicherweise die problematischsten PGAs auf. Persönlichkeitsmerkmale und Bewältigungsstrategien können Personen zu PGAs mit mehr oder weniger negativen Folgen prädisponieren.; Abstract. The study aimed to identify different patterns of gambling activities (PGAs) and to investigate how PGAs differed in gambling problems, substance use outcomes, personality traits and coping strategies. A representative sample of 4989 young Swiss males completed a questionnaire assessing seven distinct gambling activities, gambling problems, substance use outcomes, personality traits and coping strategies. PGAs were identified using latent class analysis (LCA). Differences between PGAs in gambling and substance use outcomes, personality traits and coping strategies were tested. LCA identified six different PGAs. With regard to gambling and substance use outcomes, the three most problematic PGAs were extensive gamblers, followed by private gamblers, and electronic lottery and casino gamblers, respectively. By contrast, the three least detrimental PGAs were rare or non-gamblers, lottery only gamblers and casino gamblers. With regard to personality traits, compared with rare or non-gamblers, private and casino gamblers reported higher levels of sensation seeking. Electronic lottery and casino gamblers, private gamblers and extensive gamblers had higher levels of aggression-hostility. Extensive and casino gamblers reported higher levels of sociability, whereas casino gamblers reported lower levels of anxiety-neuroticism. Extensive gamblers used more maladaptive and less adaptive coping strategies than other groups. Results suggest that gambling is not a homogeneous activity since different types of gamblers exist according to the PGA they are engaged in. Extensive gamblers, electronic and casino gamblers and private gamblers may have the most problematic PGAs. Personality traits and coping skills may predispose individuals to PGAs associated with more or less negative outcomes.
Sundgvist, K.; Jonsson, J.; Wennberg, P. (2016). Glücksspielmotive in einer repräsentativen schwedischen Stichprobe von Risikospielern. Journal of Gambling Studies, 32, 1231–1241. https://doi.org/10.1007/s10899-016-9607-9
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
- Der Volltext ist kostenpflichtig erhältlich.
- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
Es wurde gezeigt, dass Spielmotive mit der Teilnahme am Glücksspiel verbunden sind und daher für das Verständnis der Ätiologie problematischen Glücksspiels wichtig sind. Ziel dieser Studie war es, die Unterschiede in den Spielmotiven verschiedener Untergruppen von lebenslangen Risikospielern zu beschreiben, die nach Alter, Geschlecht, Alkohol- und Drogenkonsum und bevorzugter Spielart kategorisiert wurden, im Hinblick auf das Ausmaß des Risikospiels. Eine zufällig ausgewählte schwedische Stichprobe (n = 19.530) wurde mithilfe des Lie/Bet-Fragebogens auf Risikospiels untersucht. Die Untersuchungsstichprobe (n = 257) bestand aus den Teilnehmern, die beim Lie/Bet-Test positiv ausfielen und einen postalischen Fragebogen zu Glücksspiel und Spielmotiven (gemessen mit NODS-PERC bzw. RGQ) ausfüllten. Im Hinblick auf das Ausmaß des Risikospiels waren die Spielmotive nicht mit dem Geschlecht verbunden, während jüngere Personen häufiger aus Herausforderungsgründen spielten als ältere Teilnehmer. Karten-/Kasino- und Sportwettenspieler spielten in größerem Umfang aus sozialen Gründen und als Herausforderung als Lotto-/Bingo-Spieler. EGM-Spieler spielten häufiger aus Bewältigungsgründen als Lotto-/Bingo-Spieler. Dieser Zusammenhang erwies sich jedoch als nicht signifikant, wenn man das Risikoniveau des Glücksspiels betrachtete. Spieler mit moderatem Risiko spielten häufiger aus Herausforderungs- und Bewältigungsgründen als Spieler mit geringem Risiko. Die Spielmotive unterscheiden sich zwischen Untergruppen des bevorzugten Spiels und zwischen Spielern mit geringem und moderatem Risiko. Das Risikoniveau des Glücksspiels ist eng mit den Spielmotiven verknüpft und sollte bei der Untersuchung der Spielgründe berücksichtigt werden.; Abstract. Motives for gambling have been shown to be associated with gambling involvement, and hence important in the understanding of the etiology of problem gambling. The aim of this study was to describe differences in gambling motives in different subgroups of lifetime risk gamblers, categorized by: age, gender, alcohol- and drug habits and type of game preferred, when considering the level of risk gambling. A random Swedish sample (n = 19,530) was screened for risk gambling, using the Lie/Bet questionnaire. The study sample (n = 257) consisted of the respondents screening positive on Lie/Bet and completing a postal questionnaire about gambling and motives for gambling (measured with the NODS-PERC and the RGQ respectively). When considering the level of risk gambling, motives for gambling were not associated with gender, whereas younger persons gambled for the challenge more often than did older participants. Card/Casino and Sport gamblers played to a greater extent for social and challenge reasons then did Lotto/Bingo-gamblers. EGM-gamblers played more for coping reasons than did Lotto/Bingo gamblers. However, this association turned non-significant when considering the level of risk gambling. Moderate risk gamblers played for the challenge and coping reasons to a greater extent than low risk gamblers motives for gambling differ across subgroups of preferred game and between gamblers with low and moderate risk. The level of risk gambling is intertwined with motives for gambling and should be considered when examining gambling reasons.
Tessenyi, J.; Kovacs, P. (2016). Eine Studie über den Zusammenhang zwischen Glücksspiel und Kriminalität in ungarischen Gefängnissen. International Journal of Law and Psychiatry, 47, 176–80. https://doi.org/10.1016/j.ijlp.2016.04.004
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Folgen
Gesellschaftliche Folgen
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
Regulierung von Glücksspiel
Internationale Regulierungen von Glücksspiel
Minderheiten im Glücksspiel
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- Die Publikation ist in englischer Sprache veröffentlicht.
In der folgenden Studie untersuchen wir den Zusammenhang zwischen Kriminalität und Spielsucht. Wir untersuchen nicht nur die Spielgewohnheiten von 140 Häftlingen vor ihrer Inhaftierung, sondern auch ihre demografischen Merkmale und deren Zusammenhänge.(2) Wir haben diese Zusammenhänge bereits im Rahmen einer Datenerfassung im Jahr 2009 untersucht (Tessenyi-Kovacs, 2011).(3) Am 10. Oktober 2012 wurde die Nutzung von Spielautomaten in Ungarn eingestellt. Damit hat unsere Untersuchung eine erneute Aktualität erlangt, da eine bedeutende Ursache für die Sucht vom Markt verschwunden ist. Wir fragen uns, ob dieser Faktor eine messbare Wirkung hatte. Obwohl die verstrichene Zeit nicht unbedingt ausreicht, um die vermuteten Veränderungen in der Kriminalität aufgrund des Glücksspiels zu messen, ziehen wir dennoch den Vergleich mit den Ergebnissen von 2009. Für die Untersuchung des pathologischen problematischen Glücksspiels haben wir die Originalversion des SOGS-Fragebogens verwendet, ergänzt um demografische und andere relevante Fragen aus der Perspektive unserer Erhebung.; Abstract. In the following study, we examine the connection between crime and gambling addictions. In addition to examining the playing habits of 140 detainees prior to their imprisonment, we also study their demographic characteristics, and their relations.(2) We previously studied these correlations as a part of a data recording in 2009 (Tessenyi-Kovacs, 2011).(3) By the 10th of October 2012, the use of gaming machines was terminated in Hungary. Therefore, our survey has gained a repeated actuality, since a significant cause of addiction has disappeared from the market. We question whether this factor has had a measurable effect. Although the elapsed time is not necessarily enough to measure the presumed changes in crime due to gambling, we nevertheless make the comparison with the results from 2009. For the study of pathological problem gambling, we applied the original version of the SOGS-questionnaire, complemented with demographics and other relevant questions from the perspective of our survey.
Valleur, Marc (2016). Probleme im Zusammenhang mit Glücksspielen und Glücksspielen in Frankreich: Berichtigung. Addiction, 111, 941. https://doi.org/10.1111/add.13361
Regulierung von Glücksspiel
Internationale Regulierungen von Glücksspiel
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Dieser Artikel korrigiert: Glücksspiel und glücksspielbezogene Probleme in Frankreich. Band 110, Ausgabe 12, 1872–1876. Artikel erstmals online veröffentlicht am 6. Juni 2015. Marc Valleur. Dr. Marc Valleur ist Mitglied des College de l'ARJEL, einer unabhängigen Verwaltungsbehörde, die Lizenzen an Online-Glücksspielorganisationen vergibt, und Mitglied des Observatoire des Jeux (ODJ) und von cojex, zwei staatlich finanzierten französischen Organisationen, die Informationen zu Glücksspiel und Spielen für die Entwicklung von Politik und Regulierung bereitstellen. Er erhält eine Vergütung für die Teilnahme an ARJEL-Sitzungen und für ARJEL-bezogene Ausgaben; seine Tätigkeit für ODJ und cojex ist ehrenamtlich.; Abstract. This article corrects:Gambling and gambling-related problems in France Volume 110, Issue 12, 1872–1876, Article first published online: 6 June 2015. Marc Valleur. Dr Marc Valleur is a member of the College de l'ARJEL, an independent administrative authority that grants licences to online gaming organizations, and is a member of the Observatoire des Jeux (ODJ) and cojex, French government-funded bodies that provide information on gambling and games for the development of public policy and regulation. He is paid to attend ARJEL meetings and for ARJEL-related expenses; his work for ODJ and cojex is voluntary.
Waluk, O.R.; Youssef, G.J.; Dowling, N.A. (2016). Der Zusammenhang zwischen problematischem Glücksspiel und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Journal of Gambling Studies, 32, 591–604. https://doi.org/10.1007/s10899-015-9564-8
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Minderheiten im Glücksspiel
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Aktuelle Studien zeigen, dass behandlungssuchende problematische Glücksspielerinnen erhöhte Raten von ADHS aufweisen und dass Jugendliche mit positivem ADHS-Screening eher zu Glücksspiel neigen, häufiger Glücksspielprobleme entwickeln und unter schwereren Ausprägungen dieser Probleme leiden. Ziel dieser Studie war es, (a) die Prävalenz von ADHS bei behandlungssuchenden problematischen Glücksspielerinnen mit der in der Allgemeinbevölkerung zu vergleichen, (b) die Zusammenhänge zwischen ADHS und dem Schweregrad des Glücksspielproblems, Persönlichkeitsstörungen vom Cluster B, motorischer Impulsivität, Alkohol- und Substanzkonsum, Geschlecht und Alter zu untersuchen sowie (c) zu analysieren, inwieweit diese Faktoren die Beziehung zwischen ADHS und dem Schweregrad des Glücksspielproblems moderieren. Teilnehmende waren 214 Erwachsene (154 Männer, 58 Frauen, 2 ohne Angabe), die wegen ihrer Glücksspielprobleme eine spezialisierte Beratungsstelle in Melbourne, Australien aufsuchten. Fast ein Viertel (24,9 %) dieser behandlungssuchenden Personen wurde positiv auf ADHS gescreent – ein deutlich höherer Anteil als in einer Vergleichsstichprobe aus der Allgemeinbevölkerung (14 %). ADHS war signifikant positiv mit der Schwere des Glücksspielproblems, motorischer Impulsivität und Persönlichkeitsstörungen des Clusters B assoziiert, jedoch nicht mit Alkohol- und Substanzkonsum, Geschlecht oder Alter. Keiner der untersuchten Faktoren moderierte signifikant die Beziehung zwischen ADHS und dem Schweregrad des Glücksspielproblems. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein erheblicher Anteil der behandlungssuchenden Glücksspieler*innen von ADHS betroffen ist und dass deren klinisches Profil durch hohe Impulsivität und Persönlichkeitsstörungen des Clusters B zusätzlich erschwert wird. Die Befunde unterstreichen die Notwendigkeit, dass spezialisierte Glücksspielberatungsstellen Screening-, Diagnose- und Behandlungsprotokolle für komorbides ADHS entwickeln, um die Wirksamkeit der Interventionen zu verbessern.; Abstract. Recent studies indicate that treatment-seeking problem gamblers display elevated rates of ADHD and that adolescents who screen positive for ADHD are more likely to engage in gambling, develop gambling problems, and experience a greater severity in gambling problems. This study aimed to (a) compare the prevalence of ADHD in treatment-seeking problem gamblers to the general population; (b) investigate the relationships between ADHD and problem gambling severity, cluster B personality disorders, motor impulsivity, alcohol use, substance use, gender, and age; and (c) investigate the degree to which these factors moderate the relationship between ADHD and problem gambling severity. Participants included 214 adults (154 males, 58 females, 2 unspecified) who sought treatment for their gambling problems at a specialist gambling agency in Melbourne, Australia. Almost one-quarter (24.9 %) of treatment-seeking problem gamblers screened positively for ADHD, which was significantly higher than the 14 % prevalence in a community sample. ADHD was significantly positively correlated with problem gambling severity, motor impulsivity, and cluster B personality disorders, but was not associated with alcohol and substance use, gender or age. None of the factors significantly moderated the relationship between ADHD and problem gambling severity. These findings suggest that a considerable proportion of treatment-seeking problem gamblers report ADHD and that their clinical profile is complicated by the presence of high impulsivity and cluster B personality disorders. They highlight the need for specialist gambling agencies to develop screening, assessment, and management protocols for co-occurring ADHD to enhance the effectiveness of treatment. (PsycINFO Database Record (c) 2018 APA, all rights reserved) (Source: journal abstract)
Welte, J.W.; Barnes, G.M.; Tidwell, M.-C.O.; Wieczorek, W.F. (2016). Prädiktoren für problematisches Glücksspiel in den U.S.A.. Journal of Gambling Studies, Advance online publication, doi–10.1007/s10899–016–9639–1. https://doi.org/10.1007/s10899-016-9639-1
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Schutzfaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
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In diesem Artikel werden Daten aus einer nationalen Umfrage unter Erwachsenen in den USA zum Thema Glücksspiel untersucht, um Korrelate des problematischen Glücksspiels zu ermitteln und sie im Lichte der Theorien zur Ätiologie des problematischen Glücksspiels zu diskutieren. Dazu gehören Theorien, die sich auf Persönlichkeitsmerkmale, irrationale Überzeugungen, antisoziale Tendenzen, Einflüsse aus der Umgebung und die Verfügbarkeit von Glücksspielen konzentrieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Männer, Personen im Alter von 31 bis 40 Jahren, Schwarze und Personen mit niedrigem Bildungsniveau im Durchschnitt die höchsten Symptome von problematischem Glücksspiel aufwiesen. Erwachsene, die in benachteiligten Stadtvierteln lebten, wiesen ebenfalls die meisten Symptome des problematischen Spielens auf. Diejenigen, die am häufigsten an Gottesdiensten teilnahmen, wiesen die wenigsten Symptome des problematischen Spielens auf, unabhängig von der Konfession. Befragte, die angaben, dass es für sie am bequemsten war, zu spielen, hatten im Durchschnitt die meisten Symptome des problematischen Glücksspiels, verglichen mit denjenigen, für die das Spielen weniger bequem war. Das Gleiche gilt für Erwachsene mit den Persönlichkeitsmerkmalen impulsiv oder depressiv. Befragte, die Freunde hatten, die das Glücksspiel gutheißen, hatten mehr Symptome des problematischen Glücksspiels als diejenigen, deren Freunde das Glücksspiel nicht gutheißen. Die Ergebnisse für die demografischen Variablen sowie für Impulsivität und Religionszugehörigkeit stehen im Einklang mit einem antisozialen/impulsiven Weg zu problematischem Glücksspiel. Die Ergebnisse für Depressionen deuten auf eine emotionale Anfälligkeit für problematisches Glücksspiel hin.; Abstract. In this article we examine data from a national U.S. adult survey of gambling to determine correlates of problem gambling and discuss them in light of theories of the etiology of problem gambling. These include theories that focus on personality traits, irrational beliefs, anti-social tendencies, neighborhood influences and availability of gambling. Results show that males, persons in the 31-40 age range, blacks, and the least educated had the highest average problem gambling symptoms. Adults who lived in disadvantaged neighborhoods also had the most problem gambling symptoms. Those who attended religious services most often had the fewest problem gambling symptoms, regardless of religious denomination. Respondents who reported that it was most convenient from them to gamble had the highest average problem gambling symptoms, compared to those for whom gambling was less convenient. Likewise, adults with the personality traits of impulsive or depressed. Respondents who had friends who approve of gambling had more problem gambling symptoms than those whose freinds did not approve of gambling. The results for the demographic variables as well as for impulsiveness and religious attendance are consistent with an anti-social/impulsivist pathway to problem gambling. The results for depression are consistent with an emotionally vulnerable pathway to problem gambling.
Welte, J.W.; Barnes, G.M.; Tidwell, M.O.; Hoffman, J.H.; Wieczorek, W.F. (2016). Die Beziehung zwischen der Entfernung zu Glücksspiellokalen und der Teilnahme an Glücksspielen und problematischem Glücksspiel unter Erwachsenen in den USA. Journal of Gambling Studies, 32, 1055–1063. https://doi.org/10.1007/s10899-015-9583-5
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
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In diesem Artikel untersuchen wir den Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Glücksspiels bei Erwachsenen in den USA und der Entfernung zwischen ihrem Wohnort und dem nächstgelegenen Casino oder der nächsten Rennbahn. Wir verwenden Daten aus einer Telefonumfrage unter Erwachsenen in den USA, die 2011-2013 durchgeführt wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Befragten im vergangenen Jahr spielten, häufig spielten oder problematisch spielten, war größer, wenn sie in der Nähe eines Kasinos wohnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Befragten im vergangenen Jahr spielten oder häufig spielten, war größer, wenn sie in der Nähe einer Pferde- oder Hunderennbahn wohnten. Die Auswirkungen der Nähe zu einem Kasino auf die Wahrscheinlichkeit des Glücksspiels im vergangenen Jahr, des häufigen Glücksspiels und des problematischen Glücksspiels sowie die Auswirkungen der Nähe zu einer Pferderennbahn auf das Glücksspiel im vergangenen Jahr reichten bis zu einer Entfernung von etwa 30 Meilen vom Wohnort der Befragten. Darüber hinaus stand die Konzentration von Spielkasinos im Umkreis von 30 Meilen um den Wohnort der Befragten in einem positiven Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit, dass die Befragten häufig oder problematisch spielten. Hatte ein Befragter kein Kasino im Umkreis von 30 Meilen, so lag die Wahrscheinlichkeit, dass er ein problematischer Spieler war, bei 2,7 %; bei einem Kasino bei 3,9 % und bei sechs oder mehr Kasinos bei 6,2 %. Die Autoren schätzen, dass zumindest ein Teil dieses Effekts kausal ist
Welte, J.W.; Tidwell, M.-C.O.; Barnes, G.M.; Hoffman, J.H.; Wieczorek, W.F. (2016). Der Zusammenhang zwischen der Anzahl der legalen Glücksspielarten und der Häufigkeit von Glücksspielverhalten und -problemen in den einzelnen US-Bundesstaaten. Journal of Gambling Studies, 32, 379–390. https://doi.org/10.1007/s10899-015-9551-0
Ursachen
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Trends
Glücksspielarten
Glücksspiel vor Ort
Risikopotential verschiedener Glücksspielformen
Glücksspielmarkt
Glücksspiel vor Ort
Regulierung von Glücksspiel
Internationale Regulierungen von Glücksspiel
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In diesem Artikel untersuchen wir die Beziehung zwischen der Gesamtzahl der in einem Staat legalen Glücksspielarten und der Glücksspielbeteiligung der Einwohner des Staates. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, ob mehr legale Glücksspielarten mit höheren Raten von problematischem Glücksspiel verbunden sind. Telefonische Befragungen von Erwachsenen in den USA wurden in den Jahren 1999-2000 und 2011-2013 durchgeführt. Es wurden dieselben Fragen verwendet und die Datensätze wurden für die meisten Analysen kombiniert. Die Glücksspielexposition wurde definiert als die Summe der Jahre, in denen alle Arten von Glücksspielen legal waren. Die nach Bundesländern aufgeschlüsselten Ergebnisse zeigen, dass die Raten des problematischen Glücksspiels, des häufigen Glücksspiels und des Glücksspiels im vergangenen Jahr mit zunehmender Zahl der legalen Glücksspielarten ansteigen. Bleibt die Anzahl der legalen Glücksspielarten konstant, steigen die Raten des problematischen Glücksspiels mit zunehmender Exposition. Staaten, in denen es schon länger legale Lotterien oder Kasinos gibt, haben tendenziell höhere Raten von problematischem Glücksspiel. Es wurde auch eine Analyse durchgeführt, bei der die Datensätze von 1999 bis 2000 und von 2011 bis 2013 verglichen wurden. Unter den Staaten gab es eine auffallend positive Beziehung zwischen den Veränderungen in der Anzahl der legalen Glücksspielarten zwischen den beiden Studien und den Veränderungen in den Raten des häufigen Spielens zwischen den beiden Studien. In den Staaten, in denen es 2011 weniger legale Glücksspiele gab als 1999, ging die Häufigkeit des Glücksspiels zurück. In Staaten, in denen die Zahl der legalen Glücksspiele zunahm, stiegen die Quoten der häufigen Glücksspiele in der Regel, aber nicht immer, an. Mögliche Erklärungen für diese Ergebnisse wurden diskutiert.; Abstract. In this article, we examine the relationship between the total number of types of gambling that are legal in a state and the gambling involvement of state residents. Of particular interest is whether more types of legal gambling are associated with higher rates of problem gambling. Telephone surveys of U.S. adults were conducted in 1999-2000 and 2011-2013. The same questions were used and the data sets were combined for most of the analyses. Gambling exposure was defined as the sum of the number of years that all types were legal. Results tabulated by state showed progressively higher rates of problem gambling, frequent gambling and any past year gambling as the number of legal types of gambling increased. Holding constant the number of legal types, problem gambling rates increased as exposure increased. States with longer exposure to legal lotteries or casinos tended to have higher rates of problem gambling. An analysis was also conducted in which the data sets from 1999 to 2000 and from 2011 to 2013 were compared. Among the states, there was a striking positive relationship between changes in the number of legal types of gambling between the two studies and changes in rates of frequent gambling between the two studies. For states that had fewer types of legal gambling in 2011 than in 1999, the rates of frequent gambling went down. For states that increased their types of legal gambling, rates of frequent gambling typically, but not always, went up. Possible explanations for these results were discussed.
Auer, M. M.; Griffiths, M. D. (2015). Test von normativem und selbsteinschätzendem Feedback in einem Online-Spielautomaten-Pop-up in einer realen Umgebung. Frontiers in Psychology, 6, 339. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2015.00339
Glücksspielarten
Online-Glücksspiel
Vorbeugung/Prävention
Allgemeine und strukturelle Maßnahmen zur Vorbeugung
Spielerschutz
Rückmeldungen zum Spielverhalten
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In den letzten Jahren gab es eine zunehmende Anzahl von Glücksspielbetreibern, die Pop-up-Nachrichten auf dem Bildschirm integriert haben, während Spieler an Spielautomaten und/oder online spielen, um verantwortungsbewusstes Spielen zu fördern. Damit einher geht auch eine Zunahme der empirischen Forschung, ob solche Pop-up-Nachrichten wirksam sind, insbesondere im Labor. Es wurden jedoch nur sehr wenige Studien über den Nutzen von Pop-up-Nachrichten in realen Glücksspielumgebungen durchgeführt. Die vorliegende Studie untersuchte die Auswirkungen von normativem und selbsteinschätzungsbezogenem Feedback in einer Pop-up-Nachricht eines Spielautomaten im Vergleich zu einer einfachen (nicht erweiterten) Pop-up-Nachricht. Die Studie wurde in einer realen Glücksspielumgebung durchgeführt, indem die Verhaltenstracking-Daten von zwei repräsentativen Zufallsstichproben von 800.000 Glücksspielsitzungen (d. h. insgesamt 1,6 Millionen Sitzungen) unter zwei Bedingungen verglichen wurden (d. h. einfache Pop-up-Nachricht versus erweiterte Pop-up-Nachricht). Die Ergebnisse zeigten, dass die zusätzlichen normativen und selbstbewertenden Inhalte die Anzahl der Spieler, die nach Erhalt der erweiterten Pop-up-Nachricht aufhörten zu spielen (1,39 %) im Vergleich zur einfachen Pop-up-Nachricht (0,67 %) verdoppelten. Die Daten deuten darauf hin, dass Pop-up-Nachrichten nur eine kleine Anzahl von Spielern dazu bewegen, lange Spielsitzungen zu beenden, und dass verbesserte Nachrichten etwas effektiver sind, um Spielern zu helfen, mit dem Spielen während der Sitzung aufzuhören.; Abstract. Over the last few years, there have been an increasing number of gaming operators that have incorporated on-screen pop-up messages while gamblers play on slot machines and/or online as one of a range of tools to help encourage responsible gambling. Coupled with this, there has also been an increase in empirical research into whether such pop-up messages are effective, particularly in laboratory settings. However, very few studies have been conducted on the utility of pop-up messages in real-world gambling settings. The present study investigated the effects of normative and self-appraisal feedback in a slot machine pop-up message compared to a simple (non-enhanced) pop-up message. The study was conducted in a real-world gambling environment by comparing the behavioral tracking data of two representative random samples of 800,000 gambling sessions (i.e., 1.6 million sessions in total) across two conditions (i.e., simple pop-up message versus an enhanced pop-up message). The results indicated that the additional normative and self-appraisal content doubled the number of gamblers who stopped playing after they received the enhanced pop-up message (1.39%) compared to the simple pop-up message (0.67%). The data suggest that pop-up messages influence only a small number of gamblers to cease long playing sessions and that enhanced messages are slightly more effective in helping gamblers to stop playing in-session.
Back, K. J.; Williams, R. J.; Lee, C. K. (2015). Zuverlässigkeit und Gültigkeit von drei Instrumenten (DSM-IV, CPGI und PPGM) zur Bewertung von problematischem Glücksspiel in Südkorea. Journal of Gambling Studies, 31, 3775–86. https://doi.org/10.1007/s10899-014-9442-9
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Fragebögen/Screeninginstrumente
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Die meisten Forschungen zur Bewertung, Epidemiologie und Behandlung von problematischem Glücksspiel fanden in westlichen Ländern statt. Dies schränkt möglicherweise die interkulturelle Validität von Bewertungsinstrumenten für problematisches Glücksspiel sowie von ätiologischen Modellen des problematischen Glücksspiels ein. Das primäre Ziel der vorliegenden Forschung war es, die Reliabilität und Validität von drei Instrumenten zur Bewertung von problematischem Glücksspiel im südkoreanischen Kontext zu untersuchen. Insgesamt nahmen 4.330 südkoreanische Erwachsene an einer umfassenden Bewertung ihres Spielverhaltens teil, die die Verabreichung der DSM-IV-Kriterien für pathologisches Glücksspiel (NODS), des Canadian Problem Gambling Index (CPGI) und des Problem and Pathologological Gambling Measure (PPGM) umfasste. Cronbach alpha zeigte, dass alle drei Instrumente eine gute interne Konsistenz aufwiesen. Die gleichzeitige Validität wurde durch die signifikanten Zusammenhänge zwischen den Ergebnissen der Instrumente und Messungen der Glücksspielbeteiligung (Anzahl der verwendeten Glücksspielformate, Häufigkeit des Glücksspiels und Glücksspielausgaben) festgestellt. Am wichtigsten ist, dass die Kappa-Statistik zeigte, dass alle Instrumente eine zufriedenstellende Klassifizierungsgenauigkeit im Vergleich zur klinischen Bewertung von problematischem Glücksspiel aufweisen, die von südkoreanischen Klinikern durchgeführt wurde (NODS kappa = .66; PPGM Kappa = .62; CPGI Kappa = .51). Diese Ergebnisse bestätigen, dass westlich abgeleitete Operationalisierungen von problematischem Glücksspiel in einem südkoreanischen Umfeld anwendbar sind.; Abstract. Most research on the assessment, epidemiology, and treatment of problem gambling has occurred in Western jurisdictions. This potentially limits the cross-cultural validity of problem gambling assessment instruments as well as etiological models of problem gambling. The primary objective of the present research was to investigate the reliability and validity of three problem gambling assessment instruments within a South Korean context. A total of 4,330 South Korean adults participated in a comprehensive assessment of their gambling behavior that included the administration of the DSM-IV criteria for pathological gambling (NODS), the Canadian Problem Gambling Index (CPGI), and the Problem and Pathological Gambling Measure (PPGM). Cronbach alpha showed that all three instruments had good internal consistency. Concurrent validity was established by the significant associations observed between scores on the instruments and measures of gambling involvement (number of gambling formats engaged in; frequency of gambling; and gambling expenditure). Most importantly, kappa statistics showed that all instruments have satisfactory classification accuracy against clinical assessment of problem gambling conducted by South Korean clinicians (NODS kappa = .66; PPGM kappa = .62; CPGI kappa = .51). These results confirm that Western-derived operationalizations of problem gambling have applicability in a South Korean setting.
Bastiani, L.; Fea, M.; Potente, R.; Luppi, C.; Lucchini, F.; Molinaro, S. (2015). Nationale Hotline für problematische Glücksspiele: ein Profil der Merkmale ihrer Nutzer. Journal of Addiction, 2015, 659731–659731. https://doi.org/10.1155/2015/659731
Beratung und Betreuung
Beratung und Betreuung von Angehörigen
Online-Beratung
Häufigkeit und Verbreitung
Häufigkeiten (Prävalenz und Inzidenz)
Soziodemographische Faktoren
Hilfezugang für Glücksspielsüchtige
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Das Glücksspiel hat in Italien in den letzten 10 Jahren stark zugenommen und ist schnell zu einem Problem der öffentlichen Gesundheit geworden, und aus diesen Gründen wurde die erste nationale Helpline für problematisches Glücksspiel (GR-Helpline) eingerichtet. Ziel dieser Studie ist es, die Merkmale der GR-Helpline-Nutzer zu beschreiben und die Prävalenzraten der Nutzer mit denen von Spielern mit mittlerem Risiko/problematischen Spielern aus der nationalen Umfrage (IPSAD 2010-2011) zu vergleichen. Die statistische Analyse wurde anhand von Daten durchgeführt, die aus den Beratungsgesprächen (Telefon/E-Mail/Chat) von 5.805 Benutzern (57,5 % Spieler; 42,5 % Familien/Freunde) gewonnen wurden. Dies bestätigt, dass die Probleme im Zusammenhang mit dem Glücksspiel nicht nur die Spieler, sondern auch ihre Familien und Freunde betreffen. Es wurden signifikante Unterschiede zwischen Spielern und Familien/Freunden festgestellt, die sich auf das Geschlecht (74 % der Spieler waren männlich; 76,9 % der Familien/Freunde waren weiblich) sowie auf die Altersklassen und das geografische Gebiet bezogen. Weibliche Spieler hatten ein höheres Durchschnittsalter (47,3 gegenüber 40,2 Jahren) und bevorzugten nicht strategiebasierte Spiele. Die Prävalenzraten von GR-Helpline-Nutzern und von Spielern mit mittlerem Risiko/Problem wurden korreliert (Rho = 0,58; p = 0,0113). Die Ergebnisse unterstreichen die Tatsache, dass der Fernzugriff auf Beratung ein wirksames Mittel sein kann, um die Behandlung von problematischen Spielern zu fördern, die sich sonst nicht direkt an die Dienste wenden.
Bischof, A.; Meyer, C.; Bischof, G.; John, U.; Wurst, F. M.; Thon, N.; Lucht, M.; Grabe, H. J.; Rumpf, H. J. (2015). Suizidalität bei pathologischen Spielern: Die Rolle der Komorbidität von Achse-I- und Achse-II-Störungen. Psychiatry Research, 225, 3413–9. https://doi.org/10.1016/j.psychres.2014.11.074
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Folgen
Individuelle Folgen
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Das Risiko für Suizidgedanken und Suizidversuche ist bei pathologischen Spielern im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung hoch. Über das Zusammenspiel von Achse-I- und Achse-II-Störungen, dem Schweregrad der Glücksspielstörung und Suizidgedanken und Suizidversuchen ist wenig bekannt. Die Studie zielt darauf ab, diesen Zusammenhang zu untersuchen. Das Stichprobendesign der Studie „Pathological Gambling and Epidemiology“ (PAGE) umfasste vier Rekrutierungskanäle: Allgemeinbevölkerung, Glücksspielorte, Projekt-Telefonhotline und stationäre Behandlung von pathologischem Glücksspiel. Insgesamt 442 Studienteilnehmer mit lebenslangem pathologischem Glücksspiel erhielten ein klinisches Interview. Die multivariante Analyse zeigte, dass Stimmungsstörungen (Relatives Risikoverhältnis, RRR=5,14, 95%-Konfidenzintervall, CI=2,91–9,07), Substanzgebrauchsstörungen (RRR=1,73, CI=1,02–2,94) und frühes Auftreten von Glücksspielstörungen (RRR=0,96, CI=0,93–0,99) mit Suizidgedanken verbunden sind. Suizidversuche waren mit weiblichem Geschlecht (RRR=3,58, CI=1,56–8,19), Stimmungsstörungen (RRR=11,92, CI=4,70–30,26) und Persönlichkeitsstörungen des Clusters B (RRR=2,40, CI=1,13–5,10) assoziiert. Unter den Studienteilnehmern mit Suizidversuchen hatten mehr Personen eine Persönlichkeitsstörung des Clusters B als Teilnehmer mit ausschließlich Suizidgedanken (RRR=3,08, CI=1,48–6,40). In dieser großen gemischten Stichprobe pathologischer Spieler wurden hohe Anteile von Personen mit Suizidversuchen, Multimorbidität auf Achse I und einer starken Verbindung zu Persönlichkeitsstörungen des Clusters B gefunden.; Abstract. The risk for suicidal ideation and suicide attempts among pathological gamblers is high compared to the general population. Little is known about the interplay of Axis I and Axis II disorders, severity of gambling disorder, and suicidal ideation and suicide attempts. The study aims to address this linkage. The sampling design of the study “Pathological Gambling and Epidemiology” (PAGE) included four recruitment channels: general population, gambling locations, project telephone hotline, and in-patient treatment for pathological gambling. A total of 442 study participants with lifetime pathological gambling received a clinical interview. The multivariate analysis showed mood disorders (Relative Risk Ratio, RRR=5.14, 95%-Confidence Interval, CI=2.91–9.07), substance use disorders (RRR=1.73, CI=1.02–2.94), and early onset of gambling disorder (RRR=0.96, CI=0.93–0.99) to be associated with suicidal ideation. Suicidal attempts were associated with female sex (RRR=3.58, CI=1.56–8.19), mood disorders (RRR=11.92, CI=4.70–30.26), and Cluster B personality disorders (RRR=2.40, CI=1.13–5.10). Among study participants with suicide attempts, more had a Cluster B personality disorder than among participants with ideation solely (RRR=3.08, CI=1.48–6.40). Among this large mixed sample of pathological gamblers, high proportions of individuals with suicidal events, multi-morbidity on Axis I, and a strong linkage to Cluster B personality disorders were found.
Black, D. W.; Coryell, W.; Crowe, R.; McCormick, B.; Shaw, M.; Allen, J. (2015). Suizidgedanken, Suizidversuche und vollendeter Suizid bei Personen mit pathologischem Glücksspiel und ihren Verwandten ersten Grades. Suicide and Life-Threatening Behavior, 45, 6700–9. https://doi.org/10.1111/sltb.12162
Ursachen
Klinische Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Folgen
Individuelle Folgen
Minderheiten im Glücksspiel
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Wir untersuchten den Zusammenhang zwischen Suizidgedanken und Suizidversuchen bei 95 Probanden mit pathologischem Glücksspiel (PG), 91 Kontrollen und 1075 Verwandten ersten Grades. Die Ergebnisse wurden mittels logistischer Regression mit verallgemeinerten Schätzgleichungen analysiert. Vierunddreißig PG-Probanden (35,8%) und 4 Kontrollen (4,4%) hatten einen Selbstmordversuch unternommen (OR = 12,12, p < 0,001); bei 13 Probanden erfolgte der Versuch vor dem Einsetzen der PG. Lebenslange Suizidgedanken traten bei 60 PG-Probanden (63,2%) und 12 Kontrollen (13,2%) auf (OR = 11,29, p < 0,001). Suizidalität bei PG-Probanden ist ein Marker für den Schweregrad der PG und mit einer höheren psychiatrischen Komorbidität verbunden. Nachkommen von PG-Probanden hatten signifikant höhere Raten an Suizidversuchen als Kontrollnachkommen.; Abstract. We examined the relationship between suicidal ideations and attempts in 95 probands with pathological gambling (PG), 91 controls, and 1075 first-degree relatives. The results were analyzed using logistic regression with generalized estimating equations. Thirty-four PG probands (35.8%) and 4 controls (4.4%) had attempted suicide (OR = 12.12, p < .001); in 13 probands, the attempt occurred before PG onset. Lifetime suicidal ideations occurred in 60 PG probands (63.2%) and 12 controls (13.2%) (OR = 11.29, p < .001). Suicidality in PG probands is a marker of PG severity and is associated with greater psychiatric comorbidity. Offspring of PG probands had significantly higher rates of suicide attempts than control offspring.
Black, D. W.; Shaw, M.; Coryell, W.; Crowe, R.; McCormick, B.; Allen, J. (2015). Alter bei Beginn des DSM-IV-pathologischen Glücksspiels in einer Stichprobe ohne Behandlung: Frühes versus späteres Auftreten. Comprehensive Psychiatry, 60, 40–46. https://doi.org/10.1016/j.comppsych.2015.04.007
Ursachen
Krankheitsverläufe
Klinische Risikofaktoren
Soziale und umweltbezogene Risikofaktoren
Krankheitserkennung/Diagnose
Kriterien für die Diagnose
Psychische Begleiterkrankungen
Häufigkeit und Verbreitung
Soziodemographische Faktoren
Glücksspielarten
Sonstiges
Frauen im Glücksspiel
Häufigkeit von Frauen im Glücksspiel
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Hintergrund: Pathologisches Glücksspiel (PG) ist ein weit verbreitetes und beeinträchtigendes Problem der öffentlichen Gesundheit. In dieser Studie untersuchten wir das Alter bei Beginn der PG bei Männern und Frauen und verglichen das demografische und klinische Bild von früh und später einsetzenden Personen. Wir verglichen auch das Alter bei Beginn der Erkrankung bei PG-Probanden und ihren Verwandten ersten Grades mit PG.; Methode: Probanden mit DSM-IV PG wurden im Rahmen von zwei klinischen Studien ohne Behandlung rekrutiert. Die Probanden wurden mit strukturierten Interviews und validierten Fragebögen evaluiert. Der frühe Beginn wurde definiert als PG, der vor dem 33. Lebensjahr beginnt. Ergebnisse: Das Alter bei Beginn der PG lag bei den 255 Probanden zwischen 8 und 80 Jahren mit einem Mittelwert (SD) von 34,0 (15,3) Jahren. Männer hatten einen früheren Beginn als Frauen. 84% aller Probanden mit PG hatten die Störung im Alter von 50 Jahren entwickelt. Probanden, die früh einsetzten, waren eher männlich, bevorzugten Actionspiele und hatten Substanzstörungen, antisoziale Persönlichkeitsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Impulsivität und soziale Angststörung. Ein späterer Beginn war bei Frauen häufiger und wurde mit einer Vorliebe für Slots und einer Vorgeschichte von sexuellem Missbrauch in Verbindung gebracht. Schlussfolgerungen: Das Alter bei Beginn der PG ist bimodal und unterscheidet sich für Männer und Frauen. Früh einsetzende PG und später einsetzende PG weisen wichtige demografische und klinische Unterschiede auf. Die Implikationen der Ergebnisse werden diskutiert.; Abstract. Background: Pathological gambling (PG) is a prevalent and impairing public health problem. In this study we assessed age at onset in men and women with PG and compared the demographic and clinical picture of early- vs. later-onset individuals. We also compared age at onset in PG subjects and their first-degree relatives with PG.; Method: Subjects with DSM-IV PG were recruited during the conduct of two non-treatment clinical studies. Subjects were evaluated with structured interviews and validated questionnaires. Early-onset was defined as PG starting prior to age 33years.; Results: Age at onset of PG in the 255 subjects ranged from 8 to 80years with a mean (SD) of 34.0 (15.3) years. Men had an earlier onset than women. 84% of all subjects with PG had developed the disorder by age 50years. Early-onset subjects were more likely to be male, to prefer action games, and to have substance use disorders, antisocial personality disorder, attention deficit/hyperactivity disorder, trait impulsiveness, and social anxiety disorder. Later-onset was more common in women and was associated with a preference for slots and a history of sexual abuse.; Conclusions: Age at onset of PG is bimodal and differs for men and women. Early-onset PG and later-onset PG have important demographic and clinical differences. The implications of the findings are discussed.
